ANJA DER PIRANHA
bambus # 95 - anis 24.03.01 - die meeresvolksaga part 4
anja der piranha - aus bologna - hatte ambitionen - das leben sollt sich lohnen - sie
meditierte - und studierte - ständig unter strom - und mit den besten
noten - bekam sie ihr diplom - sie hatte alle überboten - mit so
viel grips zwischen den ohren - war sie bald schon professorin -
und trug nen talar - damit war dann klar - dass
der piranha - etwas besonderes war - da brachte
ihr die post nen brief - worin die universität - sie rief - wenns
geht - ob sie nicht kommen wolle - im weltmeer zu dozieren - bei
all den meerestieren - das fand sie toll - es war ihr traum - am
anfang glaubte sie es kaum - dann stellte sie sich an die autobahn
- und irgendwann hielt auch ein auto an - das nahm sie mit runter
zur bucht - sie war wie auf der flucht - ihre mutter
sonja- blieb weinend zurück - in
bologna - nur für
tanja und ronja - die schwestern von anja
- war es ein glück - denn
anja war ihnen - zu dominant - sie verband - ihr talent - mit
gesten und mienen - die den zwei schwestern als herrisch - erschienen
- fast schon militärisch - mürrisch - entgegnete anja ihnen: - ich bin halt ne powerfrau - und bin mal sauer - dann hau
- ich auch gern mal dazwischen - so ist das nun mal bei
piranha-fischen -- am nächsten tag - es war noch nicht spät
- vor der universität - hielten
herbert - das seepferd - und sein passagier - die
anja aus bologna - er sagte ihr: - hier sind wir nun - jetzt kannst du deine
arbeit tun - ich bringe nur noch dein gerät - den flur rauf in die
fakultät - der piranha
freute sich sehr - und schwamm fröhlich hinter ihm her - in bester
laune und ausgeruht - erschien sie pünktlich im institut - dort
traf sie den direktor - und nahm ihn sich direkt vor - sie sagte:
auf gute zusammenarbeit! - wo sind die studenten? - ich wär dann
soweit - und der verpennte - direktor - war plötzlich ganz ohr -
du liebes kind! - ein frischer wind - fast kam es ihm wie ein schreck
vor - doch mochte er heimlich ihre art - und streichelte peinlich
berührt seinen bart -- sein name war professor
horst- er war ein borstenflosser
- aus canossa - sein bruder
torsten - war der boss - einer
seeobstgenossenschaft - östlich von boston
- doch horst ging es besser
- denn er war professer - auf lebenszeit - obs sonnt obs schneit
- er hatte ne frau, die hieß
adelheid - und siebzehn kleine
borstenflosser - (er hatte halt zeit - und die genoss er) --
nun plötzlich stand dieses superweib - in seinem elfenbeinturm -
und horst lief ein schauer
über den leib - sie nahm ihn glatt im sturm - er fand sie furchtbar
attraktiv - doch so was geht ja meistens schief - nur tief - in
heimlichen gedanken - fielen seine hemmungsschranken - und er schwärmte
pausenlos: - der piranha ist ganz groß - was für ein rassefisch
- und so gebieterisch - er brachte sie vor die studenten - da waren
senta und die anderen
enten -
bruno thunfisch - und pelle
die schwedische forelle
- auch
fiete die
flunder - und die wunderbare meerjungfrau
sibylle - darüber hinaus noch viele - kleine sardinen aus
wien - und junge sprotten - aus den umliegenden grotten - die jeder beschreibung spotteten
- anja der piranha sagte ohne stottern - und von
jetzt an, ja? - herrscht hier disziplin - da erschien nadine - der lustige delphin
- und setzte sich irgendwo hin - anja
rief: das kann ja - nicht wahr sein - sie wolln einen schein
- von der fakultät - und kommen zu spät! - wir lernen hier philosophie
- so klappt das nie - das versicher ich - und he sie! - kichern
sie doch nicht - in folge fünf fahren wir fort - für heut war dies
mein letztes wort
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