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Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
08/2003 (2)
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FAZ 17.08.03, S.33, "Tiefstes Mittelalter im Irak" von Mario Vargas Llosa
www.faz.net/s/RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/ Doc~E1DAEF555E7E24EAFA1F4024297AACD1F~ATpl~Ecommon~Scontent.html Darin: "Anders als in den katholischen Pilgerstätten Lourdes oder Fatima hat der hier praktizierte Glaube für Vargas Llosa etwas Bedrohliches: 'Hier ist der Glaube rein, echt, uneigennützig, extrem; das einzige, was viele dieser von Elend und Armut gebeutelten Menschen, die weinend und schreiend beten, in ihrem Leben besitzen. Und dieser unbedingte Glaube kann von einem charismatischen Ajatollah, wie dem von mir in Nadschaf besuchten, leicht in Gewalt, in einen Heiligen Krieg oder Kreuzzug, umgelenkt werden.'" Claudia Karas: Der Beitrag von Vargas Llosa ist oberflächlich und in absoluter Unkenntnis der Stadt Nadjef und ihrer Bewohner geschrieben, er zeigt keinen Respekt vor den Menschen und der Ausübung ihrer Tradition und ihres Glaubens. Er hätte besser einen Besuch in den Anden gemacht, um zu berichten, was die Demokratie den Menschen dort gebracht hat. // Nadjef ist eine uralte Pilgerstadt. Weder die Osmanen, noch die Engländer, noch all die anderen Regierungen und erst recht nicht das Terror-Regime Saddam Husseins konnten die Tradition ihres Glaubens verändern. Millionen Menschen pilgern jährlich in diese Stadt, Menschen aus aller Welt lassen sich dort begraben. Diese Stadt hat viele Denker, Dichter, Demokraten, Liberale, Sozialisten und Kommunisten hervorgebracht. // Wie können diese Menschen nach 30 Jahren Terror-Regime, 3 Kriegen und einem 12 jährigen totalen Embargo, nach dem Verlust von tausenden ihrer Männer, Frauen und Kinder, nach den Kriegslügen aus der zivilisierten Welt, eben dieser Welt noch trauen? Diese Menschen, die Vargas Llosa so herablassend, ja rassistisch beschreibt, haben nur die Feindseligkeit des Autors gespiegelt!

www.ifamericansknew.org, seen 17.08.03, "If Americans knew. What every American needs to know about Israel/Palestine "
http://www.ifamericansknew.org Description: Americans have an enormous, often little known, connection to the ongoing and dangerous tragedy that is Israel and Palestine. As lives of the young and old are increasingly lost and devastated, due in part to short-sighted US policies, it is inevitable that these policies will endanger American lives as well. American citizens have the power to end this carnage. We must be informed. Anis: good material, statistics and more (seen by Claudia Karas)

www.Stryjak.de, 17.08.03, Web-Info
www.stryjak.de Ankündigung: Die Webseite mit Reportagen, Kolumnen und anderen Texten von Jürgen Stryjak, www.stryjak.de, ist erweitert worden. Neu: der Perlentaucher, die Heinrich Böll Stiftung, Das Magazin sowie der Freitag. Anis: Jürgen Stryjak ist Ägypten-Experte. www.stryjak.de ist zu empfehlen.


The Heretical Press - UK, 16.08.03, "Zionism Financially Thrives By Creating False Pathos Of Global 'Anti-Semitism'"
http://www.rense.com/general40/zionn.htm Quote: "At the 1958 World Jewish Conference in Geneva, Dr. Nahum Goldman, President of the World Zionist Organization, warned Jews that 'a current decline of overt anti-Semitism might constitute a new danger to Jewish survival... The disappearance of anti-Semitism has had a very negative effect on our internal life.'" Anis: some interesting facts, but it also says: "From Let My People Go, Empirical Publications, Northern Ireland c. 1976. Authorship unknown. Names of Jews are shown in bold face throughout the publication." This is strange. Why is it emphasized that names of Jews are shown in bold face? Strange.

taz, 16.08.03, S.9, "Militäraktion gefährdet Waffenruhe. Israels Armee tötet führendes Mitglied des Islamischen Dschihad, will aber an Waffenstillstand festhalten" von Anne Ponger
http://www.taz.de/pt/2003/08/16/a0063.nf/text Endet mit: "Deshalb besteht Israel darauf, Einzelaktionen in 'Terrorenklaven' wie Nablus und Dschenin fortzusetzen." Anis: Klingt wie israelische Propaganda.

