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Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
01.08.2006
Weiter 02.08.06

01.08.06, Link zu: NISCVT: Libanonkrieg Tag 18 + 19 (Erhalten von Flüchtlingskinder im Libanon e.V.: www.lib-hilfe.de)

01.08.06, Bildzeitung, "Nahost kommt nicht zur Ruhe: Israel erwartet 'Schmerz, Blut und Tränen'" von Bild.T-Online.de
www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/08/... Beginnt mit: "Auch gestern lieferten sich israelische Soldaten und radikale Hisbollah-Milizen erbitterte Kämpfe. Nach Angaben der Hisbollah wurden 35 israelische Soldaten getötet." - Andere Opfer werden nicht genannt.

01.08.06, Bildzeitung, "Hass-Demo in Berlin: Dürfen Demonstranten Israel den Tod wünschen?" von H.-J. Vehlewald und J. Topar
www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/08/... Darin: "3500 aufgeputschte Extremisten zogen bei einer Hass-Demo zum Potsdamer Platz, schrien immer wieder 'Tod Israel!', beschimpften US-Präsident George W. Bush als 'Terrorist Nr. 1' - unter den Augen der Berliner Polizei. IST SO WAS WIRKLICH BEI UNS ERLAUBT?" und: "CDU-Bürgermeister-Kandidat und Verteidigungsstaatssekretär Friedbert Pflüger lässt das nicht gelten: 'Wir alle wollen Waffenruhe im Nahen Osten. Diese Stadt ist weltoffen und tolerant gegenüber jeder Kultur und Religion. Aber wer mit unerträglichen, antisemitischen Hassparolen durch die Berliner Straßen zieht, der muss bestraft werden. Hassprediger und Terroranhänger können wir in der deutschen Hauptstadt nicht dulden.' Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) lässt jetzt prüfen, ob die Veranstalter rechtlich verfolgt werden können." HIer sieht man schön, wie der Holocause für Propagandazwecke missbraucht wird. Kritik an Israel wird zu Antisemitismus umgedeutet und die Bildzeitung leitet das an Millionen von Menschen so weiter. Wer weiß, wer da wirklich "Tod Israel" gerufen hat und selbst wenn, darf man deshalb nicht die Demonstration gegen den israelischen Terror diffamieren. Aber vielleicht merken ja nun mehr Leute, wieso Palästinser überhaupt so unterdrückt werden können. Es ist genau diese Masche, mit der der israelische Terror funkltioniert: Man schüchtert die Umgebung mit dem Antisemitismusvorwurf ein. Ich halte das für ein Verbrechen. Gruß an Herrn Pflüger.

01.08.06, FR, "Eine Chance für Nahost" von Inge Günther
Darin am Schluss: "Israel hat in jüngster Zeit öfters behauptet, nicht nur für sich, sondern für die ganze freie Welt gegen die Hisbollah zu kämpfen. Da ist sogar was dran. Doch jetzt ist es für die zögerlichen Europäer an der höchsten Zeit, einem Partner zu sagen, dass es reicht, dass eine weitere Fortsetzung dieses Krieges wirklich nicht in seinem wahren Interesse liegen kann." - Für die ganze freie Welt gegen die Hisbollah kämpfen... Ohne Feind kann der Westen nicht existieren, das zeigt die Geschichte. Der findet immer schnell einen neuen Feind.

01.08.06, The Independent, "A Nato-led force would be in Israel's interests, but not Lebanon's" by Robert Fisk
http://news.independent.co.uk/world/fisk/article1207612.ece

01.08.06, junge Welt, S. 1, "Bombige Waffenruhe" von Rainer Rupp
www.jungewelt.de/2006/08-01/012.php

