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Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
09/2003 (1)
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AMNESTY INTERNATIONAL PRESS RELEASE 07.09.03, "Israel/Occupied Territories: Israel must end its policy of closures and restriction of movement"
http://web.amnesty.org/library/print/ENGMDE150812003 Quote: "Amnesty International reiterated its call on the Israeli authorities to put an immediate end to the practice of extrajudicial executions and other killings of civilians. For a full copy of the report or the summary, please see: Israel and the Occupied Territories, Surviving under siege: The impact of movement restrictions on the right to work http://web.amnesty.org/library/Index/ENGMDE150012003 - http://web.amnesty.org/library/Index/ENGMDE150642003"

Haaretz 07.09.03, "The empty square" by Gideon Levy
Starts with: "Are there not at least 100,000 Israelis who are shocked by what Israel is doing to the Palestinians these days? Isn't there at least a tiny minority of a few tens of thousands who are losing sleep over the targeted assassinations? Or over the separation wall that is tearing Palestinians from their land? Or over the mass imprisonment that an entire nation has been living in for almost three years? Or over the abuse and humiliation an entire nation is being subjected to?" And: "In less than two weeks, the Israel Air Force has liquidated 11 Hamas activists in Gaza without a trial, and along with it have killed and maimed innocent passersby. No one knows for sure who the liquidated people are and why they had to die, and no one asks why this criminal policy is continuing even after it has proved ineffective. The Palestinians, and the international community, conclude - and rightly so - that all Israelis support the occupation policy of their government." Anis: Gideon Levy is one of the few real good Israeli journalists who are known.

Redress Information & Analysis, 07.09.03, "Betrayal at Camp David" by Uri Avnery
http://www.redress.btinternet.co.uk/uavnery54.htm


ND 06.09.03, "Machtkampf in Palästina? Abdallah Frangi. Der palästinensische Generaldelegierte in Deutschland ist Mitglied des Zentralkomitees der Fatah und telefoniert täglich mit der Palästinenserführung in Ramallah." Interview: Lennart Lehmann
Darin Frangi: "Die Israelis setzen ihre Politik in den palästinensischen Gebieten einseitig fort. Das heißt, die Siedlungspolitik wird intensiviert, der Bau der Mauer in den palästinensischen Gebieten ist fast vollendet, und dadurch hat man ein Drittel des palästinensischen Bodens beschlagnahmt. Die Exekutionen, die jeden Tag in den palästinensischen Gebieten stattfinden, laufen auf Anweisung der israelischen Führung. Die Israelis machen ihre Politik in den palästinensischen Gebieten, ohne Rücksicht auf Abbas, Arafat oder die palästinensischen Sicherheitsorgane zu nehmen."

Palestine-info.co.uk, 06.09.03, "Daily News. Occupation forces arrest wife of wanted Mujahid"
http://www.palestine-info.co.uk/am/publish/printer_2318.shtml Quote: "More than 70 Palestinian females are imprisoned in Zionist occupation jails since eruption of the Aqsa intifada three years ago. Most of them are imprisoned to pressure their husbands into giving themselves in or for taking part in resistance acts." Anis: This does not accord with the human rights and the Geneva Conventions. In German it is called "Sippenhaft", imprisonment of kin. The Israelis can do that, because the Palestinians are not viewed to be part of the human race yet, in the eyes of the world.


Freitag 37, 05.09.03 , "Braucht Europa einen eigenen militärischen Hammer? EU-VERTEIDIGUNGSUNION, Sicherheitspolitik und das Prinzip der Gewaltfreiheit" von Jürgen Rose
http://www.freitag.de/2003/37/03370701.php Darin: "Die Möglichkeit von Frieden überhaupt basiert auf der Wirkungsmächtigkeit einer Rechtsordnung, die von der Fähigkeit abhängt, sie notfalls mit staatlichen Gewaltmitteln auch gegen Widerstreben durchzusetzen." Und: "Wer nun die Geltung ihrer Charta in der internationalen Politik wiedererzwingen will, muss sich ergo im Klaren sein, dass er damit unvermeidlich auch für die Anwendung militärischer Gewalt gemäß den in der UN-Charta fixierten Regularien plädiert - aber eben auch allein gemäß den Regeln dieser Charta!" Und: "Der Schlüsselbegriff einer möglichen 'Verteidigungsunion' lautet demnach: Begrenzung - und zwar in mehrfacher Hinsicht - es geht nicht um Hegemonie qua militärischer Machtentfaltung nach dem Beispiel USA, sondern im Gegenteil um die friedenssichernde und friedensverträgliche Beschränkung militärstrategischer Ambitionen der EU." Anis: Das ist ein ganz guter Artikel. Dipl. Päd. Jürgen Rose ist Oberstleutnant der Bundeswehr.

