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Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
10/2003 (5)
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SPIEGEL ONLINE - 31. Oktober 2003 , "Nach dem Terror" Umstrittenes Honderich-Buch erscheint im Melzer Verlag. Nach dem Rückzieher des Suhrkamp Verlages wird das wegen seiner Israel-Kritik umstrittene Buch "Nach dem Terror" des Philosophen Ted Honderich Anfang Dezember im Melzer Verlag erscheinen.
http://service.spiegel.de/digas/servlet/find/ON=spiegel-272025 Darin: " 'Bestellungen liegen bereits vor', sagte der in Neu-Isenburg bei Frankfurt lebende Verleger Abraham Melzer am Freitag. Das Buch wird das erste Projekt Melzers sein, der nach 25 Jahren den von seinem Vater gegründeten traditionsreichen Verlag neu beleben will. (...) Der einst in Darmstadt ansässige Melzer-Verlag gab früher Bücher von jüdischen Philosophen wie Martin Buber heraus. In den siebziger Jahren spezialisierte sich Abraham Melzer auf Comics für Erwachsene wie etwa Übersetzungen des amerikanischen Hippie-Cartoonisten Robert Crumb."




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FR 29.10.2003, "Markenzeichen der Koexistenz. Trotz des Terrors setzt Haifa auf ein friedliches Nebeneinander seiner jüdischen und arabischen Einwohner" von INGE GÜNTHER (HAIFA)

taz 29.10.2003, S. 1, "fahd-akademie. Schulen dürfen nicht abschotten" Leitartikel von Pascal Beucker http://www.taz.de/pt/2003/10/29/a0030.nf/text Darin: "Die Entscheidung, die Bonner König-Fahd-Akademie nicht zu schließen, ist ein Fehler. Auch wenn die Schule nur unter strengen Auflagen weiterbetrieben werden darf, wird hier ein falsches Signal gesetzt. Diplomatische Rücksichtnahmen überwogen über das Wohl der dort unterrichteten Kinder. Aber um das haben sich deutsche Politiker ohnehin von Anfang an nicht gekümmert. Denn diese Schule hätte nie eröffnet werden dürfen. Es bleibt ein Skandal, dass in der Bundesrepublik eine Bildungseinrichtung genehmigt worden ist, in der nach saudischen Lehrgrundsätzen Kinder und Jugendliche unterrichtet werden dürfen." Und: "Auch für aus arabischen Ländern stammende und stark religiös geprägte Kinder gilt: Sie brauchen eine Schule, die integriert, nicht abschottet. Die Schließung der König-Fahd-Akademie wäre das unübersehbare Signal dafür gewesen, dass auch die Behörden und Politiker das endlich begriffen haben. Doch diese Chance haben sie nicht genutzt." Anis: Krise als Chance, würde ich mal sagen. Solche Fälle sind es, an denen man anknüpfen kann, um groß angelegte Diskussionen zu führen. Diese sind bzw. wären wichtiger als die Schließung von Akademien.

Yahoo! Nachrichten, 29.10.03, "'Wir haben ja keine Idee, was auf uns zukommt'" von AP Darin: "Avi Primor: 'Es gibt auch Politiker, die Terror als Vorwand für eine Politik nutzen, die mit Terror überhaupt nichts zu tun hat', dozierte der Träger des Bundesverdienstordens und erklärte gleich, wen er meinte: Der Krieg gegen Irak sei von US-Präsident George W. Bush und engen Mitarbeitern schon lange im Voraus vorbereitet worden. Es habe jedoch ein Anlass gefehlt, mit dessen Hilfe ein Feldzug der eigenen Bevölkerung hätte erklärt werden können. 'Sie brauchten einen Grund, und das war der 11. September'." Und: "Kritik übte Primor in diesem Zusammenhang am israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon. Der verfolge nur eine einzige Ideologie. 'Er baut Siedlungen'. Es gebe Dinge für Leute wie Scharon, die 'wichtiger sind als der Frieden'. Den palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat verglich Primor mit US-Präsident George W. Bush. Beide seien Politiker, aber keine Staatsmänner. Bush wie Arafat seien lediglich am Machterhalt interessiert, nicht aber an der Zukunft ihres Landes." 'Terror als Vorwand' ist im Droste Verlag erschienen, hat 224 Seiten und kostet 16,95 Euro. - Kommentar Anis: Es ist seltsam, dass solche wichtigen Stimmen einfach so verpuffen können und keine Änderung der Situation herbeiführen.