taz, 16.08.03, S.11, "DIE IRAKRESOLUTION DER UNO NUTZT NUR DEN BESATZUNGSMÄCHTEN. Ein weiterer Schritt in die falsche Richtung" Kommentar von Andreas Zumach
http://www.taz.de/pt/2003/08/16/a0115.nf/text Darin: "Die neue Irakresolution der UNO ist das schlechteste aller nur denkbaren Ergebnisse und Ausdruck des fortgesetzten Versagens der Kriegsgegner im Sicherheitsrat. Sie erlaubt der Bush-Administration, den von ihr installierten provisorischen Regierungsrat in Bagdad als international anerkanntes Gremium auszuweisen - auch wenn diese Anerkennung ausdrücklich nicht im Resolutionstext steht. (...) Die militärische, politische und wirtschaftliche Kontrolle bleibt weiterhin uneingeschränkt bei den beiden Besatzungsmächten. Die UNO erhält mit der neuen Resolution nicht einmal begrenzte Mitentscheidungsrechte." Anis: Die sollten den Zumach mal über Palästina schreiben lassen...

Link zu Knut Mellenthin, "'Mein Name ist Hase...' Warum das Berliner Memri nicht in Frieden leben kann" (16.08.03)


Freitag 34, 15.08.03, "Der Störenfried. EIN WEHRDIENSTVERWEIGERER IN ISRAEL. Die Armee will Yoni Ben-Artzi nicht wegen 'psychischer Defekte' nach Hause schicken - sie will an ihm ein Exempel statuieren" von Matthias Bertsch
http://www.freitag.de Langer Hintergrundartikel

Freitag 34, 15.08.03, "Blind. LINKSBüNDIG [*] Ted Honderich und die Verlagspolitik" von Ulrich Müller-Schöll
http://www.freitag.de Darin: "Jetzt, nachdem es post festum aus dem Raum des Öffentlichen verbannt wurde, hinterlässt es in der Debatte einen blinden Fleck. Nun kann nicht mehr überprüft werden, um was es wirklich geht. Das ist umso gravierender, als noch nirgends in dieser aufgewühlten Debatte geleistet wurde, die von Honderich vertretene Moraltheorie angemessen zu referieren." Und: "Der Israel-Palästina-Konflikt ist, als Weltkrisenherd, für ihn nur ein Beispiel, aber ein zentrales. Nach Honderich, der es übrigens als ungerecht ansieht, dass der jüdische Staat nach dem zweiten Weltkrieg nicht aus deutschem Territorium 'herausgeschnitten' wurde, gibt es eine Symmetrie zwischen palästinensischem Terrorismus und Israels 'Staatsterrorismus', wobei Terrorismus allgemein definiert ist als ein gewaltsames Vorgehen ohne Legitimation durch nationales oder internationales Recht. Beide handeln im Sinne des Ziels 'gutes Leben', denn dieses besteht wesentlich in der 'Freiheit und Macht im Heimatland'. Wer aber dies Ziel gutheißt, muss auch die Mittel der Verwirklichung zulassen: 'Es ist mit Sicherheit inkonsistent, einem Volk das moralische Recht auf Freiheit und Macht in einem Heimatland zuzugestehen und ihm dann das Recht auf die einzig möglichen Mittel abzusprechen, dieses zu erlangen.'" Anis: Guter Kommentar, und einer, der sich traut, "Terrorismus" zu definieren als Gewalt, die keine Staatsgewalt ist. Am Deutlichsten bleibt aber das Argument von Abraham Melzer von semit.net, dass Bücher zuerst verboten und dann verbrannt werden.

International Solidarity Movement, 15.08.03, "I'M SORRY, DID YOU SAY NO MILITARY RESPONSE? PRE-DAWN RAID ON BALATA CAMP
Multiple eyewitness accounts report an incursion of at least seven jeeps containing between 40 to 50 Israeli soldiers into Balata camp start at 4am Friday morning. At least one house, identified as the "Abu Ayesh" house, has exploded from IOF demolition squads, possibly as a collective punishment. International Solidarity Movement volunteers are monitoring the situation with cameras, and more information and photos will be posted when received. ISM Media Office: 02 277 4602

