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Datenbank zum Diskurs Palästina/Israel/Deutschland/Arabische Welt/Islam. Seit 2001 - Database on the discourse Palestine/Israel/Germany/Arab World/Islam. Since 2001
07/2003 (4)
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FR 25.07.03, "Das Panoptikum in der Wüste oder: Die Logik des lateralen Blicks. Israelische Siedlungen in der Westbank" von Rafi Segal und Eyal Weizman
Beschreibung: "Den vorliegenden Text entnehmen wir dem Heft 3/03 von Index on Censorship. Die beiden Autoren stellen darin ihre Arbeit 'A Civilian Occupation' vor - eine mit Landkarten und Fotografien detailliert illustrierte Untersuchung israelischer Siedlungen in der Westbank. Ursprünglich war diese Arbeit von der Israelischen Architektenvereinigung als Beitrag Israels zum Berliner Internationalen Architekturkongress 2002 ausgewählt, wurde dann jedoch zurückgezogen; die Ausstellung wurde abgesagt und der Katalog aus dem Verkehr gezogen mit der Begründung, 'A Civilian Occupation' sei ein als Architekturstudie verkleidetes politisches Pamphlet. Die Ausstellung wurde rekonstruiert und im Februar 2003 in New York gezeigt. Zurzeit ist sie in den Berliner Kunst-Werken zu sehen. - Die Publikation des Textes findet statt im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen FR, Heinrich-Böll-Stiftung und Index on Censorship (www.indexonline.org). Die Übersetzung aus dem Englischen besorgte Uta Ruge."

INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT, July 25, 2003, for immediate release, "ISRAELI COURT: 'ISM NOT A SECURITY RISK'
Text: "[Tel Aviv] Rejecting the claims of the Israeli government prosecution, Judge Gabriel Kling ruled yesterday that three international peace activists do not represent a "security risk" to the state of Israel. Continuing that "to protest is not illegal," Kling's statement appears to set a hopeful precedent in the case of three. Primarily, it allows them to be released on bail, until their next hearing, which will come before the Israeli High Court in October. At that point, the courts will again consider the claim of the Ministry of the Interior that the three represent a security risk and should be deported immediatly. // The prosecution appealed this descision, but today at noon, the Israeli High Court judge who heard the appeal rejected it, adding further weight to the notion that peacefully demonstrating against the occupation cannot be considered reason for deportation, and momentarily staying the government's attempt to criminalize mere membership in the ISM. // Tarik Loubani, Tobias Karlsson, and Frederik Lind, from Canada, Sweden, and Denmark, have been held now for over two weeks in Ariel detention center, following their arrest near the Arraboneh Peace Camp. They are charged with entering a closed military zone. Today they were released to the custody of Rabbi Jeremy Milgrom of the organization Rabbis For Human Rights. In a seperate agreement, Frederik Lind has agreed to return home to Denmark before Sunday in exchange for all charges being dropped. For more information, contact: Eitan (ISM Media Officer) 051 659 376 ISM Media Office: 02 277 4602, For background on the Apartheid Wall/Security Barrier Complex:
http://www.btselem.org/English/Separation_Barrier/Index.asp
http://www.pengon.org/wall/wall.html

taz 25.07.03, S. 2, "Siedlungen boomen. Zahl der jüdischen Siedler in den Palästinensergebieten ohne Jerusalem steigt auf 231.000. USA verlangen, Bau des Sperrzauns zu stoppen" von dpa/afp
http://www.taz.de/pt/2003/07/25/a0022.nf/text Darin: "Die Zahl der jüdischen Siedler in den Palästinensergebieten ist ungeachtet des blutigen Konflikts weiter gestiegen. Im Westjordanland und im Gaza-Streifen leben zurzeit nach Angaben des Innenministeriums etwa 231.000 Israelis. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres habe die Zahl der Siedler um über 5.000 zugenommen, teilte der stellvertretende Innenminister Seew Boim vor der Knesset mit." Anis: Israel will Frieden, alles klar.

taz 25.07.03, S. 2, "Kollektivhaft für ein ganzes Volk. Israelische Menschenrechtsorganisation übt schonungslose Kritik an den Zuständen in den Palästinensergebieten - aber auch im israelischen Kernland" von Stephan Lanzinger
www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15302/1.html Darin: "Etwas ist faul im Staate Israel. Das jedenfalls legt der Jahresbericht zum Zustand der Menschenrechte in Israel nahe, den die "Vereinigung für Bürgerrechte in Israel" ( ACRI [1]) seit Donnerstag auf ihrer Internetseite präsentiert [2]. Dass es mit den Menschenrechten in Israel nicht zum Besten bestellt ist, ist zwar keine neue Erkenntnis; neu ist jedoch, dass eine israelische NGO die Zustände derart offen und schonungslos anprangert." Und: "Der Bericht kritisiert besonders, dass durch ein System von Straßensperren, Checkpoints und Ausgangssperren ein ganzes Volk für die Taten weniger in Kollektivhaft genommen wird." Und: "Einen Angriff auf die Menschenrechte stellen dem Bericht zufolge auch die gezielten Ermordungen dar, mit denen die israelische Armee allein im abgelaufenen Jahr 80 Palästinenser liquidierte. Bei solchen Operationen wurden aber auch 90 unschuldige Menschen getötet und 300 verletzt. Besonders unverhältnismäßig war dabei die Ermordung von Hamas-Aktivist Salam Mustafa Shahada im Juli 2002: Ein Helikopter warf eine 1000-Kilo-Bombe auf Shahadas Haus, die 14 weitere Personen tötete und 150 verletzte." Anis: Die deutsche Öffentlichkeit hat diese Fakten im allgemeinen verharmlost und tut das noch immer... Weitere Links im Artikel

WELT 25.07.03, "Die neue Nachdenklichkeit im Orient. Allmählich begreifen die Iraker, dass das Ende der Saddam-Diktatur ihnen neue Chancen eröffnet - Debatte" von Hani Hourani (A.d. Englischen von H. Böttiger)
http://www.welt.de/data/2003/07/25/140095.htmlt Endet mit: "In den Wochen seit dem Umsturz des Saddam-Regimes und trotz der amerikanischen Besetzung üben die Iraker in zunehmendem Maß selbst die Kontrolle über ihr Alltagsleben aus. Sie wählen Gemeinderäte, veröffentlichen Zeitungen und organisieren verschiedene politische und gesellschaftliche Vereinigungen. Der Wiederaufbau des Irak, der jetzt angefangen hat, wird weitergehen. // Der Widerhall der irakischen Erschütterung wird in jeder arabischen Hauptstadt vernommen, auch in den Städten derjenigen, die ihren Glauben auf den Ölreichtum gesetzt haben, damit er sie vor der Unzufriedenheit des Volkes schütze. Die Forderungen nach politischen und wirtschaftlichen Reformen werden lauter. Die beste Alternative zu beidem ist eine freiwillige Bewegung auf demokratische Offenheit und politischen Pluralismus hin, welche die Bürger der gesamten arabischen Welt in die Lage versetzen, an der Gestaltung der Zukunft ihrer Länder teilzunehmen." Anis: Es ist wahr, die Invasion und Besatzung hat mehrere Facetten. Hani Hourani ist Generaldirektor des Forschungszentrums Al Urdunn Al Jadid in Amman.

