| Excel und Word
Der nächste Schritt folgte 2022, denn es war immer noch nicht klar, wie man mit der Wörterkiste arbeiten kann. Sicher, das Herstellen der Liste und das Übersetzen hat viele lehrreiche Momente geboten und ursprünglich war die Kiste auch dafür gedacht, dass sich jeder selbst die Äquivalente in der Zielsprache heraussucht, aber dennoch. Ist das alles praktisch? Irgendwann habe ich probehalber die deutsch-englische Version in eine Word-Datei übertragen, was die ganze Sache erstaunlich übersichtlich gemacht und eine weitere Phase von teilweise umfassenden Überarbeitungen nach sich gezogen hat. Es folgten weitere zweisprachige Versionen, bis erneut die Frage aufkam: Was tun damit? Es sind zu viele Wörter, um sie einfach so zu lernen, auch wenn sie in Kontexten stehen, was hilfreich ist. Schließlich kam ich auf den Gedanken, eine kleinere Version der Wörterkiste herzustellen, mit der man arbeiten kann, bevor man sich der Vollversion stellt. So entstand nach mehrmaligem Sieben ein Wörterkistchen mit 1300 Wörtern statt 4700. Auf weniger habe ich mich nicht einlassen wollen.
Dies ist der Stand der Dinge: neun Sprachen in der 4700er-Version (je 26 Seiten) sowie Englisch, Türkisch, Persisch und Russisch in der 1300er-Version (je 6 Seiten). Sechs Seiten sind überschaubar. Man kann sie überfliegen, um sich z.B. nach einer Pause wieder in die Sprache hineinzuversetzen. Unten seht ihr einen Ausschnitt aus der türkischen 1300-Version. Markiert sind die Lehnwörter aus dem Arabischen (grün), dem Persischen (ocker) und aus europäischen Sprachen (lila).
Vorteile der Wörterkiste sind neben den oben genannten, dass man Bedeutungsfelder und Listen systematisch finden und studieren kann. Dass meist ein zweites Wort dabeisteht, erleichtert den Merkprozess. Zudem kann man sich einzelne Listen oder Teilbereiche vornehmen und damit Beispielsätze bilden und Ähnliches, was eine Verwendungsmöglichkeit darstellt. Außerdem kann man Zusatzinformationen integrieren, wie oben bei der Herkunft türkischer Wörter gesehen. Zu den Haken gehört, dass die Wörterkiste bestimmt anders wäre, wenn ich sie im Original auf Englisch konzipiert hätte, denn jede Sprache hat ihre semantischen Eigenarten. Auch lassen sich in dieser Übersicht wichtige Elemente nicht abbilden, wie das Genus (maskulin, feminin, neutrum) oder unregelmäßige Plurale. Fast alles, was mit Grammatik zu tun hat, muss draußen bleiben. Darüber hinaus ist die Anordnung nach Kapiteln und Themen immer subjektiv, denn man kann die wichtigsten Wörter einer Sprache nicht logisch linear gliedern. Es gibt in jedem Fall gute Argumente für andere, alternative Anordnungen.
Übrigens: Mauricio Carvalho in Brasilien hat eine sehr ähnliche Idee gehabt, mit mehr Wörtern und mehr Sprachen. Ein Drittel seiner großen Excel-Tabelle steht frei online. Auf seinem YouTube-Kanal MOPC Languages erklärt er sein Projekt Intutionary. |
Excel and Word
The next step followed in 2022, because it was still not clear how to work with the word box. Sure, making the list and translating it provided many instructive moments, and originally the box was, in fact, intended for everyone to pick out the equivalents in the target language themselves, but still. Is it practical at all? At some point, I transferred the German-English version into a Word file as a test, which made the whole thing amazingly clear and led to another phase of partly comprehensive revisions. More bilingual versions followed, until once again the question arose: what to do with it? They are too many words to learn just like that, even if they are in contexts, which is helpful. Eventually, I came up with the idea of making a smaller version of the word box to work with before facing the full version. After repeated sieving, a small word box with 1300 words instead of 4700 came into being. I didn't want to compromise on anything less than that.
This is the state of affairs: nine languages in the 4700 version (26 pages each) plus English, Turkish, Persian and Russian in the 1300 version (6 pages each). Six pages are manageable. You can skim them to get back into the language after a break, for example. Below you can see an excerpt from the Turkish 1300 version. Marked are the loanwords from Arabic (green), Persian (ocher) and from European languages (purple).
Advantages of the word box, next to the ones already mentioned, are that one can systematically find and study semantic fields and lists. The fact that there is usually a second word to back the first one up makes the memorization process easier. In addition, you can take individual lists or subsections and use them to form example sentences and the like, which is one possible use. Furthermore, one can integrate additional information, as seen above with the origin of Turkish words. One of the catches is that the word box would certainly be different if I had originally designed it in English, because each language has its semantic idiosyncrasies. Also, important elements cannot be represented in this overview, such as the genus (masculine, feminine, neuter) or irregular plurals. Almost everything that has to do with grammar has to be left out. Furthermore, the arrangement by chapters and topics is always subjective, because one cannot logically organize the most important words of a language in a linear way. Whatever you decide for, there are good arguments for other, alternative arrangements.
By the way: Mauricio Carvalho in Brazil came up with a very similar idea, with more words and more languages. One third of his large Excel spreadsheet is available online for free. On his YouTube channel MOPC Languages he explains his project Intutionary. |