BAMBUS HISTORY (3): DIE GRIECHEN
bambus # 120 - anis 08.08.01
die griechen - meine damen und herren - und diese werden im wesentlichen - repräsentiert durch drei personen - nämlich aristoteles - alexander den großen - und den hinlänglichen - leicht rachsüchtigen - hochschulabbrecher nexos - der eine kleine fischbräterei - auf der insel samos betrieb - überhaupt gab es in der gegend - auch schon in sehr früher zeit - eine größere anzahl von inseln -- vor etwa 2600 jahren - entwickelten die griechen - ihr bekanntestes hobby: - sie begannen zu denken - bärtige - in stein und marmor gehauene männer - saßen wochenlang - mit der faust am kinn - und dachten nach - wenn jemand des weges kam - und etwas zu essen bringen wollte - sagten sie: - geht jetzt nicht - wir denken gerade nach - über einige wichtige kreise und steine - und ja und nein - und dies und das - dann schreiben wir auch - noch dieses lexikon - und wir müssen uns beeilen - weil wir die welt - erreichen wollen - bevor die amerikaner kommen -- wenige jahrhunderte später war es dann soweit - ein herr namens aristoteles - mit einem manischen drang nach ordnung - der jedem in seiner umgebung - dadurch sehr unangenehm auffallen musste - betrat die bühne der welt - und sagte: - wir machen da jetzt mal strukturen rein - hier machen wir physik - und dort machen wir mathematik - und da oben machen wir auch noch metaphysik hin - so - dann lassen wir das ganze mal - ein paar tausend jahre lang hochkochen - hast du das alles schön gehört - mein kleiner alex? -- und alexander schwang sich auf das pferd - nahm sich ein paar millionen soldaten mit - und erzählte es allen leuten - die es wissen wollten - und den anderen auch - er zog mit stolzen augen aus - nach persien - und ägypten - und überallhin - und immer weiter - und die soldaten sagten: - ach alexander der große - wir haben jetzt langsam keine lust mehr - lass uns wieder nach hause gehen - da sagte alexander: - ja ja - nur noch einen augenblick - dort vorne können wir eine kleinigkeit plündern - dann seid ihr vorläufig beschäftigt - und die soldaten sagten: - na gut - aber wir haben echt keinen bock mehr - außerdem heißen inzwischen zwölf städte alexandria - und alexander sagte: - ja ja - schon gut - aber so ganz wohl - war ihm auch nicht mehr -- er starb jung - und seine grabstätte liegt irgendwo - an einem feldweg in new mexico - um seine person rankt sich ein ganzer roman - ähnlich wie bei james dean - und marty feldman -- später waren die griechen - nicht mehr so für die mazedonier -- die griechen waren gründlich - sie unterwanderten alle möglichen sprachen - und kulturen - vor allem - weil sie so schlau waren - wirksame mythen - zu produzieren - über götter - die entstehung der welt - archetypen - familienkritik - die fiesen sachen eben - welche natürlich volle kanone - ins unterbewusstsein abwanderten - und welche mühsam - in jahrtausendelanger kleinarbeit - durch opern - romane - und die psychoanalyse - verarbeitet werden mussten -- verantwortlich für die freigabe - dieses subversiven kulturerbes - in dessen schlund schon die tapfersten unserer männer - (ich sage nur goethe) - gefallen sind - soll ein im verborgenen gearbeitet habender - fischbräter aus samos gewesen sein - jedenfalls gerüchteweise - man weiß ja nie - was die leute dann - aus der geschichte wieder machen - die sieger - denn geschichte - sie wissen schon - wird von den siegern geschrieben - die anderen hört keiner mehr schreien - deshalb hörten die griechen - am liebsten abba - the winner takes it all - insgesamt eine durchaus - bemerkenswerte kultur - so viel zu den griechen
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