Link zu
Knut Mellenthin, "Khomeinis Enkel und der Waffenhändler. Pentagon baut 'iranische Opposition' auf" (Ungekürzte Originalfassung des ND-Artikels) (15.08.03)


taz, 14.08.03, S. 11, "Diplomatie statt militärischer Vergeltung. Israel will trotz Anschlägen an Waffenruhe festhalten, droht aber mit einer Verzögerung des Zeitplans der 'Roadmap'" von ANNE PONGER
http://www.taz.de/pt/2003/08/14/a0077.nf/text Zitat: "Bei einer Knesseth-Sondersitzung warf der Arbeitspartei-Abgeordnete Ofir Pines der Regierung gestern vor, ihre Verpflichtungen nicht zu erfüllen." Und: "Israels totale Sicherheitskontrolle steht im Widerspruch zu der Forderung an die hilflose Behörde, den Terror mutig zu bekämpfen." Anis: Zwei vereinzelte Sätze, die, wie meistens bei der taz, sinnlos am Dogma des guten und unter dem Antisem. leidenden Israel verpuffen.

taz, 14.08.03, S. 12, "Die Lust am eigenen Leid. Die deutschen Täter und ihre Nachfahren wollen endlich Teil der globalen Opfergemeinde sein. Dazu klinken sie sich in den internationalen Versöhnungsdiskurs ein" Kommentar von NATAN SZNAIDER / GÜNTHER JACOB
http://www.taz.de/pt/2003/08/14/a0113.nf/text Zitat: " So wie Guido Knopp in seinen Doku-Soaps Hitlerjungen und Wehrmachtssoldaten als 'Überlebende des Zweiten Weltkrieges' neben Überlebenden des Holocaust zu Wort kommen lässt und jeden Reichsjugendführer zum 'Zeitzeugen' adelt, so stehen in diesem Programm Vorträge über den Holocaust neben Stalingraderinnerungen" Anis: Was ist dagegen einzuwenden, ehemalige Wehrmachtssoldaten und Überlebende des Holocaust zu Wort kommen zulassen? Natürlich sind das Zeitzeugen, das adelt niemanden. Auch heißt es: "Spätestens 1990 begann man in Deutschland zu begreifen, dass man sich auf diese veränderte Wahrnehmung des Holocaust beziehen muss und auch mit Gewinn beziehen kann. Statt nur monoton immer wieder einen Schlussstrich zu verlangen, begann man sehr eigenwillige deutsche Lehren aus dem Holocaust zu ziehen und dabei stolz auf den Standortvorteil zu verweisen. Kein Tag vergeht seither, an dem nicht über deutsche Opfer, deutsches Leid zu lesen ist. Nicht um Täter geht es, sondern um Opfer." Die fehlenden Quellen und die bewerteten Verallgemeinerungen zeigen, dass dieser Text nicht auf Argumenten beruht, sondern eine Art Lehre darstellen soll. Hinter die Kulissen weist folgendes Zitat über einen französischen Philosophen namens Vladimir Jankélévitch: "Die Botschaft des war eindeutig: Nein zur Versöhnung zwischen Juden und Deutschen, Nein zum Verzeihen, Nein zur Wiedergutmachung, Nein zur Universalisierung der Erinnerung an den Holocaust. (...) Denn er hatte schon frühzeitig erkannt, wie die Deutschen versuchen, sich selbst in einer Opferrolle zu präsentieren und wie sie in Verfolgung dieser Obsession mit immer neuen Vorstößen die Welt in Atem halten: 'Das Resultat dieser Vergleiche lässt nicht auf sich warten: Nach einer gewissen Zeit weiß niemand mehr, worum es sich handelt. Was offensichtlich das angestrebte Ziel war.'" Anis: Es handelt sich um den Begriff "Obsession" und den Schlussgedanken. Ein sehr unangenehmer, rückwärtsgewandter, suggestiv auf Frageverbote zielender Text. Man soll sich z.B. nicht mehr trauen, die US-Luftangriffe auf Deutschland der letzten Kriegstage zu hinterfragen.


FAZ 13.08.03, S.34, "Ein Staat mit zwei Nationen? Aus israelischen und arabischen Zeitungen: Der Zaun und die politische Utopie" von JOSEPH CROITORU
Darin: "Mit dem Ausbau des umstrittenen israelischen Trennzauns scheint, wohl als Reaktion, der Gedanke eines binationalen israelisch-palästinensischen Staates in Israel wieder an Bedeutung zu gewinnen." Anis: Interessanter Artikel


