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MINIMO DER WASSERFLOH
bambus # 101 - anis 27.04.01 - die meeresvolk-saga part 7

minimo der wasserfloh - war regelrecht perplex - er sah die große zaubershow - in meeresfolge sechs - (der hering im casino) - und es schien so - als regte sich - sein minderwertigkeitskomplex - er bewegte sich - nach hause - in der pause - sagte seiner frau: - "nun schau - wie klein ich bin! - und wie gemein ich bin! - ich habe keinen wert - und fühle mich beschwert - die andern sind so groß - und zaubern ganz famos - oder sie sind steinfischreich - warum sind nicht alle gleich? - ich werde niemals froh - das ist wohl so - jetzt nehm ich mir den strick - und brech mir das genick" -- so sprach der wasserfloh - seine frau, die hilde - stimmte ihn dann milde: - sei doch nicht geknickt - das ist nicht geschickt - für mich bist du der größte floh - das war so und das bleibt auch so - ach du, mein kleiner minimo" - doch der ließ sich nicht irritieren - "es muss etwas passieren! - irgendwann ist schluss" - "dann gründe einen flohzirkus" - sagte seine frau - "na klar, genau - du kannst doch mächtig springen - und auch noch prächtig singen - und diesen minderwertskomplex - beseitigt man durch guten stolz - nun klopf auf holz - und lass dich nicht so gehen - ich will dich nicht so sehen" -- da war der kleine minimo - bald wieder stark und hoffnungsfroh - er ging zu anton dem plankton - von der tankstelle - und engagierte ihn - und dirigierte ihn - er setzte ihm nen floh ins ohr - und anton kam es lustig vor - ein zirkus - was für ein genuss - er sah sich schon im zelte schweben - und den ganzen saal erbeben - anton - das schwankende plankton - hoch oben am trapez - "also" - meinte minimo - "wie stehts?" - und anton war dabei - er machte sich frei - von der tankstelle - und nahm noch auf die schnelle - etwas geld - mit für das zelt -- sie gingen zusammen zum wasserflohmarkt - und standen da den ganzen tag - um einkäufe zu machen - sie kauften ein tuch - und ein management-buch - und so allerlei nützliche sachen -- sie trafen dort auf sören - die amöbe - und herbert - das seepferd - selbst ferdinand - der bekannte see-elefant - fand das spektakel interessant - ein wasserflohzirkus im eignen salon - er kaufte vergnüglich ein abonnement -- schon war das zelt dann aufgebaut - der ferdinand hat zugeschaut - und alle wasserflöhe - spähten aus der nähe - in die höhe - wo anton im athletendress - ganz ohne stress - die schwebenummer brachte - er senkte sich ganz sachte - und machte - einen planktischen tanz - mit anmut und mit eleganz - auch minimo fands - einwandfrei - das war ein hit - der letzte schrei - er machte mit - und war dabei - und hüpfte pfeifend - durch den reifen - dann schleifte er eifrig - die seepferdchen in die arena - die drehten sich schöner - als jemals gesehen - nun konnte der minimo endlich verstehen - dass er gar nicht so klein war - und auch nicht so gemein war - wie vormals angenommen - er war jetzt angekommen -- vor aufregung musste der wasserfloh - vierzehn mal aufs wasserklo - sein minderwertigkeitskomplex - war wie verhext - auf einmal weg - vom springen und vom singen - und all den kräftigenden dingen -- der anton wurde sein bester kumpan - doch irgendwann fingen querelen an - wie die makrele adele bezeugte - die freundschaft der beiden kleinstwesen beugte - sich später dem egostreit - keiner war bereit - dem andern die ehre zu lassen - ja war denn das zu fassen?! - es fing doch so sagenhaft an - was hatten sie da nur getan? -- zum schluss kam kai der hai - der fraß sie leider beide - ihm war das einerlei