FR 28.10.2003, "Strom und Schutz für illegale Siedlungen. Israelische Regierung erkennt acht jüdische Außenposten auf palästinensischem Land an" von INGE GÜNTHER
Darin: "Über die Siedlungsfrage ließe sich im Friedensfall durchaus diskutieren, hat Israels Premier Ariel Scharon am Montag 150 EU-Parlamentariern versichert. Einstweilen aber schafft er Fakten auf besetztem Land: Das Verteidigungsministerium erkannte acht illegale Siedlungen im Nachhinein an." Anis: So viel zum Thema Roadmap bzw. Friedensbemühungen.

Freace.de, 28.10.2003, "Wieder Schüsse auf Friedensaktivisten" http://www.freace.de/artikel/okt2003/ism281003.html Darin: "Am Sonntagabend haben israelische Soldaten erneut auf zwei Mitglieder des Friedensorganisation International Solidarity Movement (ISM) geschossen und diese verletzt. Der Vorfall ereignete sich im Flüchtlingslager Balata in Nablus. Zwei israelische Jeeps und ein Humvee waren gegen 20:00 Uhr durch die Straßen des Lagers gefahren und hatten ungezielt um sich geschossen. Zwei palästinensische Jungen wurden dabei von Gummigeschossen getroffen und verletzt. Mark und Jeremy, zwei freiwillige Helfer des ISM, brachten eine Gruppe von Kindern in Sicherheit und beobachteten die israelischen Soldaten danach. Diese eröffneten daraufhin das Feuer auf die beiden ISM-Mitarbeiter. Mark, ein Amerikaner, erlitt einen Streifschuß am rechten Oberschenkel während eine Kugel den linken Oberschenkel Jeremys, eines Australiers, durchschlug und in seinem rechten Oberschenkel steckenblieb. Angaben der beiden Verletzten als auch zweier weiterer ISM-Mitarbeiter zufolge waren sie vor dem Angriff deutlich zu sehen gewesen. 'Es gab keine palästinensischen Schüsse, wir waren offensichtlich unbewaffnete Zivilisten, warum haben die Soldaten geschossen?' fragte die ISM-Mitarbeiterin Kelly B."

Freace.de 28.10.2003, "Israel will keinen Frieden" http://www.freace.de/artikel/okt2003/israel281003.html Darin: "In den vergangenen Tagen hat Israel ein weiteres Mal klar gezeigt, daß es weder an einer friedlichen Lösung des Konflikts mit Palästina noch an der Einhaltung internationaler Gesetze interessiert ist. In der Nacht zum Sonntag sprengte das israelische Militär drei 13-stöckige Wohnhäuser in der Stadt Al-Zahara im Gaza-Streifen, weil diese angeblich von Palästinensern benutzt worden waren, um israelische Truppenbewegungen zu beobachten. Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erakat bezeichnete die Sprengung der Häuser mit insgesamt über 140 Wohnungen als ein 'Kriegsverbrechen' und selbst der UN-Generalsekretär Kofi Annan verurteilte die Sprengungen am Montag scharf."

Goethe-Institut, gesehen 28.10.03, "Fikrun wa Fann" (Kulturzeitschrift) www.goethe.de/ges/rel/prj/ffs/ueb/deindex.htm "Fikrun wa Fann" (Kulturzeitschrift in arabischer Sprache mit Schwerpunkt Deutschland und Europa) erscheint zweimal im Jahr und beschäftigt sich mit dem Dialog zwischen den Kulturen.

junge Welt vom 28.10.2003, Ausland, "Teheran ohne Chance. Im Streit um Irans Atomprogramm setzen USA und Israel auf Konfrontation." von Knut Mellenthin
www.jungewelt.de/2003/10-28/008.php Darin: "Auch nachdem Iran im Streit um sein Atomenergieprogramm nachgegeben hat, halten sich die Regierungen der USA und Israels nach wie vor eine militärische Option offen."


Amin.org, October 27, 2003, "Palestinian Journalist wins World Journalism Awards" http://www.amin.org/eng/uncat/2003/oct/oct27.html Quote: "Walid Batrawi , a freelance Palestinian journalist won the 2003 Natali Prize: Excellence in Reporting Human Rights, Democracy and Development - one of the world's leading awards for journalists. (...) Batrawi won the prize in the regional category of The Arab World, Iran and Israel for his article 'Media-less Reforms vs. Reform-less Media' published online at Arab Media Internet Network (AMIN) and in Al-Ayyam Daily."