Link zu: Offener Brief von Günter Schenk zu: Informationen zur politischen Bildung, Nr. 278, 1. Quartal 2003: ISRAEL (25.07.03)


BBC News Online, Jerusalem, 24.07.03, "The Israeli who defends suicide bombers" By Raffi Berg
http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/1/hi/world/middle_east/3087051.stm Quote: "Despite their devastating effects, Ms Tsemel says she understands the motives behind suicide bombings. 'I grew up in an Israeli culture where suicide attackers are really heroes', she says. Lea Tsemel: 'Look at Samson, who in order to fight the Philistines in Gaza made the theatre collapse on himself and all the civilians there. He is a very big hero among Jewish children. 'I grew up on the myth of better suicide than surrender. So what is so special about suicide bombers?' I suggest that many Israelis would find her views hard to digest, but Ms Tsemel is firm in her convictions. 'I don't understand why people would find my views abhorrent. If you ask any Israeli to put himself in a similar situation of occupation and oppression for 36 years - everyone would say they would do the same, including [Israeli Prime Minister Ariel] Sharon. 'I never heard any similar criticism from those Israelis who are shocked by the killing of women and children in suicide attacks, of an Israeli rocket attack that kills Palestinian civilians.'" Anis: Interesting article

SZ 24.07.03, Feuilleton, "Der Hass der verlorenen Männer. Wie es in einer heruntergekommenen Erdölstadt in der algerischen Sahara zu einem Pogrom gegen Frauen kam" von Sabine Kebir
Darin: "Die von der Presse zunächst verbreitete Information, dass die Angegriffenen Prostituierte gewesen seien, erwies sich als falsch - und fatal für die Opfer. Die wirklichen Prostituierten hatten die Warnungen ernst genommen und wurden geschützt. Die vergewaltigten und beraubten Frauen stammten aus dem algerischen Norden, zumeist aus der Region um Oran. Geschieden, mit und ohne Kinder, oder weil sie für ihre Familie sorgen mussten, im Norden aber keine Arbeit fanden, hatten sie versucht, in Hassi Messaoud bei den internationalen Erdölgesellschaften unterzukommen: als Sekretärinnen, Sachbearbeiterinnen, Reinigungskräfte. Ihr Lohn weckte Neid unter der zumeist wenig qualifizierten Bevölkerung, die seit der Entstaatlichung der Erdölquellen 1991 unter zunehmender Arbeits- und Perspektivlosigkeit leidet." Anis: Eine schreckliche Geschichte. Einige Begriffe in dem Artikel allerdings, wie "Mob" sind redaktionelle Bearbeitungen der Süddeutschen Zeitung, ohne dass die Autorin gefragt oder informiert wurde, wie ich aus sicherer Quelle weiß. Das hätte ich nicht von der SZ gedacht, dass sie ausgerechnet Wörter wie "Mob" dazuerfindet.

taz 24.07.03, S.13, "Mitten im Nirgendwo. Für einen journalistischen Skandal interessieren wir uns immer - falls er nicht gerade in Afrika passiert" von bettina gaus
http://www.taz.de/pt/2003/07/24/a0120.nf/text Darin: "Sagt Ihnen (...) der Name Ulla Ackermann etwas? Der damit verbundene Skandal ist gerade mal vier Wochen her: Mit einem frei erfundenen Bericht über ihre angeblichen Erlebnisse als Kriegsberichterstatterin in Afrika hat es die Autorin auf die Bestsellerliste und in zahlreiche Fernsehsendungen gebracht. Erschienen ist ihr Buch 'Mitten in Afrika' bei Hoffmann und Campe, einem der renommiertesten Verlage der Republik." Und: "Ginge es ausschließlich um den Nachweis, dass ein einzelner Lektor seinen Job nicht ordentlich gemacht hat: der Vorgang wäre kaum einer weiteren Erwähnung wert. Aber es geht um mehr. Das Beispiel von Ulla Ackermann zeigt, dass die Redakteure von Fernsehsendungen sich ausschließlich als Makler des ihnen vorliegenden Materials verstehen, nicht aber als eigenständige Journalisten. Andernfalls wäre es kaum erklärlich, dass vom Frühstücksfernsehen in Sat.1 bis zu Biolek niemandem die inneren Widersprüche des Manuskripts aufgefallen sind." Anis: Genau. Frau Gaus nennt auch noch die USA und England: "Vor diesem Hintergrund ist es wenig erstaunlich, dass die Lügen der Regierungen in Washington und London im Zusammenhang mit dem Irak für undurchschaubar gehalten werden." Anis: Ja, oder Israel, das ja genauso argumentiert wie die USA. Wäre Israel auch genannt worden, wäre das ein sehr glaubwürdiger und wichtiger Artikel geworden.