Auswärtiges Amt, 12.08.03, "Bundesminister Fischer verurteilt Terroranschläge in Israel"
Darin: "Die Bundesregierung verurteilt die verbrecherischen Terroranschläge, denen heute in Israel unschuldige Menschen zum Opfer gefallen sind, auf das Schärfste." Claudia Karas: Sehr geehrter Herr Bundesaußenminister Fischer, erwartungsgemäß schnell haben Sie reagiert und die "Terroranschläge verurteilt". Ihre einseitigen Reflexe, wenn es um die militärmacht israel geht, sind wirklich bemerkenswert! Schon deshalb können Sie kein ehrlicher makler für einen frieden im nahen osten sein ! // Sie haben nicht gegen den raketenangriff israelischer besatzer in einem flüchtlingslager in nablus protestiert, auch nicht dagegen, dass wiederum rettungsfahrzeuge am transport von verletzten gehindert wurden. palästinenser - nicht wert der genesungswünsche des außenministers? // Vergebens haben wir die letzten wochen auf Ihren scharfen protest gegen den dreisten aus- und weiterbau der siedlungen im besetzten palästina gewartet! // Haben wir Ihren protest gegen den bau einer apartheit-mauer überhört? // wenn häuser in einem akt von sippenhaft zerstört werden, wenn familien von ihrem grund und boden vertrieben werden, haben Sie diesen terror je auf das schärfste verurteilt? // Meinen Sie ernsthaft, dass "beide Seiten entscheidende und mutige Schritte auf dem Weg des Friedens gegangen" sind? Klären Sie mich bitte auf, welche mutigen schritte die sharon-regierung vollzogen hat? Ich sehe keine! // "Terror und Gewalt dürfen nicht wieder die Oberhand gewinnen" Das ist richtig, herr fischer, jedoch nur wenn endlich die völkerrechtswidrige besatzung beendet wird ! // Und vergessen Sie nicht, die besatzung ist das problem!

SZ 12.08.03, Feuilleton, "Kein Rabbi auf dem Taschentuch. Der Psychoanalytiker Aron Ronald Bodenheimer fordert die Juden auf, die Shoah zu vergessen, damit Israel und der Nahe Osten endlich Frieden finden" von Alexander Kissler
Darin: "Ein Freund der leisen Töne ist Aron Ronald Bodenheimer noch nie gewesen. 1996, als an der Universität Oldenburg ein Studiengang für Jüdische Studien eingerichtet wurde, forderte der Schweizer Psychoanalytiker eine 'Revitalisierung der alten jüdischen Streitkultur'." Anis: Interessanter Mann

FR 12.08.03, "Die Schwäche in Stärke verwandeln. Selbstmordattentate sind ein modernes Phänomen: Wandel und Erweiterungen des islamischen Märtyrerbegriffs" von Sabine Damir-Geilsdorf
Darin: "Es gibt viele Ursachen für islamisch legitimierte Gewalt, sicherlich liegen sie aber nicht in einer strukturell Gewalt fördernden Beschaffenheit des Islam. Die Ideologisierung und Instrumentalisierung des Islam und des islamischen Märtyrerkonzepts für politische Zwecke beruht vor allem auf der Verweigerung grundlegender Rechte, gravierenden sozialen Ungleichheiten, der Unterdrückung gewaltfreier Oppositionsmöglichkeiten und dem Gefühl politischer Handlungsunfähigkeit. Konfrontative westliche Denkansätze und eine aggressive Politik, die keine wirkliche Demokratisierung der Staaten im Nahen Osten erreichen will, verstärken das bei militanten Gruppierungen dominant gewordene Denken in Feindbildkonstruktionen. Wie sich die islamischen Märtyerkonzepte weiterentwickeln, hängt daher wesentlich von den politischen Entwicklungen in den betreffenden Regionen ab." Anis: Guter langer Artikel mit islamwissenschaftlichem fundierten Hintergrund.


