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Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
12/2003 (2)
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BILD 13.12.2003, S. 2, "Wie können wir Deutsche Israel helfen, Herr Scharon?" Exklusiv-Interview mit Israels Ministerpräsidenten, 2. Teil, von Kai Diekmann und Sven Gösmann Darin Zitat Scharon: "Europa muss viel mehr Druck auf die Palästinenser ausüben" Anis: Wenn die Deutschen wüssten, wo sie da mit hineingezogen werden, würden sie es sich überlegen. Eigentlich wissen sie es auch. Sie verdrängen es.

junge Welt 13.12.2003, "Irak-Kriegsgegner von Bild-TV vorgeführt: 'Panorama' unter falscher Flagge? Joachim Guilliard arbeitet im Antikriegsforum Heidelberg. Im PapyRossa-Verlag erscheint in diesen Tagen das von ihm mit herausgegebene Buch 'Irak – Krieg, Besetzung, Widerstand'" Interview: Rüdiger Göbel
www.jungewelt.de/2003/12-13/018.php Darin Guilliard: "Der Fernsehjournalist John Goetz besuchte uns in Heidelberg und behauptete, er mache für das ARD-Magazin Monitor eine Reportage über die Friedensbewegung nach dem Irak-Krieg. Er wußte, daß weder ich noch andere aus unserem Antikriegsforum für Panorama nicht zur Verfügung gestanden hätten. Das Interview mit mir dauerte ca. 90 Minuten, wobei er sich am Ende auf die Kampagne zur Unterstützung des bewaffneten irakischen Widerstands konzentrierte und immer wieder nachbohrte, obwohl ich ihm zu erklären versuchte, daß diese Frage in der deutschen Friedensbewegung keine Rolle spielt. // Aus diesen vielen Versuchen wurden nun zwei Sätze völlig aus dem Zusammenhang gerissen und gesendet. So hatte mich Goetz beispielsweise gefragt, ob denn der bewaffnete Widerstand angesichts der Übermacht des Gegners Sinn macht. Meine Antwort darauf, daß sich die Guerilla zu Recht Chancen ausrechnen kann, wenn sie den US-Truppen viele Verluste zufügt, klingt im Beitrag, durch entsprechenden Schnitt zweier Sätze, so, als würde ich jeden Iraker dazu auffordern, möglichst viele US-Soldaten zu töten." Claudia Karas: was ist nur aus "panorama" geworden ! anstatt über die tagtäglichen verbrechen einer völkerrechtswidrigen besatzung zu informieren, hetzen Sie gegen kriegsgegner und diffamieren diese als terrorismusunterstützer! dieser beitrag war ein ganz übles propagandamachwerk - kein wunder mit einem redakteur der notorisch antideutschen "jungle world". ich unterstütze voll die (...) stellungnahmen von initiativ e.V. + des Deutscher Freidenker-Verbands e.V., die sehr deutlich den demagogischen charakter des beitrags beschreiben. // siehe auch
www.antikriegsforum-heidelberg.de/irakkrieg2/aktionen/panorama_jg1.htm


BILD 12.12.2003, S. 2, "'Israel wird dem Terror widerstehen'. Exklusiv in BILD erklärt Israels Premier Scharon warum es so schwierig ist, mit den Palästinensern Frieden zu finden. Und warum Jassir Arafat persönlich für den Terror gegen unschuldige Israelis verantwortlich ist" Teil 1, von Kai Diekmann und Sven Gösmann, mit gr. Foto lachender Scharon Darin Kasten "Wer ist Ariel Scharon?", Zitat: "Scharons Leben gleicht dem Leid und Kampf Israels" Anis: Scharon ist ein Mörder

taz 12.12.2003, S. 12,"'Die Israelis wollen nicht im Ghetto sitzen', sagt Herr Sznaider. Frieden wegen der Demografie? In Israel scheint der rechte Likud-Block langsam die Wirklichkeit ins Auge zu fassen" Interview Susanne Knaul http://www.taz.de/pt/2003/12/12/a0256.nf/text Darin: "taz: Herr Sznaider, Sie hatten kurz nach dem Wahlsieg des Likud im März 2001 analysiert, dass eine rechtsgerichtete Regierung eher den Frieden bringen wird als die Arbeitspartei." Anis: Muss man sich mal vorstellen! Sznaider schreibt öfter stimmungsvolle Texte in der FR. Rechtsgerichtet! Sznaider sagt hier u.a.: "Man spürt hier in Israel zunehmend den Gegenwind. Man kann dagegen den sicher bisweilen berechtigten Antisemitismus-Vorwurf erheben." Anis: Ja, weil es nicht an den Israelis liegen kann. Sie sind die Guten. Frieden wegen der Demografie, die müssen sich erst Gründe suchen, warum sie Frieden machen sollen. So was. - taz: Natan Sznaider, geboren 1954, ist Professor für Soziologie am Academic College in Tel Aviv-Jaffa. Bei Suhrkamp erschien von ihm und Daniel Levy kürzlich die Abhandlung "Erinnerung im globalen Zeitalter: Der Holocaust"

