home   english   sitemap   galerie   artclub   orient online   jukebox   litbox   termine   shop   palestine   my journalism   medienschau
Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
Juli 2006 (1)
Weiter

15.07.2006, Haaretz, "Who started?" by Gideon Levy
Quote: "Israel is causing electricity blackouts, laying sieges, bombing and shelling, assassinating and imprisoning, killing and wounding civilians, including children and babies, in horrifying numbers, but 'they started.'" The article shows the effect of the stereotype of the Jewish victim. (Dt. Üb. www.zmag.de/artikel.php?id=1857)

15.07.2006, Bildzeitung, "Der Irre von Teheran droht Israel mit 'fürchterlicher Antwort'. Droht jetzt ein Atomkrieg?" von bre, ds, jm, jtop, kl, kug
Darin: "'Die Lage ist äußerst besorgniserregend', sagt Unions-Fraktionsvize Andreas Schockenhoff (CDU). 'Für Israel ist das der absolute Verteidigungsfall. Es geht um seine Existenz! Daher kann ich jede Maßnahme der Israelis verstehen.'" Das Existenz-Argument wird herangezogen, um schwere Gewalt zu rechtfertigen. - In der Überschrift wird der Feind als irrational beschrieben: "Der Irre von Teheran." Es ist die klassische billige Lösung, um sich nicht mit der Thematik zu beschäftigen. Der Gegner ist sowieso irre. So werden Kriege gestrickt.

14.07.2006, Tachles, das jüdische Wochenmagazin (Schweiz), "Wir sind alle traumatisiert". Der Publizist und Journalist Henryk Broder über jüdischen Antisemitismus, Selbsthass und Judenfragen.
www.tachles.ch/artikel.php?id_art=2707 Darin Broder: "Ein antizionistischer Jude ist tendenziell ein Antisemit. Der Antizionismus ist für Nichtjuden wie für Juden nur eine Ausrede, ihren Antisemitismus sozusagen in einer politisch aseptischen Form präsentieren zu können. Kein Mensch geht hin und sagt: Ich bin Antisemit. Es gibt keinen Antizionismus, der seinen Ursprung nicht im Antisemitismus hätte." Es gibt viele, die Broder vorwerfen, ein schlechtes und unsympathisches Bild vom Judentum zu verbreiten. Es sind fanatische Sätze wie diese, die zu solchen Urteilen führen.

14.07.2006, Frankfurter Rundschau: "Juden werfen Steinmeier einseitige Kritik vor" von rtr Darin: "Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier in der Nahost-Krise scharf angegriffen und ihm Einseitigkeit auf Kosten Israels vorgeworfen." Steinmeyer unterstützt Israel bereits jenseits aller Rechtsbegriffe, was wollen die denn noch? "Steinmeier versuche offenbar, durch eine israelkritische Haltung eine gute Ausgangsposition für mögliche weitere Atom-Gespräche mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu erreichen, sagte Generalsekretär Stephan Kramer am Freitag." Solche misstrauischen Mutmaßungen in die Öffentlichkeit tragen kann nicht jeder in Deutschland. Es dürfen nur wenige, besser gesagt. "Auch Zentralrats-Vizepräsident Dieter Graumann warf dem SPD-Politiker Steinmeier vor, mit zweierlei Maß zu messen. 'Seine öffentliche Verurteilung der Raketenangriffe auf israelische Zivilisten haben wir bis jetzt vermisst', sagte Graumann." Zweierlei Maß? Menschenrechtler wünschen nichts anderes als dass mit einem Maß gemessen wird. Dies ist in Deutschland aus ideologischen Gründen aber nicht möglich: Wir stehen zur israelischen Regierung. Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland verwendet heute seine Macht dazu, die gewalttätige israelische Regierung bedingungslos zu unterstützen. "Die Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch, verwahrte sich ebenfalls gegen einseitige Verurteilungen Israels." Mit dieser Methode wird israelische Gewalt relativiert bis abgestritten. Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Wann hören wir endlich mit der Sonderbehandlung für Juden auf?

