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SILVIA'S ROOM
Bericht aus Gaza: Wir leiden miteinander
Von Silvia Cattori, aufgezeichnet am 14. Juli 2006


Die Zeugenaussage von diesem Palästinenser, der im Norden von Gaza wohnt, gibt uns eine Idee über die Art und Weise, wie die betroffene Bevölkerung vor Ort auf die Ereignisse reagiert.

Silvia Cattori: In welchem psychischen Zustand befindet sich die Bevölkerung nach den Wochen von Bombardierungen und Entbehrungen?

Antwort: Wir haben gelitten. Wir sind in einer dramatischen Situation. Die israelische Armee ist bis zur Saladinestraße vorgestossen; die Soldaten haben den Gaza-Streifen halbiert: so wie es früher war. Sie haben einen Militärstützpunkt installiert. Dort sind Dutzend Panzer und Planierraupen, die gerade dabei sind, Land und Gewächshäuser zu zerstören. Sie vernichten alles was lebendig ist. Seit zwei Wochen bombardieren und zerstören die F-16 und die Drohnen unsere Häuser. Es gibt Hunderte von Toten und Schwerverletzten.

S.C.: Handelt es sich um blinde Bombardierungen oder wie Israel sagt, um gezielte Bombardierung von "Terroristen" ?

A: Die Israelis griffen gestern zum Beispiel ein Haus an und ermordeten eine ganze Familie, unter dem Vorwand, dass sich dort Mohamed Daif befände, der Chef von denjenigen, die die Kassam-Raketen abfeuern. Es stimmte jedoch nicht. Eine ganze Familie, Vater, Mutter, fünf Töchter und zwei Söhne haben ihr Leben verloren.

S.C.: Bedrohen die Soldaten aus dieser Position die Bevölkerung, nachdem sie Gaza getrennt haben ?

A: Ja, ihre Panzer, die mitten im Zentrum vom Gaza-Streifen stationiert sind, zwischen Del Balla und Kahn Younes, schießen gerade Raketen ab, genauso wie im Norden von Gaza.

S.C.: Fahren die Panzer herum?

A: Nein, sie rühren sich nicht, die israelischen Soldaten sind Feiglinge; sie haben Angst, von den Widerstandskräften angegriffen zu werden.

S.C.: Zeigen sich die Mitglieder der Hamas-Regierung noch auf der Straße?

A: Man sieht niemanden. Sie sind alle auf der Liste der nächsten gezielten Tötungen. Sie kommen nur heraus, wenn sie eine Verabredung haben, es wird sehr geheim gehalten.

S.C.: Die zweiwöchigen Bombardierungen ließen sie ohne Wasser, ohne Elektrizität, ohne Nahrung. Hatten Sie Angst um das Leben Ihrer Familie ?

A: Der erste Angriff durch die israelischen Luftwaffe bei Betlaya war in der Nähe von meinem Haus. Dort gab es die meisten Verletzten und Tote. Die Kinder waren in Panik. Wir hatten Angst, dass Israel unser Viertel angreift. Wir hatten unser Haus verlassen, um uns aus der Zone zu entfernen. Jetzt sind wir wieder zurückgekehrt.

S.C.: Wie ertragen es Menschen, in solch einer schrecklichen Situation zu leben? Verlangt die Bevölkerung, dass man den gefangen genommenen Soldaten schnellstmöglich freigibt, um Israel nicht den Vorwand zu geben, die Kollektivbestrafung fortzusetzen?

A: Die Mehrheit der Palästinenser unterstützt die Widerstandsposition. Eine Position, die darauf besteht, den Soldat nur zu befreien, wenn Israel seinerseits tausend palästinensische Gefangene befreit, die in Israel inhaftiert sind, darunter Frauen und Kinder. Gefangene, die unter unmenschlichen Bedingungen leben, im Gegensatz zu dem, was der israelische Propagandafilm erzählte, der vor kurzem bei Ihnen im Fernsehen gezeigt wurde und über den wir gehört haben. Dieser Film sprach nicht über die Folterungen der Gefangenen, zeigte nicht die Gefangenen, die wie Bestien in Zelten gehalten werden, zerfressen von Insekten und Krankheiten, er ließ auch nicht verlauten, dass die meisten Gefangenen ihre Familien nur einmal alle sechs Monate sehen können. [1]

S.C.: Ist die vor zwei Wochen erzielte Einigung zwischen Hamas und Fatah effektiv?