Petition Online, July 24, 2003, "Stop the Wall Immediately"
http://www.petitiononline.com/stw/petition.html Text: The Israeli government is currently erecting the Wall of Separation euphemistically called the "Security Fence" which is supposed to block "terrorist attacks" (but certainly won't prevent missiles and helicopters from hitting their human targets) at an estimated cost of 2 billion dollars in the middle of the Occupied Territories of the West Bank. Plans also exist to complete it along the Jordan River. In any case it is already creating a situation with immeasurably tragic consequences. But at this time, the reactions and objections from international organizations, governments, public opinions outside and inside Israel (with the notable exception of such courageous groups as Gush Shalom, B'Tselem, Ta'yush), remain strangely restrained, as if the construction were a fait accompli, as if protest must wait for the work to be completed or tactical precautions must be observed during a period of renewed "peace talks" under the auspices of the U.S. and other world powers. // Directly or indirectly displacing populations and/or depriving them of their means of subsistence (uprooting trees, denying access to water and to arable land) and opportunities for learning and work, through the dire restriction of movement, the Wall strikes at the capacity of the Palestinian people to persist, comparable to the mass expulsions of 1948 and the occupation of 1967. An estimated 90,000 to 210,000 Palestinians are going to be displaced from their homes. As for all others, it is designed to make their lives so utterly impossible that many will have no choice than leave, either their villages, or their country. The Wall sanctions and renders irreversible the Jewish settlements (all of them illegal by international law) and the incremental seizure of East Jerusalem, both of which transform the future, always promised "viable Palestinian State," into a mere patchwork of Bantustans and refugee camps, generalizing and aggravating the model already realized in Gaza. It imprisons the Palestinians (or better said that segment of the Palestinian people who until now has succeeded in remaining and resisting on its own soil) on a restricted part of the West Bank within a murderous triple line of concrete, barbed wire and electronic fortifications, whose precedents in modern history indisputably belong to the totalitarian tradition. It also transforms the Israeli "defense forces" and the Israeli citizens themselves into a people of camp wardens. In short, this is a new naqba that promises for the present and the future only famine, deportations, terror, war, and abjection whatever transitory arrangements might be reached through local and international agreements. // Are we going to watch this process without raising any protest, just to discover after the event that we were guilty of "non-intervention" in a crime against humanity committed before our eyes? The signatories here refuse to accept the Wall as inevitable, and decry the cowardice of those who do not raise their voices against this injustice. The signatories launch an urgent appeal to democratic forces and governments, to the United Nations and humanitarian organizations, to the Jewish communities around the World who have kept the memory of their own past sufferings, and to religious, moral, academic and legal authorities. The construction of the Wall must stop immediately. World opinion must force the Israeli government to dismantle the Wall and return and restore the Palestinian land it has already appropriated and destroyed. This is not an object of "negotiation". It is a moral and political imperative. To add your name send an email to stopthewall@alt-info.org or access the online petition at http://www.petitiononline.com/stw/petition.html


FR 23.07.03, S.10, "Zumindest die Vorfahrt friedlich geregelt. Unterwegs mit der israelischen Armee auf der früheren 'Straße der Angst' im Gaza-Streifen" von Inge Günther
Darin am Schluss: "Aus der Rede des Armeevertreters klingt Frust über das zaudernde Vorgehen der Autonomiebehörden gegen solche Aktivitäten. 'Sie kümmert sich um Verkehrssachen und Gewaltgraffiti, das ist schön, aber nicht das Hauptproblem.' Stellt sich die Frage, ob die Reformregierung Mahmoud Abbas mehr tun kann, solange sie das Volk nicht von den Wohltaten des Friedensprozesses überzeugt hat. Doch das ist Politik. Den Militärexperten plagen andere Zweifel. 'Ich bin nicht sicher, wer sich am Ende als stärker erweist: Abbas oder die bewaffneten Milizen.'" Anis: Das 'Hauptproblem' liegt also nach wie vor bei den Palästinensern. Das sieht offenbar auch Inge Günther so, auch wenn sie Verständnis für die Palästinenser zeigt: Kann Abbas mehr gegen das Hauptproblem des 'Terrorismus' tun? Der ganze Artikel erklärt bereits das Szenario, bei dem Israel wieder gewalttätiger wird, bzw. werden "muss".

The Link, Volume 36, Issue 3, July - August 2003 (seem July 23), "In the Beginning, There Was Terror" by Ronald Bleier
http://www.ameu.org/uploads/vol36_issue3_2003.pdf Quote: "Israel's original sin is Zionism, the ideology that a Jewish State should replace the former Palestine. At the root of the problem is Zionism's exclusivist structure whereby only Jews are treated as first-class citizens. In order to create and consolidate a Jewish State in 1948, Zionists expelled 750,000 Palestinians from their homeland and never allowed them or their descendants to return. In addition, Israeli forces destroyed over 400 Palestinian villages and perpetrated about three dozen massacres. In 1967, the Israelis forced another 350,000 Palestinians to flee the West Bank and Gaza as well as 147,000 Syrians from the Golan Heights. Since 1967 Israel has placed the entire Palestinian population of the Territories under military occupation."

taz 23.07.03, S.10, "Israel will Gelder für Siedlungen streichen. Von der geplanten Umverteilung sollen arme Orte profitieren. Arabische Städte und Dörfer bleiben benachteiligt" von SUSANNE KNAUL
http://www.taz.de/pt/2003/07/23/a0095.nf/text Darin: "Ausgenommen von den Maßnahmen für arme Ortschaften sind die arabischen Städte und Dörfer innerhalb Israels." Anis: Nicht nur, dass Nicht-Juden mal wieder ausgespart bleiben, man fragt sich auch, wieso Israel bis heute und trotz Roadmap illegale Siedlungen finanziert und finanziert hat.


Haaretz 22.07.03, "Rights group: Gov't undermining foundations of democracy" by Moshe Reinfeld, Haaretz Correspondent
Quote: "The Association of Civil Rights in Israel (ACRI) harshly criticized Israeli domestic policies, accu sing the government in a report released Tuesday of being party to a wider effort to undermine the foundations of democracy and social cohesion in Israel. In its annual report on the state of civil rights in the nation, which was published yesterday, ACRI says that while the government is not alone in being responsible for the situation, its activities contribute to the continuing trend, which it said is characterized by damage to the rights of the Arab minority; undermining the legal system as the guardian of democracy; extensive privatization that favors individual profit over social welfare; critically harm to the health, education and welfare services; damage to job prospects and the rights of workers to campaign for better pay and pensions; and total violation of Palestinians' human rights, coupled with unprecedented physical injury to innocent Palestinian people." GUSH SHALOM: Much of what you read in the Ha'aretz article about a report released Tuesday may not be so new for active email readers. It is however the more significant since it comes from the respected Association of Civil Rights in Israel (ACRI). Among the listed violations by the army is mentioned a horrifying example about which we didn't hear yet (later part of Reinfeld article): "Another practice - to park an armored personnel carrier next to a house and race its engine, sending clouds of exhaust smoke into the house to choke the residents. The report says one such "smoking" was captured on videotape."

Haaretz 22.07.03, "'IDF soldiers will not face charges by the Int'l Criminal Court'" by Amos Harel
http://www.haaretz.com//hasen/objects/pages/PrintArticleEn.jhtml?itemNo=320568 Quote: "The International Criminal Court in The Hague will not be prosecuting crimes committed by Israel Defense Forces' soldiers in the territories, according to chief prosecutor in the Hague Louis Moreno Ocampo." And: "Since Israel will not grant permission and the territories are not considered a state (the Palestinian Authority is not a state) it is not possible to try an Israeli for crimes committed in the territories. " Anis: Israel obviously thinks it is something better than other countries or peoples. The international public knows that.

