ROCK'N'ROLL Nachricht von Ozzy Balou Eine Rekonstruktion von Anis Hamadeh
Einführung und Inhaltsangabe
Das Buch "Rock'n'Roll" hat circa 400 Seiten und ist der Form nach eine Mischung aus Kulturkritik und Literatur, aus Mailingliste und Schauspiel, aus philosophischem Tagebuch und Kriminalgeschichte, aus Traktat und Party. Eine Eigenheit sind die fünf authentischen Songs, die als Audio-Dateien in das Buch integriert sind, wie auch das ausführliche Namens- und Schlagwortregister, ein weiteres Register der 68 auftretenden Personen und eine Chronologie der Ereignisse. Das Buch besteht aus 96 "Nachrichten" von jeweils etwa vier Seiten Länge, eingeteilt in zwei Bücher mit jeweils vier Teilen. Es wurde im März 2002 fertiggestellt und ist bislang nur online und nur in deutscher Sprache zu lesen.
Die Rahmengeschichte ist folgende: Kurz nach dem Elften September kommt der Rock'n'Roll-Sänger Ozzy Balou nach neun Jahren aus dem Ausland nach Deutschland zurück. Er kündigt sich bei einigen Freunden in Hamburg an. Diese Freunde, Maria, Carl und der Journalist Simon nehmen die Gelegenheit von Ozzys Rückkehr wahr, um einige Fragen zu stellen, die bei seinem Weggang offen geblieben waren. Sie bitten einen Außenstehenden, die Vorgeschichte ins Netz zu stellen, damit die Beteiligten von damals sich informieren und sich selbst äußern können, um eine Diskussion zu beginnen.
Zu den offenen Fragen gehört vor allem die der Zerstörung des "Bluesland", der damaligen Heimatbühne von "Ozzy and the Bullets". Auch das Thema, wie groß man in der eigenen Gesellschaft sein und werden darf, ist Ozzy damals wichtig gewesen, und die Gründe für die Auflösung der Band. Damit beginnt die Geschichte. Ein halbes Jahr lang stellt der Redakteur alle zwei Tage die neuen Beiträge ins Netz. Schon bald melden sich verschiedene Personen zu diversen Themen zu Wort. Auch Ozzy beteiligt sich an diesem Gespräch. Es geht um den Gewaltdiskurs, um die Rollenverteilung von Mann und Frau, um Links und Rechts, Orient und Okzident, um Musik, Kreativität und Inspiration, Intellekt und Emotion, um Familien und Konflikte, um die Weltkultur, es geht um Politik und die Medien während des Afghanistan-Feldzugs nach dem Elften September, um Tabus und Zorn, um Ängste und Wünsche der Gesellschaft. Amerikaner sprechen hier und Araber, Arme und Reiche, Pazifisten und Militaristen, Künstler und Publikum, Szene-Gänger und Individualisten, Rock'n'Roller und Punker, über Länder- und Kulturgrenzen hinweg. Erinnerungen an das Bluesland erwecken das Haus literarisch neu zum Leben und manches Rätsel wird gelöst.
(1) Marco H. (Epistemologie)
+ (2) Carl (George Harrison)
+ (3) Jürgen H. (Multikultur)
+ (4) Maja B. (Bruce Willis vs. Dahlia Grey)
+ (5) Tarek B. (Wie vorher)
(1) Mo (Rock'n'Roll)
+ (2) Maria (Marktplatz)
+ (3) Webmaster (Gewalt-Szenario)
+ (4) Marco H. (Privat vs. Öffentlich)
+ (5) Roger B. (Gruppen/Kontrolle)
(1) Ozzy (Re: Ole Seelenmeyer + Audio: "On the Long Run")
+ (2) Maria (Männer)
+ (3) Micki (Verdacht)
+ (4) Maja (1971)
+ (5) Thomas G. (Iggy Pop + Bob Dylan)
(1) Simon (Demokratie)
+ (2) Maria (Re: R. Baumann)
+ (3) Roger B. (Impuls-Metapher)
+ (4) Christine B. (Re: Ole Seelenmeyer)
+ (5) Mo (Heartbreak Hotel)
(1) Marco H. (Verdeckende Worte)
+ (2) E. Solms (Re: Auto + Re: Ozzy)
+ (3) Simon (Tote Soldaten)
+ (4) Carl (Materialismus)
+ (5) Maria (Schuldgefühle)