14.07.2006, Die Welt, Kommentar: "Israel in Not" von Andrea Seibel
www.welt.de/data/2006/07/14/958435.html Darin: "Israel marschiert in den Libanon ein. Was Franzosen und Russen umgehend als 'Kriegshandlung' geißeln, wird von den USA und Deutschland wohlverstanden als Akt der Selbstverteidigung." Deutschland hat auch den Angriff auf Danzig 1939 als Akt der Selbstverteidigung betrachtet, darauf muss man nicht viel geben. Es gibt Gesetze, die uns sagen, was das für ein Akt war. Dann: "Israel hat keine Wahl. In einem hochgradig feindlichen Umfeld, in dem man bei Libanon, Syrien oder Iran nicht von 'Nachbar'-Staaten sprechen kann, scheint dies die einzige Sprache, die Terroristen verstehen." Seibel meint hier nicht Terroristen, sondern die Bevölkerungen, denn die sind ja betroffen. Sie sieht Israel existenziell bedroht: "Israel muß weiter mit der schier unerträglichen Tatsache leben, daß ein Großteil der arabischen Welt es am liebsten ausgelöscht sähe." Der klassische Vernichtungstopos. Er basiert auf der These, dass es einen allgemeinen Hass auf Juden gibt, der im Westen kontrolliert werden kann, der aber im Osten wütet. Der Vernichtungstopos wird unabhängig von Handlungen des sich selbst "Judenstaat" nennenden Israels verwendet. Juden sind immer Opfer: "Man hat sich vergangenes Jahr aus Gaza und Jahre zuvor aus dem Südlibanon zurückgezogen und auf politische Lösungen gesetzt. Doch dies wurde nur als Schwäche interpretiert - eine bittere Lektion." Selbst die deutsche Presse weiß, dass Israel nicht auf politische Lösungen gesetzt hat. Wo denn? Beim Mauerbau auf fremdem Gebiet? Bei den Tötungen? Dem Abzug aus Gaza und dem Libanon ging eine Besatzung voraus, die in beiden Fällen nicht mit dem Gesetz zu vereinbaren war. Der Schluss: "Israel ist in Not. Der neuer Premier Ehud Olmert nennt die Militärintervention eine 'Operation angemessener Preis'. Er ist sich der Gefahr der Eskalation bewußt. Israel braucht mehr Unterstützung denn je." Man soll diese kriegerischen Handlungen also auch noch unterstützen! Dieser Kommentar ist geeignet, den Konflikt weiter zu verschärfen. Auf mich wirkt er kriegslüstern.

14.07.2006, Die Welt Online, "Flächenbrand in Nahost? Der Konflikt in Nahost eskaliert: Raketen auf Israel, Angriffe auf den Libanon, Gewalt im Gaza-Streifen. Was heißt das für die Region? Werden weitere Länder in den Krieg gezogen? Lord George Weidenfeld, einer der bekanntesten Kenner internationaler Politik, schreibt exklusiv für "Welt Online".
Darin: "Auch die israelische Regierung steht unter enormem Druck. Zwar hat sie 80 Prozent der Bevölkerung hinter sich. Doch Ministerpräsident Ehud Olmert ist erst seit ein paar Monaten im Amt. Er hat noch nicht das Vertrauen, das seinem Vorgänger Ariel Scharon, einem erfahrenen Soldaten und Kriegshelden, entgegengebracht wurde. Er muß nun beweisen, daß er ein Mann ist, der handelt. Ein Regierungschef, der auch zuschlagen kann." Handeln ist also zuschlagen... Wer zuschlägt, bekommt Vertrauen... Was ist das für eine Welt? Meine nicht. Was für ein Bild bekommt man da von Israelis? Und von Lord George Weidenfeld? (1949 holte ihn der erste israelische Präsident, Chaim Weizman, als Berater nach Israel.)