ISM Press Release, 22 July 2003, "Freedom of Movement Day"
Text: It's hard to watch your fathers, brothers and uncles humiliated every day by the Israeli Military at checkpoints. Just ask one little girl, who, along with 10-15 other children and several ISM internationals, plans to demonstrate at the Beit Fareek checkpoint, Thursday, July 24 at 16:00. - I hate that my daddy is detained for so long, and we don't know if he's all right. And my mom worries all the time. // The children will carry banners that say "Free Free Palestine" and "Freedom of Movement Now" and "Free Our Fathers and Brothers". They will stand at the checkpoint in testimony to the treatment their male relatives have received since the it was erected three years ago.// To be a free nation, Palestinians must be able to move freely from neighbor to neighbor, town to town, field to field. On July 24th, the children will celebrate their determination to be free by proudly carrying their banners to the checkpoint, the symbol of their occupation.

jW 22.07.03, "Wo steht die Hamas? Nur noch eine 'Rachebewegung' zwischen politischer Opportunität und apokalyptischen Phantasien" von Roni Ben Efrat (üb. Endy Hagen)
www.jungewelt.de/2003/07-22/005.php Darin am Schluss: "So will die Hamas den Kuchen haben und ihn gleichzeitig essen. Sie will, daß die PA während der "Zeit des Gewehrs" für die Gebiete verantwortlich ist, aber sie will den Widerstand fortsetzen, als gebe es keine PA. (...) Was fehlt, ist eine linke Alternative, die die herrschende Autorität offen herausfordert und sich dem Kapitulationskurs widersetzt, die Verbündete woanders als in den korrupten arabischen Regimen oder den Vereinigten Staaten sucht. In Abwesenheit einer solchen Alternative ist das palästinensische Volk gefangen zwischen zwei unannehmbaren Optionen: dem Weg der Kapitulation oder dem Kult des Blutes." Anis: Wichtiger langer Hintergrundbericht. Aus: Challenge Nr. 80, Juli/August 2003, siehe www.hanitzotz.com/challenge/

SPIEGEL ONLINE - 22. Juli 2003, 12:45, "Terrorverdacht. Ein Ticket von Frankfurt nach Guantanamo?" von Matthias Gebauer
http://service.spiegel.de/digas/servlet/find/ON=spiegel-258112 Beschreibung: "Mit einer List lockte der CIA im Januar zwei vermeintliche Terror-Unterstützer nach Frankfurt. Nun sollen sie in die USA abgeschoben werden, obwohl den deutschen Behörden keinerlei Beweise gegen sie vorliegen. Die Anwälte wollen das Bundesverfassungsgericht anrufen. Die Politik steht vor einer schweren Entscheidung."

taz 22.07.03, S.2, "EU pusht Roadmap. EU-Außenministerrunde spricht mit israelischen und palästinensischen Amtskollegen über eine zügige Umsetzung des Nahost-Friedensplans" von rtr/ap
http://www.taz.de/pt/2003/07/22/a0037.nf/text Darin: "Bereits am Sonntag kam die palästinensische Autonomiebehörde einer Forderung des Nahost-Friedensplans nach, indem sie grundsätzlich alle Gruppierungen verbot, die ihre Ziele mit Gewalt verfolgen." Anis: Hier kann man gut sehen, was "doppeltes Maß" bedeutet, denn Israel verfolgt seine Ziele mit Gewalt und findet das in diesem Fall richtig.

www.annadwa.org and www.abado.net, 22.07.03, "Artist Marwan Abado detained and deported by Israeli Security."
Quote: "Artist Marwan Abado, an Austrian National of Palestinian origin, was detained immediately upon his arrival into Tel Aviv airport on Sunday 20th of July, and then was deported. Abado was scheduled to participate in the Songs of Freedom Festival both in Bethlehem and Jerusalem. His detention and deportation came in spite of the fact that Abado was invited by both the Austrian Embassy and the TOKTEN program of the UNDP and had obtained a visa through the Israeli Foreign Ministry. Several diplomatic bodies tried to intervene in the matter to have Abado released, including a representative from the Austrian Embassy who remained with Marwan in his long detention hours at the airport; however, the Israeli Security continued to deny Abado entry, canceled his visa and put him on the first plane to Vienna after 24 hours of detention. As one of the organizers of Songs of Freedom Festival, an international cultural event, the International Center of Bethlehem finds it extremely difficult to comprehend the reasons behind denying entry to this internationally recognized musician, particularly as the Israeli government itself had granted Abado a visa prior to his arrival. We see such an unjustified action creating another unnecessary obstacle on the road to peace. CK: a creative non-violent musician a threat to israel ?!

ZNet 22.07.03, "Tagwerk für den Mythos einer Demokratie" von Kristen Ess
Zitat: "Indem man ständig darauf hinweist, Dschihad u. Hamas hätten einer 'Waffenruhe' zugestimmt, verzerrt man dadurch die Realitäten nicht noch mehr? Man erzeugt eine Dichotomie, die suggeriert, Dschihad und Hamas verfügten über annähernd die gleichen Voraussetzungen hinsichtlich Waffen, Feuerkraft, Unterstützung u. Mannschaftsstärke wie die Israelische Armee. Fast jeder Israeli (bzw. Israelin) muss in der IOF Dienst leisten. Ausnahmen werden kaum geduldet. Pro Tag erhält Israel von den USA eine Summe von $12 Millionen zur Verfügung gestellt. Und es ist zu hoffen, die internationale Gemeinschaft erkennt endlich, Dschihad u. Hamas haben gar nicht die Macht, irgendjemanden zwangsweise zu rekrutieren. Und die Frage, ob Hamas u. Dschihad der Waffenruhe zustimmten (sie haben), lässt einen zweiten, entscheidenden Punkt unberücksichtigt: Schon davor gab es Waffenruhen. Aber egal, ob Waffenruhe oder nicht, egal, ob Realität oder Alptraum, an der Tatsache der Besatzung hat sich nichts geändert. Über die Spielregeln bestimmt nunmal die Regierung Scharon, und so wird die IOF-Schreckensherrschaft über Palästina sich weiter fortsetzen." Kristen Ess ist freie Journalistin; sie lebt u. arbeitet in der Westbank u. in Gaza. Üb. Andrea Noll. Orginalartikel: "All In A Days Work For A Mythical Democracy"


