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ALA'S ROOM

Terror-Melonen und Nachbarsmädchen

Die Kindergärtnerin in unserem Dorf pflegte uns folgendes Rätsel zu stellen: "Was ist außen grün, innen rot und hat schwarze Knechte?"

Ich antwortete am schnellsten, dass es die Wassermelone sei, auf eine Extra-Mahlzeit Weizen hoffend, oder auf mehr freie Zeit, die ich spielend auf der Schaukel verbringen konnte.

Mit der Wassermelone verband mich eine innige Beziehung. Nicht wegen ihrer schönen Augen, sondern wegen der schwarzen Melonenkerne, um deren Erhalt ich mit meinen Geschwistern wetteiferte, jedes Mal, wenn eine Wassermelone unseren Weg kreuzte. Wir rösteten sie, nachdem wir sie in den Sonnenstrahlen im Dorf getrocknet hatten.

Ich verrate Ihnen kein Geheimnis mehr, wenn ich heute zugebe, dass ich mir aus Melonenkernen nicht allzu viel machte. Vielmehr brauchte ich sie, um sie dem Nachbarsmädchen anzubieten, in der Hoffnung, damit ihre Zufriedenheit zu erreichen.

Ja, ich füge meinen Bekenntnissen hinzu, dass ich einmal sogar eine Wassermelone aus dem Haus gestohlen habe. Ich schlachtete sie im Garten und hinterließ sie abgefräst in ihrem Blut, nachdem ich ihr die Kerne entwendet hatte, bevor einer meiner Geschwister mir darin zuvor kam.

Am Schluss jedenfalls heiratete das Nachbarsmädchen und meine Geschichte mit der Wassermelone fand mit dieser Szene ihr tragisches Ende. Seit dieser Zeit mag ich Wassermelonen nicht mehr besonders und selbst in den Ebenen meines Dorfes wuchsen keine mehr. Man sagte mir, es liege daran, dass die Besitzer begonnen haben, dort Tabak anzubauen, weil der Kilopreis so hoch sei wie tausend Melonen. Daher sagt das Sprichwort: "Unser Dorf ist erschlossen, während wir arabischen Tabak rauchen."

So viel einleitend, um Sie zur Wassermelone zu führen. So wie unten auf dem beigefügten Foto drei Wassermelonen hinter einer Besatzungssperre aufgestellt sind, so fragt die eine die andere: "Glaubst du, man lässt uns durch?" Die zweite fürchtet sich, weil sie ein wenig dick ist und hofft, dass die Soldaten nicht von ihr verlangen, ihre Schale abzulegen. Die dritte hat keine Genehmigung und ist unter dreißig, dazu noch aus Nablus.

Die drei Melonen waren auf dem Weg zum Hisba Baita. "Hisba" nennt man den Gemüsemarkt, und direkt vor dem Gemüsemarkt war die Sperre. Verboten der Durchgang für alle Arten von Gemüse und Obst, die Hisba war ein geschlossenes Militärgebiet. Die drei Wassermelonen fürchteten sich und sie fragten einander: "Was glaubt ihr, wen die suchen?"

Die erste dachte, dass man nach einer Honigmelone suchte. Die zweite sagte: "Nein, es könnte der gelbe Paprika sein." Die dritte blieb stumm, denn sie hatte keine Genehmigung und Angst davor, des Terrorismus verdächtigt zu werden.

So blieben die drei Wassermelonen an ihrem Ort, bis irgendwann der grüne Paprika erschien und mit ihm die Honigmelone und etwas Blumenkohl. Sie versuchten, die Belagerung aufzuheben, doch bekamen sie zur Antwort, dass es eine Anordnung gebe und dass dies Militärgebiet sei.

Die Wassermelone war zum Terroristen geworden, und wäre da nicht meine Angst, selbst des Terrors verdächtigt zu werden, würde ich wieder zum Jungen von damals und zu meiner Liebe zur Wassermelone zurückkehren. Dieses Mal wegen ihrer schönen Augen und nicht wegen des Nachbarsmädchens.