01.08.06, junge Welt, S. 3, "Wider die Besatzung. Unterwegs im neuen Nahen Osten: Kritik an einseitiger Haltung der Bundesregierung. Libanesen fordern Friedensbewegung und Gewerkschaften in Deutschland zu Solidarität auf" von Wolfgang Gehrcke
www.jungewelt.de/2006/08-01/012.php Darin: "'Die Politik der Bundesregierung im Nahen Osten ist eine Schande', sagte Anwar Al Kahlil. Er vertritt die Regierungsmehrheit im Auswärtigen Ausschuß (im Libanon, A.H.). Seine Argumente: Die Bundesregierung fordere keinen sofortigen Waffenstillstand, sie habe zusammen mit Großbritannien und den USA Israel grünes Licht für den Krieg gegeben. Ihre Argumente stützten ausschließlich die israelische Position. Er belegt seine Behauptung: Die Bundesregierung fordere die Umsetzung der UN-Resolution 1559 zur Entwaffnung der Hisbollah. Warum verschweigt die Bundesregierung, fragt Al Kahlil, daß die libanesische Regierung einen Dialog in Gang gesetzt hat, um diese Forderung zu erfüllen? Wer habe Israel mandatiert, mit einem Krieg die Hisbollah zu entwaffnen? Warum sei Deutschland dafür, daß in Südlibanon ausländische Truppen stationiert werden sollen? Das versteht Al Kahlil als Besetzung Südlibanons. Wenn schon ausländische Truppen, so fragt er, warum nicht auch zugleich im Norden Israels?" - Die Antwort ist leicht: Weil die deutsche Regierung die Interessen der israelischen Regierung vertritt und sie ihr Gehirn an der Garderobe abgegeben hat.

01.08.06, Spiegel Online, "Israel will Bodenoffensive ausweiten. Der Nahost-Krieg steht vor einer gefährlichen Eskalation: Israels Sicherheitskabinett hat beschlossen, die Bodenoffensive im Südlibanon auszuweiten. 'Wir müssen bereit sein für Schmerz, Tränen und Blut', sagte Israels Ministerpräsident Olmert." von hen/dpa/AP/AFP/Reuters
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,429496,00.html Darin: "Man werde solange kämpfen, 'bis wir sie (die Hisbollah) von unseren Grenzen zurückgedrängt haben.' 'Es gibt keine Waffenruhe und es wird in den kommenden Tagen auch keine Waffenruhe geben', sagte Olmert weiter. 'Wir müssen bereit sein für Schmerz, Tränen und Blut.' Der 'Krieg' könne erst beendet werden, 'wenn die Bedrohung (durch die Raketen der Hisbollah) beseitigt ist, unsere verschleppten Soldaten in Frieden nach Hause zurückkehren und ihr in Sicherheit und Frieden leben könnt', sagte Olmert an die Bürgermeister der Ortschaften in Nordisrael gerichtet." - Die deutsche Öffentlichkeit toleriert diesen Krieg, weil sie dem Grundargument Olmerts folgt. Dass nämlich die Hisbollah Verursacher der Situation sei. Israel hat den Bonus, dass es nie als Verursacher einer negativen Sache zur Rechenschaft gezogen wird. Ähnlich wie Eltern, die für die Kinder grundsätzlich jenseits der Kritik stehen. Man mag Qana ablehnen, aber würde sich nicht gegen Israel stellen. So ähnlich muss es damals in Deutschland gewesen sein, als der Führer jenseits der Kritik stand.