SZ 21.07.03, Literatur , "Denk ich an Israel . . .Ein jüdischer Historiker beklagt sich über sein Land" von Dirk Eckert
Endet mit: "Einig werden sich Zuckermann und seine Gesprächspartner nicht, da sie mit Israel ganz Unterschiedliches verbinden: Der israelische Staatsbürger Zuckermann, der erklärtermaßen gerne in Israel lebt, redet über die israelische Gesellschaft, den Nahost-Konflikt oder die Notwendigkeit, die Besatzung zu beenden. Dabei liefert er den Lesern wunderbar scharfe Analysen zur israelischen Politik. Die Konkret-Publizisten denken dagegen bei Israel an Antisemitismus, völkisches Denken und - letztlich - an Deutschland." Anis: Ausgezeichnete Besprechung von Moshe Zuckermanns Buch: "Zweierlei Israel? Auskünfte eines marxistischen Juden an Thomas Ebermann, Hermann L. Gremliza und Volker Weiß", Konkret-Texte 34, Hamburg 2003. 139 S., 12 Euro. Zuckermanns Thesen sind konsequent und ebenso pragmatisch wie der Gerechtigkeit verpflichtet. Interessant, dass auch er den binationalen Staat Israel/Palästina befürwortet. Moshe Zuckermann ist Direktor des Instituts für Deutsche Geschichte in Tel Aviv.

taz 21.07.03, S.13, "US-PRÄSIDENT BUSH VERLIERT SEINE GLAUBWÜRDIGKEIT. Der patriotische Konsens ist aufgebrochen" Kommentar von Michael Streck
http://www.taz.de/pt/2003/07/21/a0174.nf/text Endet mit: "Die größte Gefahr: Mainstream-Medien greifen die Regierung an, vor allem das Fernsehen, Stützpfeiler der Regierung, solange alles nach Plan lief. Selbst die Bannerträger des Patriotismus, US-Soldaten im Irak, sind mittlerweile so frustriert, dass sie vor laufender Kamera den Rücktritt von Pentagonchef Donald Rumsfeld fordern. Der patriotische Konsens, der seit dem 11. September herrschte, ist aufgebrochen." Anis: Es überrascht kaum, dass der Wind sich irgendwann dreht.


Link to: Summer Work Camp, sponsored by the Israeli Committee Against House Demolitions, FINAL CALL FOR INTERNATIONAL VOLUNTEERS, August 8th-22nd, East Jerusalem (20.07.03)

WAMS 20.07.03, "'Der Iran muss sich ändern.' Der ehemalige US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry A. Kissinger über den Wiederaufbau des Irak und das Verhältnis der USA zu Nordkorea, der arabischen Welt und Europa" (Interview: Jacqueline Albert Simon)
http://www.wams.de/data/2003/07/20/138073.html Offener Brief von Guenter Schenk: Es ist immer interessant, Gedanken des erfahrenen Diplomaten Henry Kissinger zu lesen, aber, neben zahlreichen anderen Anmerkungen habe ich eine: Warum hat Ihre Interviewerin Jacqueline Albert Simon Herrn Kissinger nicht gefragt, wie wichtig ihm, beim Sturz des demokratisch gewählten chilenischen Präsidenten Salvadore Allende das Demokratie-Verständnis des mit Hilfe seiner Administration in das Amt gebrachte Augusto Pinochet war ? Damals gab es einen Regimewechsel nach Wunsch der US-Administration. Darf die Weltgemeinschaft nun, so wäre zu fragen gewesen, im Falle Iraks, mit ähnlichen Folgen rechnen, wie damals in Chile ? Die Antwort von Herrn Kissinger auf diese wichtige Frage wäre nicht nur für Ihre Leser, sondern auch für Zeitgeschichtler, von höchstem Interesse gewesen. Selbst der Bundesinnenminister wäre Ihnen sicherlich zu Dank verpflichtet, könnten sich die Bundesbehörden doch schon rechtzeitig auf eine neuerliche erhebliche Flüchtlingswelle einrichten. Ihre Interviewerin hat hier eine historische Chance vertan, weltgeschichtliche Veränderungen verständlich zu machen. Schade !

www.Freace.de 20.07.03, "Der Krieg begann bereits in 2002"
Darin: "Wie die New York Times am Sonntag berichtete (Registrierung notwendig) wurden bereits ab der Mitte des Jahres 2002 gezielte Militärschläge gegen den Irak durchgeführt, um einen Angriff auf das Land zu erleichtern. (...) Die Angriffe waren der Öffentlichkeit als Reaktionen auf irakische Verletzungen der Flugverbotszone im südlichen Irak erklärt worden."


FAZ, 19.07.03, S. 8, "Europa und Israel - Partner für den Frieden. FREMDE FEDERN" von Silvan Schalom
Darin: "Es ist Zeit, daß Europa federführend die UN von den antiisraelischen Ausschüssen und einseitigen Resolutionen, die nur zur Verlängerung des Konfliktes führen, befreit." Offener Brief von Claudia Karas: Sehr geehrte Damen und Herren, hat es die FAZ wirklich nötig, sich zum sprachrohr der israelischen regierung zu machen? nur ahnungslose fallen auf das "schönsprech" des herrn schalom herein. // er verschweigt den FAZ-Lesern den systematischen weiterbau illegaler Siedlungen im besetzten palästina und den Mauerbau, der die bildung eines lebensfähigen palästinensischen staates unmöglich macht! Wen interessiert es schon, dass die israelischen besatzer die palästinensische bevölkerung nicht mit genügend lebensmittel versorgt? // Fast die gesamte deutsche presse, mitsamt dem israel-lobbyisten Dr. Joseph Fischer, dulden die menschenrechtsverletzungen der sogenannten "einzige demokratie im nahen osten", dulden die jahrzehntelange unterdrückung des palästinensischen volkes, dulden die vertreibung, dulden die täglichen häuserzerstörungen und den permanenten landraub. // Wahrscheinlich ist auch Herr Schalom der Meinung seines rassistischen ministerkollegen avigdor liebermann, dass die Gefangenen "im Toten Meer zu ersäufen" sind. // auch im auswärtigen amt werden äußerungen dieser art geflissentlich überhört. // Mit freundlichen Grüßen