Gush Shalom, 05.09.03, Uri's 80th birthday
Text: [We gladly pass on the following initiative of a group of "peace friends". For the Israelis who got earlier the invitation in Hebrew it's a reminder; for the sympathizers abroad - just fyi.] ...the lad has actually turned 80! You Are Cordially Invited to an Evening in Honor of Uri Avnery on his 80th (believe it or not!) birthday. Participating in the event are Shulamit Aloni, Ahmed Tibi, Loba Eliav, Alex Massis, Ziad Abu-Ziad, Amnon Zichroni, Yitzhak Livni, Sirhan Salaimeh, Haim Baram, Adam Keller, Providing the vocal fare: Aviv Gefen. Moderating the affair: Amikam Gurevitch. Additionally, a sreening of select segments of Uri's life: Shahaf Haber and Nadav Harel. Place: Tzavta, Auditorium no. 1. When: Tuesday, September 9, 2003. Time: 20:30 Tickets (to cover the costs) 40.00 shekel Everyone is Invited to Come and Celebrate the Event "...the lad has actually turned 80!"

Middle East Times , 05.09.03 , "Nonviolence is in sync with Islam" by Muhammad Abu-Nimer
Quote: "There is no lack of Islamic values of nonviolence or historical examples of such practices in Islamic history and tradition. We need to widen a campaign of systematic efforts to continue to theologically conceptualize and articulate the Islamic nonviolent resistance philosophy, and to support the emerging efforts of establishing global and local Muslim nonviolent resistance movements to confront the current 'Islamophobia' that is sweeping the world and to engage the masses in supporting the liberation of Palestine." Muhammad Abu-Nimer, Ph.D. is a conflict resolution specialist at the School of International Service at American University in Notre Dame, USA, and the author of Nonviolence and Peace-building in Islamic Context: theory and Practice. This article is part of a series published in partnership with the Common Ground News Service (CGNews).

taz 05.09.03 , S.8, "Antisemitismus-Streit bei Attac. Gibt es antisemitische Attac-Aktivisten? Die einen sagen Ja. Die anderen verstehen die Frage nicht. Die 'AG Globalisierung und Krieg' weiß aber, dass ein Boykottaufruf gegen Israel 'missbraucht' werden könnte. Der Attac-Rat berät über Konsequenzen" von Matthias Braun
http://www.taz.de/pt/2003/09/05/a0049.nf/text Anis: Die Überschrift reicht eigentlich schon. Die einen sagen Ja, die anderen verstehen die Frage nicht, wissen aber im Prinzip, dass sie "Unrecht" tun. Die taz versucht hier, sanft auf Attac einzuwirken, damit die Israelkritik kontrolliert bleibt. Die Palästinenser sind in diesem Kontext offensichtlich uninteressant. Weiter heißt es: "Gegen das globalisierungskritische Netzwerk Attac wird der Antisemitismusvorwurf erhoben." Anis: Und zwar von einem Mitglied, Sebastian Wertmüller. Den hat die taz sofort angerufen. (!) Er sagt: "'In der AG spielen antisemitische Gedanken eine dominierende Rolle'". Das ist ein schwerer Vorwurf, den die taz da druckt: "Wertmüller reibt sich zuvörderst an einer Unterschriftensammlung, die inzwischen aus dem Netz genommen wurde. 'Keine Warenimporte aus den israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet in die EU', wurde da gefordert. Das erinnere ihn an den nationalsozialistischen Aufruf 'Kauft nicht beim Juden'. Hinter der Boykottforderung stehe der Gedanke, die Wurzel des israelisch-palästinensischen Konflikts liege in der Gründung des Staates Israel, sagte Wertmüller. Dies sei ein antisemitischer Gedanke. // Außerdem verweist Wertmüller auf mehrere Positionspapiere der 'AG Globalisierung und Krieg', in denen palästinensischer Terror als legitimer Widerstand gerechtfertigt werde. 'Widerstand aber knüpft an emanzipatorische Gedanken an, und die kann ich da nicht erkennen', sagte Wertmüller." Den Boykott illegaler Siedlungen zu "Kauft nicht beim Juden" zu wenden, ist unter der Gürtellinie und zeigt die horrenden Auswüchse der Antisemitismusdebatte. Ich kann auch nicht erkennen, wo Terror legitimiert wurde, die entsprechenden Texte habe ich gelesen. Hier soll auf Kosten der Palästinenser legitime Kritik am Staat Israel unterbunden werden, und das kann nicht hingenommen werden. Attacs Entscheidung, die Unterschriftenliste aus dem Netz zu stellen, unterstützt aktiv die illegalen Siedlungen und die Besatzung. Ich protestiere energisch! Die Palästinenser haben genug davon, dass auf ihrem Rücken eine Abrechnung der Linken mit den Rechten veranstaltet wird. Die taz aber schreibt: "Morgen nun tagt das Gremium, das über Konsequenzen befinden könnte - der Attac-Rat. Das Thema Antisemitismus steht dort auf der Tagesordnung. Da die Arbeitsgemeinschaften, die sich bei Attac zusammengefunden haben, autonom arbeiten, könnte ein Ratschluss lauten: Die 'AG Globalisierung und Krieg' darf nicht mehr unter dem Attac-Label veröffentlichen. Aber das bleibt abzuwarten." So unterbindet die taz legitime Israelkritik.