01.08.06, Spiegel Online, "DEBATTE. Mit Sitzblockaden gegen die Hisbollah? Leidenschaftlich wird in Deutschland diskutiert, ob die Militärschläge der Israelis im Libanon angemessen sind. Doch wie sollten sie sich gegen die Angriffe der Hisbollah sonst zur Wehr setzen? Etwa mit Sitzblockaden entlang der israelisch-libanesischen Grenze?" von Henryk M. Broder
www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,429217,00.html Darin: "Die alte Frage: 'Warum haben sich die Juden nicht gewehrt?' ist out. Heute wird den Juden zur Last gelegt, dass sie sich wehren und aus dem letzten Versuch einer Endlösung der Judenfrage die Lehre gezogen haben, dass es besser ist, sich beizeiten zu wehren, statt sich hinterher bemitleiden zu lassen." - Broder kann nur in Klischees über Juden und Deutsche sprechen, das hat er hinlänglich gezeigt. Die von ihm so genannte "Endlösung der Judenfrage" ist ein Wahn, der abwechselnd Palästinensern, Hisbollah, Ahmadinedschad angehängt wird, weil Saddam nicht mehr da ist. Da findet sich immer einer, für Broder sowieso. Das Uralt-Klischee des wehrhaften Juden wird in diesem Kontext von Broder verwendet, obwohl man das Vom-Zaun-Brechen eines Krieges kaum als Sich-Wehren verstehen kann. Lustig wird es, wenn über die UNO Sätze wie dieser fallen: "So verschwand die Uno-Resolution 1559 im Nebel der Geschichte, und die Israelis, die nur in kurzen Zeiträumen denken und planen können, sagten sich: 'Ichije tov', es wird schon gut gehen, irgendwie." - Die armen gutgläubigen Juden, sagt Broder, und hat die Dutzenden von Resolutionen vergessen, die die UNO gegenüber Israel formuliert hat und die sämtlich "im Nebel der Geschichte verschwunden" sind. Warum verlangt er nur die 1559? Für Broder dreht sich alles um das Verhältnis zwischen Juden und Deutschen, die Situation selbst verliert sich darüber, wie hier: "So tritt die 'Wiedergutwerdung der Deutschen', die Eike Geisel schon vor 20 Jahren vorausgesagt hat, in die finale Phase. Der 'Holocaust' wird outgesourct, er findet heute in Palästina statt. Was mit der Frage: 'Warum haben sich die Juden nicht gewehrt?' begann, hört mit der kühlen Feststellung auf, dass die Juden nichts aus der Geschichte gelernt haben, dass sie den Palästinensern das antun, was die Nazis ihnen angetan haben. Und dass es die Aufgabe der Deutschen ist, sie zu ermahnen und zu erziehen. Ahmadinedschads willige Helfer wollen für Israel nur das Beste." Man sieht hier deutlich die Verantwortung von Deutschen, darauf hinzuweisen, dass der Genozid nicht von der arabisch-islamischen Welt stammte, sondern von Deutschland. Dass es sich um einen Verfolgungswahn handelt, der nicht mehr aktuell ist. Wobei natürlich die monströse Gewalt des sich selbst Judenstaat nennenden Israel zu großer Abneigung seiner Nachbarn geführt hat. Mit seiner Kritik an Deutschland hat Broder also prinzipiell Recht. - Gegenüber dem Journalisten Michael Lüders, der kürzlich schrieb: "Selbst wenn es Israel gelänge, morgen Hamas und Hisbollah zu besiegen, gäbe es übermorgen neue Gruppen unter anderen Namen, die den Kampf gegen die Allmacht der Achse Washington-Jerusalem fortsetzen würden", mutmaßt Broder, er würde dies aus "klammheimlicher Schadenfreude" sagen. Dabei ist es eine Binsenweisheit. Man sieht immer wieder, wie es nicht um die Situation vor Ort geht, sondern darum, wie die deutsche Öffentlichkeit sich positioniert. Broder hat - so wie ich es sehe - keine Ahnung vom Nahen Osten, es ist ihm auch egal. Ich glaube, auch Israel ist ihm egal, denn er hilft gut dabei mit, dass Israel sich selbst völlig zerstört. In seiner Nabelschau sieht er überall Antisemitismus: "Im Gegensatz zu 'Terror' setzt Nahostexperte Lüders 'die Allmacht der Achse Washington-Jerusalem' nicht in Anführungszeichen, die ist für ihn real. Früher nannte man so etwas den 'jüdisch-amerikanischen Griff nach der Weltherrschaft', heute wünscht sich nicht nur der iranische Präsident Ahmadinedschad 'eine Welt ohne Zionismus', um den Weltfrieden zu retten." - Eine Welt ohne Zionismus wäre wirklich schön. Die deutschen Zionisten haben zum Beispiel 1935 die Nürnberger Rassengesetze in ihrer Zeitung "Jüdische Rundschau" ausdrücklich begrüßt, wussten Sie das? Broders Erguss endet im Selbstmitleid: "Für die Israelis wird es langsam eng. Sie ahnen, dass sie diesen Krieg nicht gewinnen können, weil sie es mit einer Weltöffentlichkeit zu tun haben, die auch bei 'asymmetrischen Konflikten' die Verhältnismäßigkeit der Reaktion anmahnt. Und weil alle Appelle, sich an das Völkerrecht und die Spielregeln zu halten, immer nur an Israel gerichtet werden, nie aber an diejenigen, die im Kampf gegen Israel alle Mittel für berechtigt halten." Was für ein armer Mensch... Was für eine armselige Zeitung.