Link zu:
Offener Brief von Günter Schenk zu: FAZ 19.07.2003, "Europa und Israel - Partner für den Frieden. Mit fremden Federn" von Silvan Shalom, Außenminister Israels

jW 19.07.03, "Bedauerliche Zensur in Bremen. 'Villa Ichon' sagt nach Protesten Palästina-Veranstaltungen ab. Fotoausstellung nur noch ohne Begleittexte " von Rüdiger Göbel
www.jungewelt.de/2003/07-19/016.php Darin: "Nach der Protestaktion einer Handvoll antinationaler Aktivisten und der Initiative 'Solidarität mit Israel' wurde die Veranstaltungsreihe, darunter die Vorführung des Filmes 'Jenin, Jenin', im Haus kurzfristig untersagt. Das Bizarre: Die Einordnung des Streifens durch die Israel-Solidaritätsaktivisten erinnert fatal an Goebbelssche Diktion: '›Jenin, Jenin‹ weist keinen kinematographischen Wert auf. Es ist ein aufrührerischer Streifen der übelsten Sorte, ein total einseitiger, massiver Vorwurf in aufhetzerischer Absicht, der zu purem Haß aufwiegelt', hieß es in ihrem in Bremen verteilten Flugblatt." Anis: Hier werden Beispiele gezeigt, wie versucht wird, in Deutschland kritische Informationsveranstaltungen über den Nahostkonflikt zu verhindern und Solidaritätsbekundungen mit dem palästinensischen Widerstand pauschal als antisemitisch abzustempeln. Und zwar, wie der Autor schreibt, "mit Denunziation, Einschüchterung und bisweilen auch körperlichem Gewalteinsatz". Auch der Vorfall an der Uni Hannover wird erwähnt sowie ein Linguistik-Professor an der Uni Hamburg: "Seine Unterstützung des Aufrufs britischer und israelischer Hochschuldozenten, Israel ob seiner Besatzungspolitik auf kultureller und wissenschaftlicher Ebene zu isolieren, wurde der Einfachheit halber umgemünzt in die denunziatorisch-griffige Parole 'Forscht nicht beim Juden!'" Anis: Das sind Abgründe, die man nicht übersehen darf und es macht deutlich, dass Philosemitismus kein Kavaliersdelikt ist.

ND 19.07.03, "'Over-Stretch'. Die US-Armee an den Grenzen ihrer Möglichkeiten" von Knut Mellenthin
Darin: "Ein Rückblick auf den Aufbau der Kriegsbereitschaft gegen Irak zeigt, dass zwei Themen bestimmend waren: Die von einer Mehrheit der Amerikaner getragene Wahnvorstellung, Saddam Hussein habe etwas mit den Angriffen vom 11. September zu tun gehabt - was weder die Regierung noch die meisten Medien behauptet hatten! - und als zweiter Aktivposten die Annahme, Bagdad wolle Atomwaffen produzieren. Sämtliche Angaben, die diese Annahme stützen sollten, waren schon vor dem Krieg zusammengebrochen, wie jetzt deutlich wird. (...) Das Gedächtnis der amerikanischen Öffentlichkeit ist leider meist kurz, und vielleicht ist dieser Streit in einem Jahr schon vergessen. Aber aktuell gilt, dass die Regierung schon sehr gute Argumente und stichhaltige Beweise für iranische Atomwaffen-Ambitionen vorlegen müsste, um damit einen neuen Krieg zu rechtfertigen. Und diese sind wahrscheinlich nicht zu finden." Anis: Über die US-amerikanische Außenpolitik.


FREITAG 18.07.03, "Ein Land mit mehr als einer Wahrheit. AMERIKANISIERUNG. Tom Segevs postzionistische Streitschrift 'Elvis in Jerusalem'" von Sabine Peters
http://www.freitag.de/2003/30/03313401.php Beginnt mit: "Israel wäre ein 'normales' Land, wenn es den ersten jüdischen Dieb hervorbrächte - das war lange Zeit ein Gemeinplatz zahlreicher jüdischer Visionäre." Anis: Verstehe ich nicht. Was sollen solche Sätze bedeuten oder zeigen? Dann: "Segev geht diversen Strömungen nach, die die israelische Gesellschaft bestimmt haben und die sich durchaus auch jetzt noch nebeneinander finden lassen. Der Zionismus habe, quasi in Konkurrenz mit der Religion, eine säkulare jüdische Identität propagiert; man könne ihn aus seinen europäischen Wurzeln heraus verstehen: Die Vorstellung eines starken, produktiven, wehrhaften 'neuen Juden', eines 'neuen Hebräers' (eines 'neuen Menschen', S.P.) korrespondierte im weitesten Sinne mit einem Menschenbild, das so oder so auch in der Sowjetunion oder im Deutschland der Weimarer Republik formuliert wurde." Anis: Es ist schwer, einen solchen nationalistischen Menschentyp zu kreieren, ohne dabei anderen Menschen(typen) Unrecht zu tun, insbesondere, wenn man sich durch Abgrenzung definiert (wehrhaft). Über Segevs Buch über die isr. Gesellschaft heißt es insgesamt: "So notwendig es für einen offenen Dialog ist, dass Segev sich in diese Haltungen, die ja oft biographisch begründet sind, einfühlt, so sehr kann man es bedauern, dass - zumindest im jetzt erschienenen Buch - wenig Empathie für die sephardischen Juden, für arabische Israelis und für Palästinenser spürbar wird. So heißt es einmal etwas holzschnittartig, der palästinensische Terror bombe Israel zurück in den Schoß des Zionismus. Andere israelische Intellektuelle formulieren dies Phänomen eines wieder aufkommenden modifizierten Zionismus ebenfalls, betonen aber auch die eigenen Anteile daran."

Gush Shalom ad published in Ha'aretz, July 18, 2003, "WHERE IS THE MONEY?"
Text: There is no money for medicines. There is no money for operation theaters. There is no money for single mothers. There is no money for the aged, who have to choose between food and medicines. There is no money for the unemployed. There is no money for children's allowances. There is no money, because the state is poor. So says Netanyahu. So says Sharon. But it's a lie. The state has money. Lots and lots of money. Enough money to spend 7.5 billion on the "separation wall". Enough money to fatten hundreds of thousand of settlers. Enough money to invest tens of billions on the continuation of the occupation. But nobody tells this to Vicky Kanfo and her friends, the single mothers from all over the country who are now demonstrating opposite the Finance Ministry in Jerusalem. Gush Shalom, Help us defray costs of future ads. Donations to: P.O.Box 3322, Tel-Aviv 61033, Photos and report of the Barghouti trial protest at:
http://www.gush-shalom.org/actions/barghouti_eng.html - A map of the separation wall: http://www.gush-shalom.org/thewall/index.html (English) Our site: http://zope.gush-shalom.org/home/en (English)

Middle East Times 18 July 2003, "First intifada teaches nonviolence" by Tawfiq Abu Baker
Quote: "The first intifada represented a shining example of the nonviolent movement. Blood won out over the sword, and the 'power of the weak' won out over the weakness of force. The Israeli army used force, and the Palestinian masses retaliated with a wide-scale national movement without arms. When you respond to force with non-violence, the victim is seen for what he is, and the oppressor for what he is, without ambiguity or obscurity." And: "A number of initiatives to end violence took place over the past two years, and thousands of Palestinian intellectuals signed public petitions demanding an end to the killing of civilians in order to break the vicious circle of violence. The petition was published in the Jerusalem daily Al Quds as a series of advertisements, and timid movements took place in the Palestinian and Israeli peace camps. However, the voice of extremism was more powerful. // Recent Palestinian public opinion polls show a significant change, emanating from a conviction resulting from bloody experience, that the use of violence brought us no benefits. A poll carried out by Birzeit University in the West Bank shows that a vast majority supports a halt in killing civilians and reviving the negotiations with Israel. A majority also supports the road map and a settlement with Israel." Tawfiq Abu Baker is a veteran political analyst, the director of Jenin Center for Strategic Studies and a member of the Palestinian National Council. This article is part of a series of views on "Nonviolence" published in partnership with the Common Ground News Service.

