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Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
11/2003 (4)
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junge Welt vom 29.11.2003, Wochenendbeilage, "Kriegsjubiläum: Völkermord – kein Anlaß für 'entschädigungsrelevante Entschuldigung'" von Claus Kristen www.jungewelt.de/2003/11-29/034.php Darin: "Während eines Empfangs bei Präsident Sam Nujoma bemerkte er (Fischer) schließlich bezüglich einer gegen deutsche Firmen und die BRD-Regierung gerichteten Reparationsklage der Herero: 'Wir sind uns unserer geschichtlichen Verantwortung in jeder Hinsicht bewußt, sind aber auch keine Geiseln der Geschichte. Deshalb wird es eine entschädigungsrelevante Entschuldigung nicht geben.'" Anis: Was bedeutet "keine Geiseln der Geschichte"? Gilt das nur für die Hereros oder wie ist das gemeint?

junge Welt vom 29.11.2003, Ausland, "Symbolische 'Strafe': Israel kündigt nach Kürzung von US-Kreditgarantien beschleunigten Mauerbau an" von Knut Mellenthin www.jungewelt.de/2003/11-29/005.php Darin: "Nach einer vor zwei Wochen bekanntgewordenen UNO-Studie folgt der realisierte oder geplante Verlauf der Absperranlagen nur auf etwa elf Prozent der Gesamtlänge von 690 Kilometern der 1967er Grenze. Der 'Zaun' wird 14,5 Prozent der besetzten Gebiete abtrennen und das Leben von fast 700 000 Palästinensern nachhaltig stören. Die Kosten dieser Anlagen werden auf 1,5 Milliarden Dollar geschätzt." Und: "Scharon hat jetzt 'einseitige Schritte' angedroht, falls die Palästinenser nicht sehr schnell einen Friedensschluß nach israelischen Vorstellungen akzeptieren. Worin solche Schritte bestehen könnten, wollte Scharon nicht erläutern. Es wird mit der Möglichkeit gerechnet, daß Israel nach Fertigstellung des 'Zaunes' diesen einseitig zur neuen Grenze erklären wird. Aussicht auf einen lebensfähigen Palästinenserstaat gäbe es dann nicht mehr."

taz 29.11.03, "Der neue Antisemitismus. Sind die Muslime die neuen Deutschen? Matthias Küntzel hat beeindruckendes Material und krause Theorien über den islamischen Antisemitismus zu einer Studie verrührt. Doch so problematisch die theoretische Perspektive des Autors ist, so lesenswert ist seine präzise Darstellung des Problems" Kommentar von Robert Misik http://www.taz.de/pt/2003/11/29.nf/ressort.q,TAZ.re,li Darin: "Dass aber auch importierte Stereotype ein ziemlich erschreckendes Eigenleben beginnen können, wird man nach Lektüre von Matthias Küntzels Buch nur schwer bestreiten können" Anis: Misik sagt also, dass etwas Wahres dran ist. Ist ja auch praktisch, wenn die Muslime die neuen Deutschen sind, dann können die alten Deutschen sich ein wenig erholen. Taz: Matthias Küntzel: "Djihad und Judenhass. Über den neuen antijüdischen Krieg". 186 Seiten, ça ira Verlag, Freiburg 2003, 13,50 €