FR, 11.08.2003 , "Debatte. Armut im Denken und Konformismus. Die Globalisierungskritiker führen keinen ernsthaften Diskurs mit dem Islam, sie bleiben gefangen im Eurozentrismus" von Tariq Ramadan (Üb. Yusuf Kuhn)
Darin: "Wo sind die arabischen und muslimischen Globalisierungskritiker? Wie kann der Kontakt aufgenommen werden zu den Millionen Akteuren im Nahen Osten, in Afrika und Asien? Die Furcht vor ihnen ist so groß, dass die Vorstellung, Muslime könnten auf dem Boden ihrer Überzeugungen und Werte Kräfte der Veränderung sein, gar nicht aufkommen kann. Auf Grund ihrer Blindheit gegenüber den Dynamiken der Befreiung im Großteil der muslimischen Länder (die zumeist in und durch den Islam Ausdruck finden) und ihres Unverständnisses gegenüber den Kämpfen, welche die europäischen und nordamerikanischen Bürger muslimischen Glaubens führen, bleibt das Denken der Globalisierungskritiker mit allzu vielen Vorurteilen behaftet. Von ihrer Fortschrittlichkeit überzeugt, nehmen sie sich nach eigenem Gutdünken das Recht heraus, Religionen als unwiderruflich reaktionär zu verdammen. Daher wird schließlich nur eine Hand voll 'Muslime-die-so-denken-wie-wir' als legitime Mitstreiter im Kampf akzeptiert. Damit wird der Dialog mit dem Islam zu einem interaktiven Monolog entstellt, der 'unsere ideologischen Gewissheiten' bestätigt." Anis: Der Mann hat nicht ganz Unrecht. Zur Person nach FR: Tariq Ramadan ist Professor für Islamische Studien an der Universität Fribourg (Schweiz) und Professor für Philosophie am Collège von Genf. Als Experte gehörte er mehreren Kommissionen des Europaparlamentes an und ist Mitglied der "Gruppe der Weisen für den Dialog der Völker und Kulturen" bei der Europäischen Kommission unter Vorsitz von Romano Prodi.

FR, 11.08.2003, KOLUMNE, "Vertrauensbildung ist nötig. Plädoyer für nahöstliche Rüstungskontroll-Gespräche" von Volker Perthes
Darin: "Die so genannten ACRS- Gespräche, die als Teil der multilateralen Friedensverhandlungen aus der Madrider Nahostkonferenz von 1991 hervorgegangen sind. Von 1992 bis 1995 diskutierten in diesen Gesprächen Vertreter Israels, der Palästinenser, Ägyptens, Jordaniens und einiger Golfstaaten unter Beteiligung der USA, der EU und anderer Industriestaaten über Fragen der regionalen Sicherheit. Die Gespräche kamen Ende 1995 zum Stillstand, im Wesentlichen wegen eines offenen ägyptisch-israelischen Streits über Israels Nuklearrüstung, die Ägypten zu diskutieren verlangte, der jüdische Staat aber nicht auf die Tagesordnung bringen wollte. " Anis: Das ist die mythische große Nahost-Konferenz, auf die wir seit Jahrzehnten warten, ja. Interessante Begründung, warum es damit nicht vorangeht. Wegen Israels Atomwaffen. Zur Person nach FR: Volker Perthes, Forschungsgruppenleiter an der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin. Letzte Buchveröffentlichung: Geheime Gärten. Die neue arabische Welt (Siedler-Verlag, Berlin 2002).

Global Campaign to Rebuild Palestinian Homes (California), August 11, 2003, for immediate release
"We are writing with urgency at the site where dozens of Palestinians, Israelis and internationals are working to rebuild the Shawamre family home. The Israeli Authorities have demolished this house four times, even though the owner has never been accused of any security offenses. We are now rebuilding it, as a Peace Center. // We have just been alerted that the Israeli Civil Administration is on its way with an order to demolish this house. Today 2 structures in Jerusalem and 11 houses in Israel's Negev area were destroyed by bulldozers. // We need your help, right now, to remind the US Government that the Road Map requires the Government of Israel to end all demolitions of houses--including this one. Please pick up your phone now and call government officials listed below, and forward this message to your local newspaper. We'll be huddled together with Arabia and Salim Shawamre who refuse to leave the site. Your help is sincerely appreciated. Jeff Halper, Arabia and Salim Shawamreh, Donna Baranski-Walker, Devora Brose, and twenty other seekers of peace. - To contact your own Congressional representatives, go to www.congress.org . President Bush 202 456 1414 - Israeli Embassy in Washington D. C. - 202 364 5500 - Ask@israelemb.org. Mary Bentley Abu-Saba, Ph. D. writes: Dear Supporter of Rebuilding Palestinian Homes, this letter is of extreme importance, since right now Donna Baranski-Walker is in Anata with Salim and Arabia Shawamreh, sitting at the house-site, having received notice that the Israeli Civil Authority is coming with a notice to demolish the house which they and 25 other peace-seekers are building into a Peace Center. Please read (...) and post it to your listserve, so that people will contact government officials immediately to protest this! In constructing peace...