ARD 04.09.03, 20:15, Sendung "Kontraste", "Bespuckt, Beleidigt, Boykottiert - ein deutscher Jude gibt auf" von Anja Dehne
www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_1173474.html Sabine Yacoub: Der Inhalt ganz kurz: Herr T. hat irgendwann aus seinem Tante-Emma-Laden einen koscheren Lebensmittelladen gemacht, den er entsprechend mit Davidsternen und Israelfahnen dekoriert hat. Der zuvor offenbar voll integrierte Mann wurde seitdem von den Nachbarn und ehemaligen Kunden mehr oder weniger schräg angeguckt zuerst von Skins bedroht, später von arabischen Jugendlichen. Irgendwann flog ein Stein. Das Geschäft lief auch immer schlechter, so dass er nach dem Steinwurf mit Schulden aufgab. Jetzt hat er die Ausreisepapiere nach Israel beantragt. // Die Aussage des Berichts ist ganz eindeutig. Auch heute noch werden Juden durch Antisemitismus aus Deutschland vertrieben. Es ist wichtig sich mit solchen Vorfällen zu beschäftigen und auf sie aufmerksam zu machen. Es ist aber auch wichtig zu differenzieren, um die Situation zu verstehen. Neben Herrn T. werden im Bericht drei Gruppen dargestellt. Zum einen die glatzköpfigen deutsche Jugendlichen. Mit Aussprüchen wie "Judenschwein" sind sie offenbar eindeutig antisemitisch (wobei davon auszugehen ist, dass ihr Hass auch auf andere Gruppen gerichtet ist). Dann die Nachbarn. - Die Nachbarn wirken auf mich wie Leute, die das Neue, das Andere ablehnen, die sich unwohl fühlen,wenn jemand ungewöhnlich hervorsticht, im konkreten Fall der Nachbar T. plötzlich eine Kipa oder einen schwarzen Hut trägt, Davidsterne an seinen Laden hängt und ungewohnte Produkte verkauft. Dieses Verhalten ist mit Sicherheit genauso gefährlich wie Antisemitismus, kann aber viele andere Menschen und Gruppen auch treffen. Mit den arabischen Jugendlichen kommt ein weiterer Aspekt hinzu, der im Bericht nicht berücksichtigt wurde, nämlich der Nah-Ost-Konflikt. Als ich die israelische Fahne sah, war ich - wie die arabischen Jugendlichen - provoziert. Ich verbinde mit der Fahne nicht "das Judentum" sondern den Staat Israel, und dieser Staat ist für viele Menschenrechtsverletzungen in Palästina verantwortlich. Diese Provokation rechtfertigt natürlich in keinem Falle das Schmeißen von Steinen oder auch nur das Aussprechen von Beleidigungen. Allerdings sollte diese Thematik in solch einem Bericht vorkommen, sollte zwischen Skins und arabischen Jugendlichen unterschieden Werden und nach Hintergründen gefragt werden. Zumal Israel am Ende als Heimstadt für die jüdischen Opfer dargestellt wird, ohne das Leid der Palästinenser zu erwähnen. // Hier noch ein ähnlicher Fall: http://www.tachles.ch/artikel.php?id_art=342