Middle East Times 18 July 2003, "UN expert: 'Without malice', Israel nonetheless creates 'catastrophic humanitarian situation'" by AP
Quote: "More than half of Palestinian families eat only once a day. 'They are reduced to begging. The economy is in ruins,' Ziegler said. Ziegler insisted there was 'no malice' in Israel's actions, which Israeli authorities justify on security grounds, but stressed that Israel's actions are in breach of the Universal Declaration of Human Rights, the Geneva Conventions and other international law. (...) Unusually, the Israeli government welcomed Ziegler's visit and allowed him to go where he wanted and ask questions of Israeli officials. (...) Its cooperation with Ziegler may stem from the sociology professor's earlier high-profile criticism of Swiss banks for their handling of Nazi assets during World War II." Anis: Some hope! Jean Ziegler is a Swiss university professor and UN special expert on the right to food. It is fair to stress that Israel is not seen as malicious. It is also fair to confront Israel with the question inhowfar the tragic experiences of the Jews in Europe may be biasing its policy towards the Palestinians and non-Jews in general.

YellowTimes.org 18 July 2003, "Zionists and Nazis Re-united in France" by Gabriel Ash
Text: Reuters in Paris reports that: "French neo-Nazis formed an alliance with extremist Jewish groups on the Internet to publish a torrent of hate messages directed against Arabs and Muslims, according to a report by a leading anti-racist group." "Members of extreme-right groups were prepared to set aside their anti-Semitic feelings to share Web space and know-how with extremist pro-Israeli campaigners, amid a rise in violence in the Middle East, the study found." Reuters and its sources describe the alliance between Nazis and Zionists as "unlikely" and "a new phenomenon." These adjectives betray the lack of historical perspective of contemporary journalists. (...) Lenni Brenner put together 51 documents that exemplify the crossover, and sometimes the cooperation, between Zionism and Fascism. ( Lenni Brenner (ed), 51 Documents: Zionist Collaboration with the Nazis, Fort Lee 2002) (...) However, at least one aspect in the French alliance between Zionists and Nazis does seem unprecedented. According to Reuters, the alliance temporarily collapsed "because of disagreement between the groups over the U.S.-led war in Iraq, with Jewish extremists supporting the action but some French far-rightwingers against it." In other words, it appears that some French Zionists broke with their Neo-Nazi allies because the latter were not militaristic enough. YellowTimes.org believes the general accuracy of the preceding report, but cannot guarantee it. We print information received from sources on the front lines of this particular conflict. Copyright for this item belongs to the original author. YellowTimes.org encourages this material to be reproduced, reprinted, or broadcast provided that any such reproduction identifies the original source, along with a web link to YellowTimes.org. (Anis: For more links click on the original article)


Berliner Zeitung 17.07.2003 , Blickpunkt, "Mit verbundenen Augen. George Abu Zuloff ist ein Kinderrechtler. Er kämpft dafür, dass 350 minderjährige Palästinenser aus israelischen Gefängnissen freikommen - weil er selbst weiß, wie es dort zugeht" von Inge Günther
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0717/blickpunkt/0010/

FAZ, 17.07.03, S. 8, "Symbolfigur Arafat" Kommentar von wgl
Darin: "Die Palästinenser kennen den israelischen Ministerpräsidenten aus seiner bisherigen Geschichte überwiegend als Haudrauf, trotzdem haben sie niemanden öffentlich aufgefordert, ihn politisch zu schneiden - nicht einmal wegen seiner mehr als fragwürdigen Befehle, die sogar staatliche Liquidierungen von Palästinensern ohne Gerichtsverhandlung umfassen. Wenigstens zwei israelische Ministerpräsidenten, Begin und Schamir, waren vor ihrer politischen Karriere Terroristen. Auch Norwegen, wo Scharon jetzt zu Gast war, wird Arafat nicht fallenlassen." Anis: Was für ein seltsamer Kommentar!

International Solidarity Movement, July 17, 2003, For Immediate Release, "Israel to Deport Eight International Peace Activists"
Text: "Today Tel Aviv District Court Judge Nissim Yeshaya upheld the deportation orders of eight International Peace activists who were working with the International Solidarity Movement (ISM). Of the eight activists, Tobias Karlsson (SWEDEN), Tarek Loubani (CANADA), Fredrick Lind (DENMARK), Bill Capowski (USA), Daniel Knutsson (SWEDEN), Alex Perry (UK), Saul Reid (UK) and Thomas Pellas (FRANCE) four were arrested on July 9 while at a camp on Palestinian land in the village of Arrabony near Jenin slated to be confiscated by Israel for the building of the separation wall, and four on July 10 while helping to remove roadblocks near the city of Nablus calling attention to the restrictions on Palestinian freedom of movement under the occupation. They were subsequently issued deportation orders by the Ministry of the Interior. The Israeli military has claimed that the ISM and all peace activists are a security threat and the lawyer for the state used this as the argument for why the activists should be deported. No evidence as to the illegality of the defendants' actions was presented. Signed affidavits that the presence and work of ISM is important were submitted by prominent Israeli organizations and individuals such as Bat Shalom, MK Yossi Sarid and several Israeli professors. The judge sided with the state lawyers saying that under Israeli law the Ministry of the Interior has unlimited power to deport and revoke visas of internationals. // The policy of punishing international peace activists without any evidence other than labeling them a security threat is an expansion of Israel's policy of using administrative detention to punish Palestinians the military labels a security threat. Currently there are over 1,000 Palestinians being held in administrative detention after having secret evidence used against them. Administrative detention is an indefinitely renewable six months of captivity. Many Palestinians have now been held in detention for years without any charge or knowledge of when they might be released. // After the ruling, a lawyer for the eight defendants requested a one-week stay on the deportations to allow time to file an appeal. The request was denied. Two Israeli citizens were also arrested with one of the groups of activists. Both were released without charge. Some of the activists reported being kicked and otherwise abused while interrogated after the arrests and at least one was severely beaten after they stopped eating in protest two days ago. // For a picture of the eight in court please see our website: www.palsolidarity.org"