taz 29.11.03, S.10, "Thora statt Kampfhelikopter. Seit Israel die palästinensischen Gebiete besetzt hält, hat sich die jüdische Identität zunehmend militarisiert, glaubt Marc Ellis. Damit verstärkten die Juden nur ihr Trauma" von Ludwig Watzal http://www.taz.de/pt/2003/11/29/a0160.nf/text Darin: "Ellis bedient sich jüdischer Kommentatoren, um die israelische Politik zu kritisieren. 'Andere zu erniedrigen kann uns nicht von dem erlittenen Trauma heilen. […] Im Gegenteil: Es verstärkt das Trauma durch die Aushöhlung unserer Wurzeln, die es uns ermöglicht haben zu überleben.'" Am Schluss: "Obgleich viele Argumente für deutsche Ohren einen schrillen Klang haben, wäre eine Übersetzung diese Buches ein lohnenswertes Unterfangen, gerade im Zeitalter eines wieder erstarkten Antisemitismus." Anis: Wieder erstarkter Antisemitismus? War dieses Bekenntnis irgendwie notwendig? Und was bedeutet "schriller Klang" von Argumenten? Guter Artikel jedenfalls. taz: Marc H. Ellis: "Israel and Palastine Out of the Ashes. The Search for Jewish Identity in the Twenty-First Century". Pluto Press, London 2003, 198 Seiten, 21,55 €

taz 29.11.03, Magazin Seite I-II, "Wozu noch nach Israel?" von Philipp Gessler http://www.taz.de/pt/2003/11/29/a0264.nf/text Darin: "Die aus dem Zionismus abgeleitete offensive Politik der Rückgewinnung von Land steht zudem im Brennpunkt des Nahostkonflikts. Kann Israel es sich leisten, auf den Zionismus zu verzichten?" Anis: So kann man es auch nennen. Offensive Politik der Rückgewinnung von Land... Dann: "(...) sei klargestellt: Die Welt braucht Israel. Als das einzige westliche Land des Orients, als die einzige funktionierende Demokratie im Nahen Osten." Funktionierend? Demokratie? Dann: "Nur mit Moral und gewaltfrei ist Zionismus auf Dauer lebensfähig. An beiden aber gebricht es der gegenwärtigen zionistischen Politik" Das bedeutet, dass Zionismus gegenwärtig gewalttätig ist in dieser einzigen funktionierenden Demokratie. Dann: "Der jüdisch geprägte Staat braucht die Zuwanderung jüdischer Menschen auch aus ideologischen Gründen dringend." Aha, also eine auf exklusiver Gruppenzugehörigkeit basierende Ideologie. Die lernen nix. Aber auch nix. Dann die typische philosemitische Opferrhetorik: "Anat Carmel-Kagan von der Jewish Agency meint, (...)während des Irakkriegs habe man in Europa erleben können, wie eine Antisemitismuswelle über den alten Kontinent geschwappt sei: 'Der Krieg war gegen uns.' Da sei es fast schon wieder üblich geworden zu sagen: 'Israel und die Juden sind an allem schuld.'" Anis: Schon wieder üblich geworden... taz.

taz 29.11.03, Seite II, "Was ist Zionismus?" von Philipp Gessler http://www.taz.de/pt/2003/11/29/a0251.nf/text Hört 1948 auf: "Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel ausgerufen, der zionistische Traum erfüllt" Anis: Die machen es sich ganz schön leicht bei der taz.

Attac 031129/RP/Antisem
--> Link zu Medienkritik von Manfred Spies: Rheinische Post, 29.11.03, Titelseite, "Der neue Antisemitismus. Brisante Resultate einer EU-Studie, Islamisten schüren Haß auf Juden, Kritik an Globalisierungsgegnern"


Tha Age, Vienna, November 28, 2003, "Israel urged to destroy nuclear arms" by Reuters
http://www.theage.com.au/articles/2003/11/27/1069825913850.html Quote: "The head of the International Atomic Energy Agency, Mohamed ElBaradei, wants Israel to dismantle its nuclear weapons arsenal and believes all Middle East nations would benefit from ridding the region of nuclear weapons. Israel has not signed the Nuclear Non-Proliferation Treaty and has never officially admitted to having nuclear weapons. Non-proliferation analysts estimate that Israel has up to 200 such weapons. (...) The United Nations General Assembly and IAEA General Conference have adopted 13 resolutions since 1987 appealing to Israel to sign the treaty. All have been ignored."


Link to Book Review "Zionist Propaganda in American Fiction" (2003, original Arabic) by Adib S. Kawar


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