Autodafe.org, seen 27 Oct. 03, "The coming war is very dangerous and we must stop it" by Najib Mahfouz (Egypt) - AUTODAFE n°3-4 - Autumn 2003" Text: At no other time in my life have I felt so anxious as I do now. I have lived through the Inter-War Years, the Second World War, and regional conflicts, but I have never felt what I feel now. We now face a superpower, whose nuclear and physio-nuclear weapons are trained on the weak nations. We have become the target and from a military point of view, the balance of power is against us. We were on the periphery during the Second World War, but now we are at the very heart of the targeted area, for the Arab world itself is the objective. Not only do we have oil, but the Caspian Sea is also close by. The United States has set its sights on this oil. I see great dangers resulting from the invasion of Iraq; the destruction of this country will not be the final stage (of such aggression) but will be the first of many such steps. The United States interferes aggressively to control the sources of energy, while American rhetoric talks about absolutes, about good and evil and the war against terrorism, with its undefined goals. The whole region will be placed in a very dangerous situation. What can we do? We cannot do more than raise our voices against the war. I have read about the huge demonstrations in New York and Washington, London, Paris and other European capitals; huge demonstrations that show that the human race has neither surrendered to the calls for war, nor lost its conscience. Artists and creative people what ever their nationality must speak out against the war. The coming conflict will be ugly and have dangerous consequences. It will lead to a rise in extremism. It will become a struggle, I fear that will be limitless and never-ending. Many of our people regard the war, which the United States is waging as being contrary to our beliefs, and this is very dangerous. If the logic of force becomes the factor, which determines who predominates, and those who are stronger militarily wage war against the weaker, then the world will become a jungle. This threatens the human race, and we must all stand against it to prevent a disaster, which could be catastrophic for mankind. It is the task of writers and people of reason on all sides, to prevent war and destruction." Najib Mahfouz won the nobel price for literature in 1988 or so.

FOX NEWS, October 27, 2003 9:04 AM, Email from H.Alhassan, Subject: "Fox Interviews Ambassador Farid Abboud of Lebanon" Quote: "Fox: Mr. Ambassador, does this mean you condone the suicide bombers ?! Abboud: I do not condone the actions of the war criminal Sharon !!! Fox interviewer (with apparent frustration): Mr. Ambassador, please stop evading my questions and answer them directly ! Do you condone the suicide bombers?! Abboud: I do not condone the killing of innocent civilians, but we have to define who is an innocent civilian and who is not!!! If a Palestinian suicide bomber kills a bunch of Israeli soldiers who are committing atrocities against the defenseless Palestinian population, do you consider these soldiers as innocent civilians??? Fox interviewer (sighing): Mr. Abboud, do you recognize Israel's right to exist ? Abboud: Yes, I recognize PALESTINE'S right to exist !!! Fox interviewer (no words to describe his face): Mr. Ambassador. Please stop this aversion in answering, and answer our specific questions !!! Do you recognize Israel's right to exist or not?! Abboud: Israel already exists, Sir. It does not need my recognition. It is the recognition of Palestine to exist that should be addressed !!! Fox: Mr. Ambassador, why are you so one sided and biased in answering our questions??? Abboud: Sir, it is you who are very one-sided and biased in your questioning!!! Fox interviewer (totally at a loss for words): Mr. Abboud, Lebanese Ambassador to the United States, thank you Sir for your time and the interview!!!" H.Alhassan: This is the transcript of an interview between a Fox interviewer and the Lebanese Ambassador to the U.S., Mr. Farid Abboud. Delicious! - Commentary Anis: This shows that it is possible to stand up to the media, even to FOX.

Telepolis 27.10.2003, "Das Weiße Haus zögert Aufklärung über den 11.9. hinaus" von Florian Rötzer www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15948/1.html Darin: "Die '9-11 Commission' droht nun, gerichtliche Schritte einzuleiten, falls die geforderten Dokumente nicht bald zugänglich gemacht werden, deren Geheimhaltung Verschwörungstheorien fördert." Und: "Letztes Jahr wurde vom Weißen Haus bestätigt, dass Bush einige Wochen vor dem 11.9. einen schriftlichen Geheimdienstbericht erhalten habe, in dem vor Flugzeugentführungen durch al-Qaida gewarnt wurde. Das Weiße Haus erklärte [3], dass man zu dieser Zeit zwar vermehrt allgemeine Warnungen vor Terroranschlägen erhalten habe, aber keine konkreten Hinweise. Überdies wäre es bei dem Geheimdienstbericht nicht darum gegangen, dass Selbstmordanschläge mit Passagierflugzeugen geplant würden." Anis: Es ist seltsam, wie solche Nachrichten einfach so verpuffen können und keine wirklichen Konsequenzen haben.


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