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Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
November 2006
Weiter Dezember 2006

Anis Online, 27.11.06, "Pilgerschaft für eine Zukunft ohne Krieg. Besprechung des Buches 'GRACE' von Sabine Lichtenfels (2006) / Pilgrimage for a Future without War. Review of the Book 'GRACE' by Sabine Lichtenfels
www.anis-online.de/1/orient-online/grace.htm

junge Welt, 27.11.06, "'Israel muß boykottiert werden.' Bedingungslose Unterstützung der Besatzungspolitik soll ihren Preis haben. Ein Gespräch mit Ilan Pappe" von Andrea Bistrich
http://www.jungewelt.de/2006/11-27/011.php Darin Pappe: "Die Nakba wird geleugnet, in erster Linie, weil Europa ein Problem damit hat, die Verantwortung für die Katastrophe zuzugestehen. Europa war froh, den Juden für den Holocaust eine Kompensation geben zu können - auf Kosten der Palästinenser. Und es war nur allzu bequem, nicht über die Verbrechen, die 1948 begangen wurden, sprechen zu müssen. Ein ähnlicher Schuldkomplex leitete die amerikanische Politik und führte dazu, daß - zusammen mit weiteren Überlegungen - Israel der Frontstützpunkt des amerikanischen Imperialismus im Nahen Osten wurde. Was Israel als Gegengabe von den Amerikanern dafür verlangte, war, die Nakba nicht mit dem Friedensprozeß oder mit der Palästinafrage in Verbindung zu bringen." - Ilan Pappe lehrt Geschichte an der Universität Haifa in Israel. Er gehört zur Gruppe der "Neuen Historiker".


Anis Online, 25.11.06, "Artie Fishel and the Promised Band: Besprechung von Gilad Atzmons neuer CD/Artie Fishel and the Promised Band: Review of Gilad Atzmon's new CD"
www.anis-online.de/2/artclub/artie_fishel.htm

Anis Online, 25.11.06, "Annettes Palästina-Reisebericht"
www.anis-online.de/1/ton/34.htm


Anis Online, 19.11.06, "Morddrohung gegen israelkritischen Journalist / Life of Journalist Critic of Israel Threatened"
www.anis-online.de/1/ton/32.htm


Seen Nov. 18, 2006, "Palestinians are the Priority: an open statement of commitment to the Palestinian Solidarity Cause
www.PetitionOnline.com/grosveno/ Quote: "The indigenous people of Palestine are facing extermination by the hands of the Jewish State, and the world keeps silent. The sooner we draw public attention to Israel's needless wanton destruction, the sooner we can do away with this horrifying, insufferable situation." - The sentence: "Our primary and single concern is solidarity with the Palestinian people" is to be discussed, because the overall concern certainly is the healing of the world, yet the petition is necessary in view of continuing war crimes that are tolerated globally by our societies and in view also of a Palestinian current that seeks to acknowledge the occupying force without any legal basis and without consulting the concerned society, especially the refugees, as if they had forgotten about the fact that there cannot be peace without justice. The petition does consider that: "We accept and believe in equality of all persons, regardless of their race, religion, political or other orientation. We believe that full and unconditional support of the Palestinian people is a condition sine qua non for activists to adopt, and we recognise that their attachment to their homeland is a fundamental and unalterable condition. To that end we advocate for one unified State with equal rights for all its citizens." Thus the term "unconditional" in this context denotes a principle derived from the Human Rights and not another camp egoism.