A: Sie haben über eine Einigung gesprochen. Aber vor Ort ist es das Gegenteil. Die Fatah-Miliz setzt ihre Ermordungen fort. Die Palästinenser werden weiterhin von zwei Feinden bedroht: das heißt von Israel und von den Palästinensern, die mit dem Besatzer kollaborieren, um Hamas zu schwächen. Die israelischen Angriffe haben momentan einen Bürgerkrieg zwischen Palästinensern verhindert. In diesem Moment fühlt sich jeder Palästinenser, ungeachtet der Partei, der er angehört, vor allem als Zielscheibe der israelischen Offensiven.

S.C.: Könnte ein Familienvater wie Sie, der nichts mit den Widerstandskämpfern zu tun hat, ebenfalls von einer gezielten Tötung, wie es genannt wird, betroffen sein?

A: Natürlich, unser Verbrechen besteht darin, Palästinenser zu sein und Palästina anzugehören. Falls ich mich zufällig im gleichen Taxi befinden würde wie jemand, den die israelische Luftwaffe ermorden will, kann auch ich getötet werden.

S.C.: Weil sie sich zu Palästina bekennen, werden sie weiterhin Angriffe ertragen müssen? Die israelische Armee hat verkündet, dass die "Operation Sommerregen" solange wie notwendig fortdauern wird.

A: Israel wird momentan von Wahnsinnigen regiert. Sie sind bornierte Politiker. Sie haben den Krieg in Gaza ausgelöst und seit zwei Tagen dem Libanon den Krieg erklärt. Was uns möglicherweise ein wenig Unterbrechung bringt, denn der Druck konzentriert sich nicht mehr nur auf uns.

S.C.: Jede Kriegssituation ist für Kinder beunruhigend, denn sie werden Traumen ausgesetzt. Sind die Kinder noch normal, nachdem was sie alles erlebt haben?

A: Letztens wollte ich meine Kinder ans Meer mitnehmen. Meine dreijährige Tochter fing an zu schreien. Sie sagte: "Nein , nein Vati, ich will nie mehr zum Strand gehen." Ich fragte sie warum. "Ich möchte nicht sterben." Ich sagte: "Okay, wenn du nicht sterben willst, werde ich mit deinen Brüdern und Schwestern gehen." " Nein; niemand wird zum Strand gehen", schrie sie. Sie können feststellen, wie ein dreijähriges Kind, nachdem es am Fernsehen das Massaker der Familie am Strand gesehen hat, reagiert. Wenn ich über den Strand spreche, fängt sie an zu schreien.

S.C.: Sind die Opfer dieser letzten Monate Leute wie Sie, Menschen, die weder Waffen haben, noch sich schützen können und die niemandem Schaden zufügen?

A: Fast alle Opfer sind Zivilisten. Die israelische Armee rechtfertigt aber die Bombardierungen von Familien, die dabei sind zu essen oder zu schlafen, indem sie sagt, es gäbe Kämpfer unter ihnen. Es gibt unter ihnen Mitglieder des Widerstandes, aber es gibt keine Kombattanten unter diesen Opfern. Jeder in Palästina, mit Ausnahme der Kollaborateure, ist zutiefst in seinem Herzen Widerstandskämpfer.

S.C.: In welchem psychischen Zustand befinden sich die Palästinenser in solch einer katastrophalen und andauernden Situation ?