01.08.06, SZ, "Rolle Deutschlands: Lavieren aus Klugheit. Wer der Regierung Untätigkeit im Nahost-Krieg vorwirft, verkennt ihren engen Handlungsspielraum." Kommentar von Peter Blechschmidt
www.sueddeutsche.de/,tt1l3/ausland/artikel/801/81720/ Die Deutschen werden in dem Kommentar gelobt: "Ihr guter Wille wird kaum in Zweifel gezogen, verfolgen sie doch - im Gegensatz zu Mächten wie Großbritannien oder Frankreich - keine unmittelbar eigenen Interessen". - Ja, außer, dass sie den Zorn der Juden wegen des Genozids auf die Araber und Muslime umlenken. Die schwere israelische Gewalt deutet ja auf Zorn, und den gibt es seit Gründung des Staates Israel und davor. Man versucht, den Konflikt mit den bösen Arabern und Muslimen zu erklären, aber das stimmt nicht. Deutschland hilft aktiv mit, diesen Zorn von sich wegzulenken. Dann: "Andererseits sind die Deutschen im Nahen Osten in einer ganz besonderen Zwickmühle. Hier gilt uneingeschränkt der Führungsanspruch der USA. Und die Geschichte hat die Deutschen noch lange nicht aus ihrer besonderen Verantwortung für Israel entlassen. Beides engt den Handlungsspielraum jeder Bundesregierung schmerzlich ein." So wird Hörigkeit verharmlost. Die SZ begründet, warum Deutschland kein souveränes Land ist. Eine Schande. Dann: "Vor allem aber dürfen Ursache und Wirkung nicht verwechselt werden. Auslöser des jetzigen Krieges waren Provokationen von Hisbollah und Hamas." - Es liest sich wie eine Anleitung zur Rechtfertigung von Kriegen. Die Hisbollah war verantwortlich für einen Überfall an der Grenze. Von diesem Kaliber leistet sich Israel täglich etwas. Der KRIEG jedenfalls ging von Israel aus, daran gibt es nichts zu rütteln. Es wird noch schlimmer: "In dieser Gemengelage tun Merkel und Steinmeier das einzig Richtige: im diplomatischen Geleitzug mitzuschwimmen." - Und da fragen sich manche, warum es so viele Waschlappen in unserem Land gibt: Die da oben machen es ja vor. Konformismus bis in den Tod. Bei Hitler hatten wir das ja auch schon mal. Jede Gewissensregung wird im Keim erstickt, hier der ekelhafte Schlusssatz: "Für koalitionsinterne Profilierungsversuche eignet sich das Thema schon gar nicht. Forderungen nach Sofortmaßnahmen gaukeln dem Publikum nur Einflussmöglichkeiten vor, die es in Wahrheit nicht gibt."