Link zu:
M. Jochheim, IPPNW: Bericht vom Internationalen Seminar über den palästinensischen Kampf und die Globalisierung in Bethlehem (04.09.03)

The Committee on the Exercise of the Inalienable Rights of the Palestinian People, Press Release, GA/PAL/929, "UN-GA: SUMMARIES OF STATEMENTS TO THE COMMITTEE ON THE EXERCISE OF THE INALIENABLE RIGHTS OF THE PALESTINIAN PEOPLE" (4 September 2003)
www.un.org/News/Press/docs/2003/gapal929.p2.doc.htm FOLLOWING ARE SUMMARIES OF STATEMENTS MADE TODAY, 4 SEPTEMBER, TO THE COMMITTEE ON THE EXERCISE OF THE INALIENABLE RIGHTS OF THE PALESTINIAN PEOPLE. A COMPLETE SUMMARY OF THE MEETING WILL APPEAR AFTER THE MEETING'S CONCLUSION AS PRESS RELEASE GA/PAL/929. Background: The Committee on the Exercise of the Inalienable Rights of the Palestinian People met this morning to open the United Nations International Conference of Civil Society in Support of the Palestinian People. The two-day Conference is convened in accordance with General Assembly resolutions 57/107 and 57/108 of December 2002. In the plenary meeting that follows the opening session, the Conference is expected to discuss the theme "The situation on the ground: Obstacles to peace".


junge Welt 03.09.03, Interview, "Ausnahmezustand in Nablus: Wie verhält sich die Armee?" jW sprach mit Anna Berlin. Sie hält sich seit einigen Wochen in der Westbank, derzeit in Nablus, auf. Sie ist Mitglied der International Solidarity Movement (ISM), die sich mit gewaltfreiem Widerstand für ein Ende der israelischen Besatzung als Voraussetzung für einen gerechten Frieden in Israel/Palästina einsetzt. Interview: Endy Hagen
www.jungewelt.de/2003/09-03/018.php Darin: "F: Wie ist die Lage in Nablus zur Zeit? A: Sehr schwierig und unüberschaubar. Die Armee hatte am 22. August die Altstadt besetzt. Vor ein paar Tagen sind sie wieder abgezogen, haben zunächst das benachbarte Flüchtlingslager Balata besetzt. Derzeit gibt es immer wieder Vorstöße in das Zentrum von Nablus. Es herrscht fast ständig Ausgangssperre. Die Armee durchsucht systematisch die Häuser. Die Soldaten gehen von Haus zu Haus, hämmern gegen die Türen, die Leute lassen sie rein, dann machen die Soldaten alles dicht, und es wird sehr laut im Haus. Zum Teil greifen sich die Soldaten Menschen und benutzen sie als Schutzschilde, wenn sie Häuser betreten. Die ganze Altstadt und das Gebiet drumherum wimmelt von Soldaten. Sie haben Dutzende von Häusern besetzt, von denen aus sie die Altstadt kontrollieren. Die völlig verängstigten Familien, die dort wohnen, werden in ein oder zwei Räume gesperrt und müssen bitten, um an ihr eigenes Essen zu kommen oder aufs Klo gehen zu können." Anis: Das sind die Israelis, die von Deutschland und der Welt gehätschelt werden, damit sie Palästinenser quälen können. - Wichtiges Interview

Telepolis 03.09.03, "Feinde zu Freunden gemacht. Der Aachener Friedenspreis ehrt israelische und deutsche Friedensaktivisten" von Michael Klarmann
www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15548/1.html Beschreibung: "Die israelischen Friedensaktivisten Reuven Moskovitz und Nabila Espanioly sind für den Aachener Friedenspreis 'Hoffnungsträger' (vgl 'Hoffnungsträger' für den 'Frieden zwischen Juden und Palästinensern' [1]) für den 'Frieden zwischen Juden und Palästinensern', die Initiative Ordensleute für den Frieden ( IOF [2]) Menschen, die mit ihrem 'beständigen Engagement' Zeichen setzen gegen das 'menschenverachtende, kapitalistische Wirtschaftssystem der reichen Staaten'. Beide wurden am Montag wegen ihres jahrelangen Engagements geehrt. Eine Reportage."