A: Wir leben weiter, trotz des unerträglichen Lebens, das Israel uns aufdrängt. Wir sind gewohnt, dieses Leben, das kein Leben ist, zu leben. Es gibt keine Nahrung und nur unreines Wasser, keine Elektrizität. Das ist unser Leben. Aber so ein Leben ist besser als eines, in dem man sich unterdrücken lässt. SC: Wie werden Sie noch einmal alle Infrastrukturen, die die israelischen Bombardierungen zerstört haben, wieder aufbauen können? Glauben Sie, dass sie schnell wieder in Betrieb genommen werden können?

A: Die Israelis werden niemals etwas aufrecht lassen, was wir errichtet haben. Jedes Mal, wenn das wir den Transformator im Norden oder im Süden von Gaza reparieren, bombardieren sie ihn wieder. Wir haben keine Proteste von den arabischen oder europäischen Staaten gehört. Einige Länder haben die israelischen Offensiven verurteilt, aber diese Verurteilungen sind zu schwach. Damit zieht sich Israel nicht zurückzieht. Seitdem Europa die Hilfeleistungen unterbrochen hat, bedeutete es, dass Europa mit Israel kollaboriert, um uns kollektiv zu bestrafen, um uns auszuhungern, um uns noch mehr erdulden zu lassen.

S.C.: Haben Sie den Eindruck, dass die Journalisten, die die Zugangsgenehmigung für Gaza erhalten haben, die Welt über die von ihnen erduldeten Leiden korrekt informieren?

A: Es ist immer das Gleiche, ob sie kommen oder nicht. Ich wäre sehr glücklich gewesen, wenn Sie die Zugangsgenehmigung erhalten hätten, weil ich mir bei Ihnen sicher bin, dass Sie ehrlich berichtet hätten. Wir hören die Nachrichten. Es ist immer eine oberflächliche und israelische Version der Tatsachen, die gezeigt wird. Die Leute von CNN, Fox News, BBC u.s.w. haben keine Idee von dem menschlichen Leiden, unserem Schmerz. Sie lügen uns etwas vor. Während der Nachrichten lügen sie live.

S.C.: Glauben Sie nicht, dass die Journalisten, die Ihre Realität ignorieren und die die gleichen Tatsachen dauernd wiederholen, von den palästinensischen Chauffeuren und den Reiseführern, die sie betreuen, irregeführt werden und sie von ihnen auf einseitige Weise informiert werden ?

A: Sie sollten es eben so machen wie Sie, auf der Straße Leute aus dem Volk befragen. Man findet nicht die Wahrheit, wenn man wie alle anderen im gleichen 5-Sterne-Hotel in Gaza bleibt.

S.C.: Gehen sie nie auf die Straßen?

A: Selbst wenn sie unter das Volk gehen würden, würden sie sich den Informationen, die durch die israelischen Presseoffiziere gegeben werden, anpassen oder der Betreuung ihrer Presseagenturen. Letztlich sagen sie, was ihr Büro in Jerusalem oder anderswo ihnen ausgerichtet hat zu sagen und sie sagen nicht, was man ihnen erklärt hat, nicht zu sagen. Sie sind Journalistin und dürften wissen, was sich abspielt.

S.C.: Ich konnte dieses Mal nicht nach Gaza und kann nicht über das, was sich zu diesem Zeitpunkt bei Ihnen ereignet, berichten. Es macht mich umso trauriger, da ich sehr an diesen Ort gebunden bin. Ich habe so viele leidende Palästinenser dort kennen gelernt und wo im Jahre 2003 zwei Mitglieder vom ISM und der Journalist James Miller aus London, der über die Leiden und die Ermordung der Kinder berichten wollte, von der israelischen Armee getötet wurden.