Anis Online, 17.11.06, "Israelische Regierung verhöhnt die Opfer ihrer Kriegsverbrechen - und Europa lässt dies geschehen" von Khalid Tatour
www.anis-online.de/1/ton/33.htm


15.11.06, Frankfurter Rundschau, "Freundschaft und Kritik. Warum die 'besonderen Beziehungen' zwischen Deutschland und Israel überdacht werden müssen / Das 'Manifest der 25'" von Dieter Arendt, Detlev Bald, Johannes Becker, Jörg Becker, Tilman Evers, Marianne Gronemeyer, Reimer Gronemeyer, Karl Holl, Karlheinz Koppe, Gert Krell, Georg Meggle, Werner Ruf, Hajo Schmidt, Udo Steinbach, Reiner Steinweg, Helmut Thielen, Wolfram Wette, Hanne-Margret Birckenbach, Ernst-Otto Czempiel, Egbert Jahn, Gert Krell, Irene Krell, Gerald Mader, Hannah Reich, Erich Schmidt-Eenboom, Christian Wellmann
www.fr-online.de/in_und_ausland/dokumentation/?sid=524505... Darin: "Es ist der Holocaust, der das seit sechs Jahrzehnten anhaltende und gegenwärtig bis zur Unerträglichkeit gesteigerte Leid über die (muslimischen wie christlichen und drusischen) Palästinenser gebracht hat. Das ist nicht dasselbe, als hätte das Dritte Reich einen Völkermord an den Palästinensern verübt. Aber zahllose Tote waren auch hier die Folge, das Auseinanderreißen der Familien, die Vertreibung oder das Hausen in Notquartieren bis auf den heutigen Tag. Ohne den Holocaust an den Juden würde die israelische Politik sich nicht berechtigt oder/und gezwungen sehen, sich so hartnäckig über die Menschenrechte der Palästinenser und der Bewohner Libanons hinwegzusetzen, um seine Existenz zu sichern. Und ohne den Holocaust erhielte Israel dafür nicht die materielle und politische Rückendeckung der USA, wie sie sich v.a. seit den neunziger Jahren entwickelt hat. (...) Als Deutsche, Österreicher und Europäer haben wir nicht nur Mitverantwortung für die Existenz Israels, die, nachdem die Geschichte nun einmal diesen Gang genommen hat, ohne Abstriche für alle Zukunft zu sichern ist, sondern auch eine Mitverantwortung für die Lebensbedingungen und eine selbstbestimmte Zukunft des palästinensischen Volkes." Und: "Zusammen mit dem eingangs erwähnten unausgesprochenen Verbot offener Kritik an israelischen Entscheidungen stärkt der Philosemitismus in Deutschland den Antisemitismus eher als dass er ihn schwächt." - Wichtige Dokumentation, seltener Artikel. Die Fakten sind lange bekannt, nur dass etablierte deutsche Zeitungen darüber sprechen, ist neu. Der Beginn einer neuen Entwicklung? Höchste Zeit ist es allemal.


11.11.06, FAZ, S.1, "Kleine jüdische Wunder" Kommentar von Hans Riebsamen
Darin: "Juden besitzen aus leidvoller Erfahrung häufig einen feinen Sinn für Risse im Zivilisationsfirnis einer Gesellschaft. Ihr Frühwarnsystem setzt oft ein, bevor andere eine Gefahr erkennen können." - Der Topos vom seismografischen Juden, ein typisches Klischee unserer Zeit. Wenn "wir" noch keine Gefahr erkennen, erkennt der Jude sie bereits. Über die jüdische Gemeinschaft in Deutschland heißt es: "Sie müssen die Neuen integrieren, ihnen den Weg in die deutsche Gesellschaft ebnen - und sie müssen sie vor allem zu echten Juden machen." - Was ist ein echter Jude? Auf jeden Fall ein Klischee. Der Kommentar endet mit: "Längst stellt diese Unterstützung nicht nur ein Abgelten historischer Schuld dar. Vorausschauende Politiker und Bürger wissen, daß diese Investition sich spätenstens dann auszahlen werden, wenn die jüdische Minderheit in Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst wieder Großes leistet - wie früher." - Ein wesentliches Problem in Deutschland ist Rassismus gegenüber Juden und anderen Menschen. Für die FAZ kann es nur entweder den bösen oder den guten Anderen geben. Die Juden spielen dabei die Rolle des Guten. Ein objektiver Blick auf die Situation wird dadurch unmöglich gemacht.

Weiter Oktober 2006
 
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