14.07.2006, Frankfurter Allgemeine Zeitung, S.1, "Kommentar. Das alte, grausame Spiel" von Wolfgang Günter Lerch
www.faz.net/s/RubDDBDABB9... Darin über den Angriff auf den Libanon: "Daß Israel die Entführten durch diese Aktion freibekommt, ist wenig wahrscheinlich. Wenn das gelänge, könnte dem doppelten Militärschlag (zuerst Gaza, jetzt Libanon) noch ein Sinn abgewonnen werden." So werden zivile Tote zu unwichtigen Nichtmenschen gemacht. Auch Palästinenser sind keine Menschen, sondern Objekte: "Die außerlegalen Liquidierungen palästinensischer Führer durch Israel bieten den Militanten unter den Palästinensern (und anderen) immer wieder den Vorwand, auch den übelsten, menschenverachtendsten Terror zu 'rechtfertigen'." Die Tötungen werden nicht verurteilt, sondern nur hinsichtlich ihrer pragmatischen Folgen für Israel betrachtet. Ebenso hier: "Solange die Palästinenser unter den gegenwärtigen, oft entwürdigenden Umständen leben müssen, wird die arabische Umgebung Israels die Angriffe von Organisationen wie der Hizbullah oder Hamas als gerechte Gegenwehr empfinden." Das bedeutet, dass die entwürdigenden Umstände nicht so schlimm sind, sondern in der Empfindung von Gegenwehr besteht eine Gefahr für Israel. Über die arabische Welt schreibt Lerch: "Seit dem Fahd-Plan vor vielen Jahren haben die arabischen Staaten keinen Vorschlag mehr gemacht, der geeignet wäre, das israelische General-Mißtrauen zu besänftigen." Er erwähnt nicht, dass Israel sich für den Fahd-Plan nicht im mindesten interessiert hat und kann sich nicht vorstellen, dass jemand auch Israel gegenüber berechtigt misstrauisch sein kann. So lässt am Ende auch Lerch Israel gewähren: "Die Politik hat im Augenblick abgedankt. Konzepte wie die 'Roadmap' scheinen beiseite gelegt zu sein. Man treibt das alte, grausame Spiel von Schlag und Gegenschlag, wobei Israel die härteren Mittel einsetzen kann."

13.07.2006, Süddeutsche Zeitung, "Israel. Vor einem Nahostkrieg. Die Offensiven in Libanon und im Gaza-Streifen mögen Israel eine Atempause verschaffen. Ein Rezept für ein Ende des Terrors sind sie nicht. Und die Welt schaut tatenlos zu." von Thorsten Schmitz
www.sueddeutsche.de/,tt1l1/ausland/artikel/620/80540/ Darin: "Jeder Staat der Welt besitzt das Recht, sich gegen Angriffe von Terrorgruppen zu wehren. Israel selbstverständlich auch." Und: "Den Krieg haben die Hisbollah und die palästinensischen Terrorgruppen erklärt, nicht Israel." Dann: "Die Palästinenser hätten sich seitdem um die Ausarbeitung einer Verfassung kümmern können. Stattdessen bauen sie Kurzstreckenraketen." Israels Reaktion wird zwar "überproportional" genannt, das Feindbild ist aber deutlich: DIE Palästinenser bauen Raketen. Schmitz merkt nicht, wie er hier Kategorien vermischt und Völkerrechtsbrüche vor sich selbst rechtfertigt. Terrorgruppen können rechtlich gesehen ebenso wenig einen Krieg erklären wie Bin Laden. Keineswegs schaut die Welt tatenlos zu, wie die Überschrift suggeriert, vielmehr ist das Zuschauen eine Unterlassungs-Tat. Es ist richtig, dass Israel in diesem Kommentar kritisiert wird, aber selbst für Rachegefühle des bis an die Zähne bewaffneten Militärs zeigt der Journalist noch Verständnis: "Israels junge und kriegsunerfahrene Regierung ist jedoch dem Dilemma ausgesetzt, dass ihre militärischen Reaktionen auch von Rache und Vergeltung getragen werden. Andererseits: Welche Optionen hat Israel denn, wenn es seine Bevölkerung schützen möchte?" Schmitz stellt sich nicht die Frage, welche Optionen die Palästinenser oder jetzt die Libanesen haben, weil es ihm um Israel geht. Er hat für die einen ein Maß und für die anderen ein anderes Maß. In seiner Hilflosigkeit ruft Schmitz am Schluss die USA und die EU an, etwas zu unternehmen, ausgerechnet die.