A: Sie lassen Sie nicht hinein, weil Sie zu ehrlich sind. Israel weiß genau, dass Sie nicht über unsere Realität so berichten werden wie die anderen Journalisten, die hier hinkommen. Wenn Sie mit den Augen der israelischen Propaganda sehen würden, hätten Sie ohne Probleme nach Gaza zurückgehen können... S.C. Mir wurden vom israelischen Geheimdienst Sabak sofort nach meiner Ankunft am Ben Gurion Flughafen Fragen gestellt. Werde ich nicht alle Palästinenser in Gefahr bringen, mit denen ich in Kontakt bin, denn die Geheimdienste, die mich momentan überwachen, haben ihre Spione auf allen palästinensischen Straßen?

A: Sie können niemand in Gefahr bringen. Jeder Palästinenser ist in Gefahr. Jederzeit kann mich die Drohne, die über mich fliegt, treffen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Wissen Sie, warum sie sofort nach Ihrer Ankunft versucht haben, Sie einzuschüchtern und warum Sie überwacht werden? Weil diese Leute Angst vor Ihnen haben.

S.C.: Angst vor mir? Sie scherzen?

A: Diese Soldaten und Spione, die die beeindruckendste Armee der Welt bilden, haben alle trotz ihrer Stärke vor jedermann Angst, der Worte verwendet ...um die Wahrheit zu sagen. Sie haben Angst von jenen, die die Wahrheit sagen. Es sind sehr schwache Leute. Wir können diesen Kampf gewinnen, obschon unsere Mittel, verglichen mit ihren, miserabel sind, aber wir haben den Willen und den Mut, den sie nicht haben.

S.C.: Was ich sehe, seitdem ich im Westjordanland reise, ist zweifellos weniger entsetzlich als dass, was in Gaza geschieht, aber für mich ist es bereits zu viel, ich kann es nicht ertragen. Als ich eine Menschengruppe sah, die wie eine Herde am Checkpoint von Bethlehem eingezäunt war, kamen mir die Tränen, ich habe geweint. Und auch als ich in die Nähe von Nablus kam und die schweigenden Menschenmengen sah, die darauf warteten, dass die Soldaten die Güte zeigten, sie raus zu lassen. Sie, die Palästinenser, sind so stark trotz all dieser Erniedrigungen, die ihnen auferlegt werden. Weinen Sie manchmal?

A: Selbstverständlich weine ich. Ich weinte häufig in der letzten Zeit beim Anblick von den Familien, die ermordet worden sind. Ein Viertel der Opfer sind Kinder.

S.C.: Weint Ihre Ehefrau auch?

A: Ja häufig. Überall hier im Gaza-Streifen oder im Westjordanland gibt es Menschen, die vom Unglück betroffen sind, es zerbricht unser Herz. Wir sind dasselbe Volk und wir leiden miteinander. Wir formen eine einzige und einzigartige Einheit.

[1] Es könnte sich um den Film handeln, der vor kurzem von Arte gezeigt wurde.

P.S.: Dieses Interview wurde per Internet und Telefon geführt.

Deutsche Übersetzung : Monica Hostettler & Anis Hamadeh

Französische Version:
www.ism-suisse.org/news/article.php?id=5074&type=analyse&lesujet=Interviews
und: www.islamiya.info/modules.php?name=News&file=article&sid=6274
Dispatch from Gaza: We Suffer Together
Testimony recorded by Silvia Cattori on July 14, 2006
(Translated from French by Henry See)

Our friend Swiss journalist Silvia Cattori is in Palestine reporting on the criminal actions of the Israeli army in Gaza. She sent us (Signs of the Times) this report.

The testimony of this Palestinian living in the north of Gaza gives an idea of the way Palestinians are reacting to the events that are hitting them.

Silvia Cattori: What is the mental state of the population after weeks of bombings and deprivations?

A: We have suffered. We are in a dramatic situation. The Israeli army has entered up to Saladine Street; the military has cut Gaza in two: it is like it was before. They have installed a base. There are a dozen tanks with bulldozers. They are in the process of razing land, greenhouses; they are destroying all that remains of life. For two weeks, the F-16s and the drones bomb and destroy our homes. There are hundreds of dead and badly wounded.

S.C.: Is it blind bombing of everything as opposed to bombing that is targeting "terrorists"?