taz 12.12.2003, S. 8, "Angst vor Jobverlust, sauer auf Ausländer. Studie: Deutsche werden gegenüber Ausländern intoleranter. Und sorgen sich mehr um die eigene Existenz" von Thilo Schmidt http://www.taz.de/pt/2003/12/12/a0185.nf/text Darin: "Verabschiedet wurde gestern eine gemeinsame Resolution aller vier Fraktionen, mit der das Parlament jede Form von Judenfeindlichkeit verurteilte." Anis: Jede Form. Wie definiert man Feindlichkeit, wie Jude? Und wer definiert es? Ist der Wunsch der Palästinenser nach Freiheit judenfeindlich? Man erinnere sich an die FAZ vom 20.10.03, S.35 über Honderich: "Wie kommt er darauf, dass die Selbstmordattentäter (...) Menschen aus elender Lage befreien wollen und nicht einfach Juden töten?"

taz 12.12.2003, S. 2,"Bundestag gegen Antisemitismus" von epd http://www.taz.de/pt/2003/12/12/a0161.nf/text Darin Bundestagspräsident Thierse (SPD): "Gewalttätige Angriffe auf jüdische Einrichtungen seien traurige Realität. Zudem bilde sich eine 'unheilvolle Allianz' von radikalen Muslimen und rechten Extremisten. Thierse betonte auch, dass die rechtsextreme Szene in 'seriöse Gewänder' schlüpfe. So sei es eine schlimme Behauptung, Deutschland werde wegen seiner Geschichte bis heute ausgenutzt." Anis: Ja, so wie Fischer bei den Herero-Ansprüchen sagte, die Deutschen dürfen nicht wegen ihrer Geschichte ausgenutzt werden. Antisemiten und Muslime... Da sind sehr viele Anknüpfungspunkte zu Scharon.


junge Welt vom 11.12.2003, Thema, "Heiß umkämpft. Das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge. Vor 55 Jahren, am 11. Dezember 1948, wurde die UNO-Resolution 194 als 'Road Map' für den Frieden angenommen" von Sabine Matthes www.jungewelt.de/2003/12-11/004.php Darin: "Das internationale Recht muß im Israel-Palästina-Konflikt ebenso als Grundlage eines gerechten Friedens gelten wie in anderen Konflikten. Eine Zweidrittelmehrheit aller Palästinenser – fünf Millionen von insgesamt acht Millionen – sind aber seit den Kriegen von 1948 und 1967 Flüchtlinge und fühlen sich, häufig jenseits der Grenzen, von Verhandlungen ausgeschlossen. Ohne ihre Mitbestimmung kann es keinen dauerhaften Frieden geben. Für sie ist das Rückkehrrecht nicht nur ein allgemeines Menschenrecht, wie es ebenso für Flüchtlinge aus Bosnien, Kosovo und Ruanda gilt, sondern es verkörpert darüber hinaus den Kern dessen, was palästinensische historische Identität ausmacht. Es ist ein Eigentumsrecht und ein individuelles Recht, das nicht kollektiv von anderen verhandelbar ist, weder von Barak und Arafat in Camp David, noch von Jossi Beilin und Yassir Abed Rabbo in der heutigen 'Genfer Initiative'. Jede Friedensinitiative wird zum Scheitern verurteilt sein, wenn sie die Rechte der Mehrheit aller Palästinenser marginalisiert. Martin Buber sprach im März 1949 gegenüber dem damaligen Premierminister David Ben Gurion von den arabischen Flüchtlingen als einer moralischen Frage für Israel. Heute wird das palästinensische Rückkehrrecht zunehmend als 'radikal' und 'unrealistisch' verworfen. " Langer Hintergrundartikel, weitere Information unter: www.badil.org

DIE ZEIT 51 vom 11.12.2003, S. 43, Feuilleton, "Altes Gift im neuen Europa. Laut einer Umfrage gibt es einen europäischen Antisemitismus. Wieder einmal sollen die Juden an allem schuld sein" von Leon de Winter, ganze Seite, üb. aus dem Niederländischen Mit großem Farbfoto Terror gegen Israel, Zitate: "Journalisten sehen nur, was sie sehen wollen - Israel als Täter", Israel sei "Europas Staatsfeind Nummer eins" (alles klar), und: "Wenn Juden selbst Täter sind, wird der europäischen Verantwortung für die Shoah etwas von ihrer Ausschließlichkeit genommen" Juden können also keine Täter sein, so ist die Logik, die dahinter steht: "Obwohl es in den besetzten Gebieten um einen relativ begrenzten regionalen Konflikt , um zu vernachlässigend kleine und unfruchtbare Stückchen Land geht, wird in den europäischen Medien unvergleichlich viel mehr darüber berichtet als über andere Krisenherde in der Welt (...) weit mehr Tote forderte allein der heiße Sommer 2003 in französischen Altersheimen" Anis: Die Zeit bringt fast jede Woche so einen Artikel in letzter Zeit. Dass denen das nicht peinlich ist.


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