Diese Geschichte ist nicht erfunden und die handelnden Personen real. Es geschah am 21. Mai 2006. Der Gemüsemarkt liegt im Dorf Baita, südlich von Nablus. Nur die Person des Nachbarsmädchens ist entliehen.

Alaa Badarneh,
21.05.2006

(Übersetzung: Anis)


بطيخ إرهابي      Terror-Melonen


بطيخ إرهابي وبنت الجيران

كانت معلمتي في روضة القرية دائما تعطينا الفزورة التالية

(اشي من برى اخضر ومن جوى احمر وعبيد سود)

كنت اسرع في الاجابة بانه البطيخ املا بالحصول على وجبة اضافية من البرغل او مزيدا من الوقت اقضيه في اللعب على المراجيح

كانت تربطني مع البطيخ علاقة حميمة ليس من اجل سواد عيونو وانما من اجل العبيد السود التي كنت اتسابق مع اخوتي كلما زارتنا بطيخة للحصول على بزر البطيخ وتحميصه بعد تنشيفة تحت اشعه شمس القرية

ولا اخفيكم سرا ان اعترفت لكم الان بانني لم اكن احب بزر البطيخ كثيرا وانما لتقديمه لبنت الجيران املا بالحصول على رضاها

واضيف الى اعترافاتي بانني يوما (سرقت) بطيخة من المنزل ونحرتها في الحديقة وتركتها مدرجة بدمائها بعد ان سرقت منها بزرها قبل ان يسبقني احد اخوتي في ذلك

المهم  في النهاية بنت الجيران تزوجت وانتهت قصتي مع البطيخ بمشهد ماساوي  ومند ذلك الوقت وانا لا احب البطيخ كثيرا وحتى سهول قريتي لم تعد تثمر بطيخ

 البطيخ قالوا لي ان سبب ذلك هو ان اصحابها اصبحو يزرعونها بالتبغ لان سعر الكيلو الواحد منه بالف بطيخة لهذا يقول المثل......

يعبد بلدنا والتتن مشروبنا   ......   والتتن تعني الدخان العربي) )

هذه كانت مقدمة لاصل معكم الى البطيخ

في الصورة المرفقة ثلاث بطيخات تصطف خلف عائق احتلالي او( مخصوم) كما  هكذا اعتاد الفلسطينيون على تسميته

كل بطيخة تحدث الاخرى ترى هل سيسمح لنا بالعبور؟ والثانية كانت خائفة لانها منتفخه قليلا كي لا يطلب منها الجنود ان تخلع قشرها والثالثه لا تحمل تصريح و تحت سن الثلاثين ومن سكان نابلس

البطيخات الثلاث كانت متجهه الى حسبة بيتا (والحسبة) هي سوق الخضار وعلى مدخل الحسبة كان المخصوم

ممنوع الدخول لكل انواع الخضار والفواكه الحسبة منطقة عسكرية مغلقة

خافت البطيخات الثلاث وكل واحده تسال الاخرى ترى عمن يبحثون؟؟

الاولى اعتقدت انه عن الشمام والثانية قالت لا قد يكون الفلفل الاصفر والثالثه بقيت صامته فهي لا تحمل تصريح وتخاف ان يتهموها بالارهاب

بقيت البطيخات الثلاث مكانها وتظاهر الفلفل الاخضر ومعه الشمام وقليل من الزهرة في محاولة لفك الحصار لكن الرد جاء ان هناك قرار فالمنطقة عسكرية مغلقة

البطيخ اصبح ارهابي ولولا خوفي من اتهامي بالارهاب لعدت مراهقا لاعيد الكرة في حبي للبطيخ لكن هذه المرة لسواد عيونو وليس من اجل بنت الجيران

...... القصة ليست من واقع الخيال وشخصياتها حقيقية وحدثت اليوم 21 ايار 2006 والحسبة تقع في قرية بيتا جنوب نابلس وبنت الجيران شخصية مستعارة لشخصية اخرى

علاء بدارنة

21 ايار 2006

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