FAZ 02.09.03 , S.8, "Mit dem Bulldozer. Häuserkampf auf israelische Art: Wie arabische Bewohner aus Jerusalem vertrieben werden" von Jörg Bremer, Jerusalem
www.faz.net/p/Rub867F03D44419425ABE6DCC0E9D5A8505/ Doc~ED0ABAE5D40084144B3BC870B9A967B8F~ATpl~Ecommon~Scontent.html Darin: "Jedes Jahr annektiert Israel weiter Land. In der Regel werden damit auch wieder mehr Palästinenser zu Jerusalem und Israel geschlagen. Israel gefährdet mithin selbst seine israelische Mehrheit." Und: "Nach Angaben aus der Stadtverwaltung gibt es im jüdischen Westen der Stadt einen viel härteren Rechtsbruch. Zwischen 1992 und 1996 fanden nur 12 Prozent der insgesamt damals 2.600 illegalen Baumaßnahmen im Osten statt. Stadt oder Innenministerium gingen aber im Westen nur gegen die Hälfte der illegalen Bauten vor, während sie im Osten gegen 86 Prozent aktiv wurden. Nur 30 Prozent der Abrißbefehle ergingen an jüdische Bauherren. Die Mehrheit wurde gegen arabische Bürger ausgestellt." Claudia Karas an die FAZ: Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte mich herzlich bedanken für den gut recherchierten bericht von Jörg Bremer zu den Häuserzerstörungen der israelischen besatzungsmacht. Nach informationen des "Israeli Comittee Against House Demolitions" http://www.icahd.org kommt es fast täglich zu solchen gewaltakten, ohne dass sich die "zivilisierte" weltgemeinschaft deswegen aufregt. durch seine "nicht hinterfragbare" solidarität mit israel unterstützt auch der deutsche außenminister die häuserdemolierung, obdachlosigkeit ganzer familien, und er ist mitverantwortlich für die ethnische säuberung durch vertreibung der palästinenser aus ihrer heimat. Mit freundlichen Grüßen

www.Freace.de 02.09.03, "Israel kämpft 'bis zum bitteren Ende'"
http://www.freace.de/artikel/sep2003/israel020903.html Darin: "Der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz hat am Montag versprochen, daß Israel 'bis zum bitteren Ende' gegen Hamas kämpfen wird, berichtete AP." Anis: Bitter für wen? Am Schluss heißt es noch: "Am Dienstag ist ein 10-jähriges Mädchen, daß vor einer Woche bei einem gleichartigen israelischen Anschlag verletzt worden war, gestorben. Am Montag ist ein 15-Jähriger durch israelische Maschinengewehrkugeln eines Panzers lebensgefährlich verletzt worden. Ein Palästinenser hatte einen Molotow-Cocktail auf den Panzer geworfen, woraufhin dieser begonnen hatte, ungezielt um sich zu schießen. Am Samstag war ein 9-jähriges palästinensisches Mädchen im Flüchtlingslager Khan Yunis von einem israelischen Wachturm aus erschossen worden. Mindestens 5 weitere 12 bis 14 Jahre alte Kinder wurden verletzt, als die israelischen Soldaten das Feuer eröffneten." Anis: Das geht nicht gegen die Hamas, sondern gegen alle Palästinenser

Ha'aretz / ZNet Deutschland 02.09.03, "Fünf Regelungen, verfasst vom 'Königreich der Siedlungen'" von Amira Hass
Darin am Schluss: "Was in der westlichen Welt als undemokratisch gilt, ist für Juden demokratisch. Es ist kein Zufall, dass einer der Hauptbefürworter des Ausschlusses der arabischen Listen von der Knesset, Michael Kleiner ist, der wirbt für eine arabische Auswanderung aus Israel. Es gibt Juden, die der Meinung sind, dass der Aufruf zum bereitwilligen Transfer nicht nur undemokratisch sei, sondern auch definitiv nicht jüdisch. Dennoch sind sie Juden, die sich dem "Königreich der Siedlungen" widersetzen, auch wenn ihre Ansicht nicht zählt." Anis: Guter Artikel