01.08.06, SZ, "Rolle der Vereinten Nationen: Unter Feuer. Der UN-Sicherheitsrat als Wächter über Krieg und Frieden wirkt seit Beginn der neuen Nahostkrise handlungsunfähig. Wenn er schon kein Ende der Kämpfe fordern kann, so muss er zumindest darauf beharren, dass völkerrechtliche Minimalstandards auch im Krieg gelten." Kommentar von Nicolas Richter
www.sueddeutsche.de/,tt1l4/ausland/artikel/800/81719/ Darin: "Wenn der Sicherheitsrat schon kein Ende der Kämpfe fordern kann, so muss er zumindest darauf beharren, dass völkerrechtliche Minimalstandards auch im Krieg gelten. Dies umfasst eine unmissverständliche Festlegung, dass die Hisbollah in diesem Konflikt der Aggressor ist, und der Dauerbeschuss israelischer Städte wie Kiriat Schmona ein Kriegsverbrechen darstellt. Ebenso müsste der Rat feststellen, dass Israel sein Selbstverteidigungsrecht weit überzieht, indem es ganze Wohnviertel zerbombt oder UN-Posten angreift. Vom Kollateralschaden zum Kriegsverbrechen ist es nicht weit." - Israel ist der Aggressor. Die Hisbollah provozierte einen Zwischenfall, um eigene Geiseln zu befreien. Keinen Krieg. Der Aggressor dieses Krieges ist ohne Zweifel Israel. Raketen auf Städte sind in der Tat Kriegsverbrechen, davon hat Israel allerdings weit mehr zu bieten als aus dem Zitat hervorgeht. Im zweiten Teil geht es um die UNO: "Die Antwort der UN wird erheblich erschwert durch ihr traditionell zerrüttetes Verhältnis zu Israel. Wenn Annan einen frühen Waffenstillstand fordert oder die Gewalt des israelischen Militärs schärfer geißelt als die der Hisbollah (was angesichts der unterschiedlichen Ausmaße völlig legitim ist), dann vermutet die Regierung in Jerusalem sofort Parteilichkeit. Der Grund ist bekannt: Die UN sind so oft für anti-israelische Propaganda missbraucht worden, dass sie ihren Anspruch auf die Schiedsrichterrolle in Nahost verwirkt haben." Bei wem verwirkt? Bei Israel. Was hier Propaganda genannt wird, sind 65 Resolutionen, die Israel nicht eingehalten hat. Diese werden bei Richter zwar "israelfeindliche Resolutionen" genannt, aber das ist nun wirklich Propaganda und auch so erkennbar. "Friede, das Hauptziel der UN, wurde damit jedenfalls nie angestrebt", schreibt Richter und er meint philosemitischen Frieden.

01.08.06, SZ, "Außenansicht: Sanktionen gegen Israel. Die Staatengemeinschaft muss sich auf ihre Verantwortung besinnen und massivem Druck auf Israel ausüben. Nur so kann Premier Olmert vom Kriegskurs abgebracht werden." von Judith Bernstein
www.sueddeutsche.de/,tt1l2/ausland/artikel/833/81752/ Darin: "Der Aufbau der Vereinten Nationen nach der Niederschlagung der Naziherrschaft 1945, die UN-Charta und das Regelwerk des Völkerrechts verfolgten den Zweck, die Herrschaft eines Volkes über ein anderes zu verhindern und es vor Unterdrückung zu bewahren. Die Territorialgrenzen sollen im international verbürgten Geltungsbereich respektiert werden. Diese Errungenschaften im Völkerverkehr werden preisgegeben, wenn die Staatengemeinschaft zwar die Hisbollah auf die UN-Resolution 1559 verpflichtet, aber gegenüber Israel davon absieht, auf die Anerkennung aller bisher verabschiedeten UN-Resolutionen zu dringen." - Ausgezeichneter, wichtiger Artikel. Judith Bernstein ist Mitglied der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost". Die deutsche Sektion der "European Jews for a Just Peace" hat Mitglieder in mehreren deutschen Städten.

01.08.06, taz, S. 9, "Das Ende der Pax Americana. Der Krieg im Libanon zeigt, wie sehr die USA an Legitimität und Autorität verloren haben. Das ist keine gute Nachricht für alle, die sich um Stabilität und Frieden in der Welt sorgen" Kommentar von Michael Streck
www.taz.de/pt/2006/08/01/a0140.1/text

01.08.06, taz, S. 16, "Die Geschäfte des Herrn Sisyphos. Israel, die Hisbollah und die Falafeln - die Kunst der Investmentpolitik im Nahen Osten" Glosse von Aktham Suliman
www.taz.de/pt/2006/08/01/a0174.1/text Darin: "Im Jahre 1978 versuchten sich die ersten Israelis in Sachen 'Sicherheitsgeschäfte' an der nördlichen Ausfallstraße, hinter der libanesischen Grenze. Sie wagten sich allerdings nicht sehr weit vor, nur bis zum Fluss Litani. (...) Jedenfalls investierte man jede Menge Munition und wollte jede Menge Sicherheit ernten." - Guter Artikel

Weiter 31.07.2006
 
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