13.07.2006, Spiegel Online,"Israel in der Kidnapping-Falle. Israels massive Militäroffensive im Libanon soll beweisen, wie entschlossen das Land ist. Tatsächlich zeigt diese Reaktion: Die Hisbollah kann Israel zu einem Krieg zwingen. Die Islamisten-Miliz profitiert davon, denn sie ist plötzlich wieder wichtig." von Yassin Musharbash
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,426630,00.html Endet mit: "Gelingt es nicht bald, diesen faktischen israelisch-libanesischen Krieg einzudämmen, den die Hamas mit perfider Logik und Konsequenz herbeigeführt hat, wird es keinen Gewinner außer der Hisbollah geben." Yassin Musharbash nennt die Hamas als Herbeiführerin des neuesten israelischen Krieges. Israel wird als Opfer dargestellt, das "in eine Falle hineingetappt" ist. Dass Israels jahrzehntelange Gewalt- und Kolonialpolitik Ursache des Konflikts im Nahen Osten sein könnte, wird nicht thematisiert. Dieser Aspekt wird vollständig ausgeblendet. Der Journalist schreibt, dass Israel "sich selbst zwingt, härter zuzuschlagen, als ihm eigentlich Recht ist". Es ist die Art von Verständnis für Täter, die man aus autoritären Situationen kennt. Und wenn der Augenschein noch so deutlich ist, Israel darf in Deutschland nicht offiziell verurteilt werden, weil es die Doktrin ist. Yassin Musharbash schreibt auch für die taz und andere Zeitungen.

05.07.06, PRESS RELEASE: European Jews for a Just Peace (EJJP Germany), International Solidarity Movement (ISM Germany), For the Israeli government, the entire Palestinian people constitute a terrorist entity. Israel claims their actions in Gaza over the past days demonstrate surgical military precision. The Israeli Army has some of the most advanced weaponry in the world. There is no reason to question whether the bombs hit their intended targets. A terrorist power station, terrorist bridges and a terrorist sports field were deliberately destroyed. 700,000 Palestinians are meant to be without terrorist electricity and, as a result, without terrorist water. Sonic booms - unsurgical and unconnected with the life of Corporal Galit - have intentionally caused mental distress amongst terrorist children. Approximately 200 terrorist incubators have been shut down. More than 600 kidney patients have lost terrorist dialysis treatment. Almost 300 terrorist life support machines have been turned off. Eight democratically elected terrorist cabinet members, and several more democratically elected terrorist members of the Palestinian parliament were arrested, a decision taken some days ago and signed off on by the Israeli Attorney General. The Israeli 2006 siege of Gaza is the 2004 siege of President Arafat's Muquata compound writ large, inflicted on millions. Never have the words "to exist is to resist" been more applicable.