FAKT, Partei für Frieden, Arbeit, Kultur und Transparenz, Pressemitteilung 01.09.03 "Zum möglichen Bundeswehr-Einsatz im Irak: Der Irak-Krieg darf nicht nachträglich legitimiert werden"
Darin: "Der Vorstoß von Grünen-Chefin Angela Beer, einen Bundeswehr-Einsatz im Irak in den Bereich der Möglichkeiten zu rücken, lässt tief blicken. Die Grünen sind von einer Partei der Friedensaktivisten zu einer Partei der Kriegsbefürworter mutiert. Die Beteiligung an der Friedenssicherung im Irak bedeutet, den ungerechten und unter Täuschung der Weltöffentlichkeit begonnen Angriffskrieg der Amerikaner nachträglich zu legitimieren. (...) Jetzt sollen, wie schon so häufig, andere Nationen in diesen Sumpf gezogen werden, um die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Wenn die Deutschen dennoch in den Irak-Konflikt eingreifen, dann nur als Einheit einer multinationalen Truppe unter der Führung der Vereinten Nationen mit humanitärem Auftrag." Anis: Inhaltlich gut, an der Metaphorik könnte noch etwas gefeilt werden, denn im Sumpf Kastanien aus dem Feuer zu holen ist etwas schräg. Jamal Karslis neue Partei.

junge Welt 01.09.03 , Inland, "Krisenfeste Freundschaften. Palästinensische und israelische Studierende machten im Rheinland 'Ferien vom Krieg'" von Karin Leukefeld
www.jungewelt.de/2003/09-01/012.php Darin: "'Ferien vom Krieg' heißt ein vom Komitee für Grundrechte und Demokratie aus Frankfurt am Main ins Leben gerufenes Projekt, mit dem Kindern und Jugendlichen aus Kriegsgebieten die Chance geboten wird, sich in einer 'entlasteten Ferienatmosphäre ohne Druck' zu begegnen und gemeinsame Aktivitäten zu unternehmen." Und: "'Breaking Barriers' (Absperrungen durchbrechen) ist eine von der Israelin Keren und dem Palästinenser Rami vor zwei Jahren gegründete Initiative. (...) In gemeinsamen Diskussionen und der Auswertung von Nachrichten seien sie jenseits ihrer Nationalitäten zu einer politischen und persönlichen Bewertung gekommen. Die 'roadmap' sei unglaubwürdig, die Politiker nicht fähig und willens, eine friedliche Lösung herbeizuführen. Und Keren fügt hinzu: 'Es ist ganz klar besser, die Juden und Araber in Israel und Palästina zu unterstützen, als unsere Regierung.'" Anis: Gute Initiative, guter Artikel

DER SPIEGEL 36/2003, 01.09.03, "Clusterbomben im Irak. Tödliche Altlasten. Nicht explodierte Clusterbomben entwickeln sich zu einem schweren Problem für die US-Streitkräfte im Irak. In viel größerer Zahl als bislang vermutet liegen sie mit scharfen Zündern sogar in dicht besiedelten Gebieten."

Union of Healt Workers Committe, 01.09.03, "Gaza under Siege" Quote: "The poverty rate is getting more and more increased, medical services and medications are highly needed. The Israeli military watercrafts armed with the most technological missiles tour in the Gaza Strip sea, and the Apatshis and F16 don't leave the Gaza Strip sky for a moment, threatening of killing and destruction in every minute. // The Egyptian borders are surrounded by aculeate wiredraws and isment blocks guarded by Israeli tanks and soldiers. The Beat Hanoun (ERIZ) cheek point is the exact example of the decriminal detachment. The eastern borders of Gaza Strip surrounded by electric wires to shock anyone who comes close, as well the most modern monitoring media to cover all the above mentioned. // This is the situation in the Gaza Strip (...)" writes Dr. Rabah Muhanna, Director, Union of Health Work Committees, http://www.pcwf.org , http://www.pcwfund.org, The link to the website of Palestine Children's Welfare Fund. Click to buy Palestinian embroidery online, sponsor a Palestinian child, buy a flag or a Kuffiya to feed one, or donate books for the children of the refugee camps and BirZeit University.

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