jW 17.07.03, "Flügelkämpfe an der Uni in Hannover. Die Antifa AG erhält keine Unterstützung des AStA mehr " Kommentar von Werner Langhoff
www.jungewelt.de/2003/07-17/014.php Darin: "Die 1989 gegründete Antifa AG der Uni hatte sich wiederholt in diversen Veröffentlichungen mit dem palästinensischen Widerstand solidarisiert, Zionismus als 'rassistische Ideologie' kritisiert und israelkritische Karikaturen (...) veröffentlicht. Die Antragsteller werfen der Gruppe deshalb 'strukturellen Antisemitismus', 'Verharmlosung der Verbrechen der Nationalsozialisten' sowie 'Entsorgung der Nazivergangenheit' vor." Anis: Wer Israel kritisiert, verharmlost die Nazis, dieses Stereotyp, gelegentlich als "Auschwitz-Keule" bezeichnet. Es hat an der Uni Hannorver funktioniert, obwohl das Argument nur vordergründig war: "Die Jusos, die mittlerweile den AstA in Hannover dominieren, stießen sich zwar nicht vordringlich an der Israelkritik der Gruppe, wollten aber die gute Gelegenheit nutzen, um eine linke 'Altlast' loszuwerden." Anis: Das ist gemeint, wenn jemand behauptet, dass die Politik Israels in ihrer derzeitigen gewalttätigen und außerhalb des Völkerrechts stehenden Form in der ganzen Welt autoritäre Strukturen fördert.

NZZ 17.07.03, "Noch lange nicht am Ziel. Kampf für Frauenrechte in islamisch geprägten Ländern" von Rebecca Hillauer
Beschreibung: "Frauenrechte sind ein viel beachteter Aspekt in der schwierigen Annäherung muslimisch geprägter Gemeinschaften an westliche Gesellschaftsmodelle. Im folgenden Bericht zeigt sich, dass auch die in diesem Bereich erkämpften Fortschritte stets gefährdet sind." Anis: Report über verschiedene Länder wie Marokko, Palästina, Irak, Iran.

taz 17.07.03, S.6, "ZENTRALRAT DER JUDEN. Soli-Besuch in Israel" von dpa
http://www.taz.de/pt/2003/07/17/a0038.nf/text Darin: "Der Präsident des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, ist sehr zufrieden mit der Nahostpolitik von Rot-Grün" IS: ist für mich ein weiterer Beleg dafür, wieso 2002 die FDP/Möllemann/Karsli unter Antisemitismus-Verdacht! kam. Siehe dazu auch die diversen Aufrufe: FDP nicht wählen ,sondern Grün aus der Ecke Knobloch,Wolffsohn,honestly concerned. Nicht zu vergessen: Yossi Sarid empfing Westerwelle nicht bei seinem Israel-Zwangsbesuch, während Sarid dann in Deutschland auf vier Wahlkampfveranstaltungen der Grünen als Gastredner fungierte. Weiter heißt es: "Am Ende seines Solidaritätsbesuchs in Israel sagte Spiegel, israelische Politiker hätten immer wieder betont, Deutschland sei ein "sehr zuverlässiger Partner."


FR, 16.07.03, "Verlorene Generation. Die Kinder der Intifada im Knast: Ohne eine Amnestie hat der Friedensprozess in Nahen Osten kaum Zukunft" von Inge Günther
Darin: "Seit ihrem 15. Lebensjahr sitzt Suad Ghasal hinter Gittern. Sie verbüßt eine siebenjährige Freiheitsstrafe, weil sie Ende der neunziger Jahre, lange vor Beginn der zweiten Intifada, mit einem Messer einen jüdischen Siedler attackieren wollte. Der Mann blieb unverletzt. (...) Suad sitzt noch heute im Neve Tertze in Ramle, einem wegen seiner elenden Zustände besonders berüchtigten Gefängnis in Israel. Nachum Korman kam glimpflicher davon. Obwohl er, ein Siedler aus Betar in der Region Bethlehem, ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Mit dem Knauf seiner Pistole erschlug der Wachmann den zwölfjährigen Palästinenser Hilmi Schuscha, den er als Steinewerfer in Verdacht hatte. Eine Affekthandlung, urteilten die Richter, in diesem Fall keine Militärs, und hielten ihm mildernde Umstände zugute. Die Strafe: sechs Monate Sozialdienst plus eine Geldbuße. Die beiden Fälle sind für George Abu Zuloff das Paradebeispiel einer Justiz, die auf einem Auge blind ist." Anis: Die deutsche Presse hat vor einigen Wochen entdeckt, dass es in Israel schwere Menschenrechtsverletzungen gibt. Besser, als wenn sie es nie entdecken würden, und doch fragt man sich, warum die Nahostberichterstattung solchen Schwankungen unterworfen ist.

International Middle East Media Center, Press Release, 16.07.03
Ghassan Andoni writes: a group of Palestinian reporters and international media people started a media project to report on Palestine and Israel. IMEMC has already launched the news website
www.imemc.org, based on information provided by 35 corespondants covering all the West Bank and Gaza. The site is still under construction, you might find few typos, yet we believe it provides a fair daily coverage of events, a new insight into the situation, and fairly investigated material. To communicate with us write to pcr@p-ol.com

Kieler Nachrichten, 16.07.03, S.4, "Terroranschlag verletzt erneut Waffenruhe" von dpa
Darin: "Die Friedensbemühungen wurden durch ein neues Attentat der al-Aksa-Brigaden erschüttert. Nach palästinensischen Angaben verletzte aber auch die israelische Armee die Waffenruhe bisher 28 Mal." Anis: So steht es neben dem Foto, welches pal. Graffitti auf der isr. Mauer zeigt. Im Artikel selbst geht es nur um die Gewalt der al-Aksa-Brigaden. Ein Ritual. Wie in der Analyse der Kieler Nachrichten gezeigt werden konnte, wird in dieser Zeitung systematisch ein Bild erzeugt, in dem Israel als ständig bedroht und angegriffen dargestellt wird, während die Palästinenser - wenn überhaupt - eher als gewaltbereit dargestellt werden. Dies geschieht sowohl durch die Auswahl der Themen und Fotos, als auch durch sprachliche Mittel. Zwar gibt es streckenweise auch unvoreingenommene Artikel, insgesamt betrachtet muss aber festhalten werden, dass die Kieler Nachrichten die Gewalt des Staates Israel unangemessen verharmlosen.

Link zu:
"HautNahOst, Open-Air-Aktion: Performances und Lesungen an verschiedenen Orten mit in Palästina und Israel und in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstlern." (16.07.03)
http://www.portalglobal.de/kalender/event.php?showevent=1226&print=yes

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