Rabbis for Human Rights, 11 Aug 2003, Press Release, "WAVE OF DEMOLITIONS IN THE NEGEV // Demo at Shoket Junction"
rhr.israel.net Dear Members and Supporters, While RHR, ICAHD, Bustan L'Shalom and others prepare the work for the building of a peace center on the site of the home of the Shawamre family in Anata, and the threats of demolitions in the Jerusalem area continue, a wave of home demolitions is taking place in unrecognized Bedouin villages in the Negev. More than 10 homes have already been demolished this morning in Wadi J'Elween, Sa'awa, Atir and Katamat. We have received calls from people in a state of panic that their villages will be next. A demonstration is being organized for 4:00pm this afternoon at Shoket Junction. For more information, call Amar Abu Hani of the council for unrecognized villages 054-745625. Olive oil is available from the RHR office 25 NIS per liter, 350 NIS per jerry can. - Rabbis For Human Rights

Telepolis, 11.08.2003 , "Sicherheitszaun oder Apartheid-Mauer? Zehntausende leiden bereits unter dem israelischen Mammutbau " von Peter Schäfer
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15417/1.html Beschreibung: "Sicherheitszaun, die Wand, neue Berliner Mauer, Trennmauer, Apartheidwall - das israelische Großbauwerk im palästinensischen Westjordanland hat je nach dem politischen Standpunkt des Betrachters und der Betroffenheit der Leidtragenden verschiedene Bezeichnungen. 'Sicherheit' ist das Schlagwort in Israel und es klingt vertrauenerweckend. Palästinensische Selbstmordattentäter sollen abgehalten werden. So werden auch erst mit einiger Verspätung, nach gut einem Jahr Bauzeit und der Fertigstellung des ersten Mauerabschnitts, die palästinensischen Argumente berücksichtigt." Anis: Wichtige Hintergründe


Welt am Sonntag 10.08.03, "Was haben Sie vor, Herr Saban? Milliardär Haim Saban spricht über seinen Einstieg ins deutsche Fernsehgeschäft (...)" Interview (Christian Bauschke, T. Heuzeroth, U. Porwollik)
www.wams.de/data/2003/08/10/150292.html Darin: "WamS: Haben politische Überzeugungen eine Rolle bei Ihrem Engagement im TV-Markt gespielt? Saban: Ich bin kein Wähler in Deutschland. Ich werde mich also in keiner Weise politisch einmischen. Aber ich will sagen, dass grundsätzlich in Europa - und ich beziehe mich hier nicht auf spezielle Sender - der israelisch-arabische Konflikt einseitig dargestellt wird. Extrem einseitig. Ich sage meinen Leuten, dass ich keine Absicht habe, mich journalistisch einzumischen. Aber sie müssen ausgewogen bleiben. Sie müssen beide Seiten darstellen. Denn das ist, was der Zuschauer will. Darüber hinaus werde ich mich vollständig von der politischen Szene in Deutschland fern halten." Anis: Das kann ja heiter werden.

Palestine Media Center- (PMC) 10.08.03, "MP Hanan Ashrawi awarded 2003 Sydney Peace Prize"
Palestinian lawmaker and human rights activist Hanan Ashrawi won the annual Sydney Peace Prize, the Sydney Peace Foundation announced in a statement Friday. // "The Sydney Peace Foundation recognized Dr. Ashrawi for her commitment to human rights, to the peace process in the Middle East and for her courage in speaking against oppression, against corruption and for justice," read the statement, reported by AFP on Friday. // Ashrawi, a member of the Palestinian Legislative Council (PLC), representing Israeli-occupied east Jerusalem, will receive her prize from New South Wales state premier Bob Carr during a visit to Sydney in November. // Ashrawi served as the official spokeswoman of the Palestinian negotiating delegation between 1991 and 1993. After the Palestine National Authority (PNA) was created, she was appointed minister of higher education from 1996 through 1998. // She founded the Palestinian Initiative for the Promotion of Global Dialogue and Democracy (MIFTAH) in 1998. // Recent recipients of the prize -- the only international peace prize awarded in Australia -- include Nobel Prize winner Archbishop Desmond Tutu of South Africa in 1999, East Timorese leader Xanana Gusmao in 2000, and UN High Commissioner for Human Rights Mary Robinson. // The Sydney Peace Foundation is a non-profit organization attached to the University of Sydney.

Link zu:
Hans Lebrecht, Kibbutz Beit-Oren, "WIE LANGE KÖNNEN SHARON & CO NOCH FRIEDENSBEMÜHUNGEN SABOTIEREN? Die knickerige Freilassung palästinensischer Gefangener" (10.08.03)

Link zu: Elisabeth Wöckel, 10.08.03, Offener Brief an Prof. Micha Brumlik wegen Ted Honderichs Buch (10.08.03)

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