A: The day before yesterday, for example, the Israelis attacked a house, assassinating an entire family, under the pretext that it sheltered Mohamed Daif, the head of those firing the Qassam rockets. However, it wasn't true. Unfortunately, an entire family, a father, a mother, five daughters and two sons lost their lives.

S.C.: Having cut Gaza in two, are the soldiers threatening the population from this position?

A: Yes, their tanks, posted in the centre of the Gaza Strip, between Del Balla and Kahn Younes, are currently firing rockets - just like in the north of Gaza.

S.C.: Are the tanks moving?

A: No, the Israeli soldiers are chicken; they are afraid of being attacked by the resistance.

S.C.: Do the members of the Hamas Government still show themselves on the street?

A: We are seeing no one. They are all on the list of the next assassinations. They only come out when they have a rendez-vous, but it is always done with great secrecy.

S.C.: During the two weeks of the bombings that have left you without water, without electricity, without food, have you been afraid for your family?

A: The first attack by the Israeli planes at Betlaya was near my house. It was there that there were a large number of wounded and killed. The children were in a panic. Fearing that Israel would attack our neighbourhood, we left our house to move away from the zone. Now, we have returned home.

S.C.: How do people put up with living in such a horrible situation? Do they want you to free the captured soldier as quickly as possible to end Israel's pretext to continue the collective punishment?

A: The majority of the Palestinians support the position of the resistance, the position that the soldier won't be released until Israel releases 1000 of the weakest prisoners they hold, women and children. Prisoners that are living - contrary to the Israeli propaganda film shown recently on television in the west that we have heard about - under inhuman conditions. This film didn't talk about the torture of the prisoners, didn't show prisoners being held like beasts in tents, plagued by insects and disease, didn't say that most of the prisoners can only see their families once every six months. [1]

S.C.: Has the accord signed between Fatah and Hamas two weeks ago taken affect?

A: They were speaking of an entente. But on the ground, it is the contrary. The Fatah militia continues their assassinations, so the Palestinians continue to be threatened by two enemies: that is, by Israel and by those Palestinians who are collaborating with the occupier in order to destablize Hamas. The Israeli attacks actually prevented a civil war between Palestinians. At this moment, each Palestinian, no matter what party, feels above all like a target of Israeli shooting.

S.C.: Can even the father of a family like you, who has nothing to do with the resistance, be hit by what they call a targeted assassination?

A: You must know that our crime is being Palestinian, to belong to Palestine. If I find myself by chance in the same taxi as someone that an Israeli plane wants to assassinate, I can be killed.

S.C.: For that you will have to face more and more aggression? The Israeli army has announced that Operation Summer Rain will last as long as necessary.

A: You know that Israel is government by lunatics at this moment. They are narrow-minded politicians. They have unleashed war in Gaza, and, as of two days, they have declared war on Lebanon. Maybe that will give us a bit of a break because the pressure is only longer only concentrated on us.

S.C.: One thing that is worrisome in any situation of war is the trauma undergone by the children. Are they still normal after all they have had to endure?

A: The other day I wanted to take my kids to the sea. My three-year-old daughter started to cry. She said, "No, Daddy, I never want to go to the beach again." I asked her why. "I don't want to die." I said, "OK, if you don't want to die, I'll go with your brothers and sisters." "You neither. No one should go to the beach," she cried. You can see how a three-year-old child reacts after seeing on television the family massacred on the beach. If I talk about the beach, she cries.

S.C.: Were the victims these last months people like you, people who are not armed, who have no protection, and who do not harm anyone?

A: Almost all of the victims are civilians. However, the Israeli army justifies the bombings of families who are eating or sleeping saying that there are fighters among them. There are members of the resistance, but they aren't among these victims. Everyone in Palestine, with the exception of the collaborators, is a resistor in spirit.

S.C.: With such a catastrophic situation, one that is ongoing, in what kind of mental state are you?