04.07.2006, Diana Al-Jumaili aus Leipzig schreibt in einer Rundmail: Entschuldigt die Störung - ich weiß, es ist heiß, jeder hat genug zu tun und heute Abend ist Fußball. Aber ich kann nicht anders... Zu den jüngsten Maßnahmen (heute/gestern) zur "Geiselbefreiung" - selbstverständlich alles im Namen des eigenen Existenzrechtes und damit völlig gerechtfertigt - gehören:
1. Bombardierung der Islamischen Universität in Gaza-Stadt (nach paläst. Angaben keine Verletzten, "lediglich" die Gebäude sind zerstört)
2. Drohungen an die Palästinenser, die wahrlich an das Alte Testament erinnern: "Israel hatte die Palästinenser gewarnt, dass der "Himmel auf sie herabfallen" werde, sollten die Entführer dem 19-jährigen Rekruten Gilad Schalit etwas antun. Ministerpräsident Ehud Olmert schloss Verhandlungen mit den Geiselnehmern erneut aus und warnte davor, dass die Bemühungen um die Befreiung der Geisel zu einem "langen Krieg" werden könnten."
3. Drohungen an Syrien: "Syrien werde sich seiner Verantwortung für gegen Israel gerichtete Aktionen palästinensischer Extremisten nicht entziehen können, weil es deren Führer beherberge, erklärte die israelische Außenministerin Tzipi Livni während ihres am Dienstag beendeten Russland-Besuches. Für den Schutz, den sie Führern der palästinensischen Hamas angedeihen lasse, werde die Regierung in Damaskus Rechenschaft ablegen müssen, sagte Livni in einem von der Moskauer Nachrichtenagentur Interfax verbreiteten Interview. "Syrien wird begreifen müssen, dass es für die Protektion der Hamas und die Aufnahme von deren Führern gerade zu stehen hat", sagte die Außenministerin. Der israelische Verteidigungsminister und stellvertretende Ministerpräsident Amir Peretz hatte am Vortag erklärt, Syrien werde zur Verantwortung gezogen, sollte dem von palästinensischen Extremisten verschleppten Soldaten Gilad Shalit etwas zustoßen. Für die Entführung sei die Hamas-Spitze in Damaskus verantwortlich, und die Regierung in Damaskus sei mitverantwortlich, weil sie der Hamas Unterschlupf gewähre."
Zur Erinnerung: Der Sommersitz Bashar al Assads war letzte Woche schon mal Erkundungsziel der israelischen Luftwaffe.
Und die andere Seite?
"Angesichts der weiter andauernden Militäroffensive Israels im Gazastreifen hat der bewaffnete Arm der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas mit Anschlägen gegen öffentliche Einrichtungen und Bauten in Israel gedroht. "Die Ezzedin-al-Kassam-Brigaden warnen den zionistischen Feind: Wenn die Militäroperationen andauern, werden wir die gleichen Ziele des Besatzers treffen", erklärte der Sprecher der Gruppe, Abu Obeida, am Sonntag."
So also befreit Israel Geiseln... Und die Welt?
Annan kritisiert halbherzig. Die EU "ruft Israel auf, äußerste Zurückhaltung zu wahren und ein unverhältnismäßiges Vorgehen zu vermeiden", heißt es in einer am Montag von der finnischen EU-Ratspräsidentschaft veröffentlichten Erklärung des EU-Rats. Die EU sei "über die Situation, wie sie sich in den letzten Tagen zwischen Israel und den Palästinensern entwickelt hat, höchst besorgt". We are not amused - wenn es doch wenigstens diese Schärfe hätte...
Und die Schweiz (die wundervoll Ungebundenen): "Die Schweiz hat nach der jüngsten Eskalation im Konflikt in Nahost eine Million Franken (640.000 Euro) für humanitäre Hilfe im Gaza-Streifen zugesagt. Das Geld soll der Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern dienen. Bereits früher wurde eine Million für den Kauf von Medikamenten bewilligt. Das Vorgehen der israelischen Armee wurde vom Schweizer Außenministerium (EDA) scharf kritisiert. Verschiedene Aktionen der israelischen Armee verletzten den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und stellten eine verbotene kollektive Bestrafung der Bevölkerung dar, teilte das EDA am Montag mit. Der Angriff etwa auf den Amtssitz des palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Haniyeh oder die Zerstörung eines Elektrizitätswerks, unter der nun 700.000 Menschen litten, seien nicht zu rechtfertigen."
Viele Grüße, Eure Diana (Quelle der Fakten: www.derstandard.at, 04.07.2006).

Weiter: Juni 2006
 
hoch