Ein Streit
Es ist noch früher Nachmittag
und unsre Zungen schlagen
sich auf verschlungenen Pfaden,
sie stellt mir hunderte Fragen:
Es geht um unser Versagen,
um all die Wunden und Narben.
Sie soll ma´ runterkomm´
Hab ich ihr schon vor Stunden geraten.
Sie kotzt sich aus, daß ich ein Schwein sei,
und sie im Grunde verarsche.
Ich geb noch einmal Konter,
ich will noch eine Runde wagen.
Wir streiten Stundenlang
Unter Zwang -
draußen dunkelt der Abend.
Ich mach uns heller als Licht
Und red uns bunter als Farben.
Ich entblöße meine Seele,
als würd ich Kunden erwarten.
Sie? Prüft wo mein Gürtel hängt,
um drunter zu schlagen.
Ich hab es munter ertragen
wie hundert Pfunde auf Waagen
Und dann gesagt ich geh´aufs Klo,
doch bin verschwunden im Garten.
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Winter
Kälte befällt die Welt und es fällt schnee auf Zedern,
Sommer geht, Herbst geht so vergehen auch Leben,
und der Schnee der fällt wird für die Welt zum Leichentuch
die meisten stört dein Sterben nicht - wenn du es leise tust,
auch ich falle - mit den Flocken zu Boden,
und mein Geist legt sich nieder auf die trockenen Soden
und ich erstarre - mit den Flüssen und Seen
Doch die Natur verläuft im Kreis und auch wir müssen uns drehn
Ich kauer und lauer - schaue - warte auf´s Tauen,
ich gebe alles dran dem Leben in die Karten zu schauen
Schluß mit Schlafen - Zeit auf Taten zu bauen,
doch wohin uns das führt? Ich kann nur raten und staunen
Um in den Garten zu schauen müssen erst Eisblumen welken,
Es liegen zwischen Scheisse reden und dem Scheiss tun Welten
Wind bringt den Frühling ich fühl ihn - halt den Atem an,
wir können nicht warten mann - uns treibt der Tatendrang.
Bleistift-Aphorismus
Ein Bleistift mit Radiergummi daran.
Das ist dem Menschen nicht so fern.
Ein Ding mit kreativem Potenzial,
das seines Werks Vernichtung trägt.
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