A: We continue to live in spite of the unlivable situation Israel imposes upon us. We are accustomed to living this life that isn't a life. There is no food, there is only brackish water, there is no electricity. This is our life. But it is better than living a life were we crush ourselves.

S.C.: How will you be able to rebuild yet again the entire infrastructure that the Israel bombing is destroying? Do you think they can be put back in action quickly?

A: The Israelis will never leave standing anything we build. Each time that we repair the transformer in the north or the south of Gaza, they bomb it again. We have yet to hear any protests from the Arab or European states. Some states have condemned the Israeli operations, but their condemnations are too weak. It isn't enough to make Israel back off. From the moment that Europe cut off our aid, it meant they have been collaborating with Israel in its collective punishment, to starve us and to make us suffer more.

S.C.: Do you have the impression that the journalists who obtained permission to enter Gaza have been correctly informing the world on the suffering you are undergoing?

A: It is always the same thing, whether they come or not. I would have been very happy it if had been you who had gotten permission to come, because I am certain you would have reported with honesty. We follow the news. It is always a superficial and Israeli version of things that is shown. The suffering of the people, our pain, all those at CNN, Fox News, the BBS, have no idea what it is. They lie in our faces. We watch their lies live.

S.C.: Don't you think that those journalists that ignore your reality and repeat the same things are led into error by the Palestinian chauffeurs and guides accompanying and supervising them and informing them in a biased way?

A: All they have to do is what you do, go out into the street and get people to talk. It's not by them all staying in the same five star hotels in Gaza that they will be able to find the truth.

S.C.: They don't go out into the streets?

A: Even when they go, they conform to the information given by Israeli press officers or the supervision of their agencies. At the end of the day, they say what their Jerusalem or other office tells them to say and don't say what they have been told not to say. You're a journalist; you should know how it works.

S.C.: I wasn't able to enter Gaza this time and can't report on what is happening to you. It makes me all the more sad because I have remained very attached to the place and I knew so many Palestinians who were suffering and two members of the ISM as well as the London journalist James Miller - who wanted to report about your suffering and the assassination of children - who were killed in 2003 by the Israeli army.

A: They won't let you in because you are too honest. Israel well knows that you do not look at our reality in the same way as the journalists who generally come here. If you were seeing everything through the eyes of Israeli propaganda, you could have entered Gaza....

S.C.: I was interrogated by the Israel secret service Sabak on my arrival at Ben Gurion airport. Won't I put any Palestinian I meet into danger if these services, which have their spies on every Palestinian street, are watching me now?

A: You can't put anyone in danger. Every Palestinian is in danger. At any moment, the drone that is flying overhead can strike me. Don't let yourself be intimidated. Do you know why they intimidated you when you arrived and why they follow you? Because those people are afraid of you.

S.C.: Afraid of me? Are you joking?

A: All of these soldiers and spies that make up the most formidable army in the world, in spite of their power, are afraid of anyone who uses his words...to speak the truth. They are afraid of those who speak the truth. They are weak people. We can win this fight even though our means are nothing compared to theirs, because we have the will and the courage that they don't have.

S.C.: What I have seen since I started traveling through the West Bank is without a doubt less atrocious than what is happening in Gaza, but, believe me, it is already too much to support. I cried when I saw a group of people being held like animals in an enclosed space at the checkpoint in Bethlehem. I cried when I arrived in Naplouse and I saw the crowd of silent people who were waiting for the soldiers to condescend to let them leave. You Palestinians seem so strong in the face of all of these humiliations they impose. Do you cry sometimes?

A: Of course I cry. I often cry now when I see all of these families who have been assassinated. A quarter of the victims are children.

S.C.: Does your wife cry, too?

A: Yes, often. Everywhere around, here in Gaza, or over there in the West Bank, are people struck by misfortune that breaks your heart. We are one people and we are suffering together. We are one unique body.

[1] It may be the film recently shown by the television network Arte.

P.S.: This interview was conducted via internet and telephone.

Translated by Signs of the Times

Published at:
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