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,Geht nicht, gibt's nicht" heißt
sein Motto. Vieldeutig gegen kategorisches Abwinken anzugehen,
macht sich gut gegen jene, die distanziert in die musikalisch
untermalte Lesung gehen und am Ende feststellen: Der Mann
hat Charme, Witz und einen Tiefgang, der zwar im Stil der
selbstgestrickten Liedermacherbewegten vergangener Tage auftritt,
darin aber nicht hängenbleibt.
Orientalisch der Name, orientalisch
auch die etwas um die Ecke gereimte Erzählweise des 34-Jährigen,
der mit ernsten Augen daherkommt. ,,Ich möchte Sie unterhalten"
begrül3t Anis den gut gefüllten Saal der Hansastraße
48 höflich und gibt erstaunlich Langes auswendig zum
Besten, das irgendwo zwischen Wilhelm Busch und Limmerick
zu siedeln scheint. Dann gelesene Prosa von ersten Therapiestunden
und Songs zur Gitarre mit sehr modulationsfähiger Stimme
im Geiste Dylans und
Cat Stevens'. Und plötzlich
weht einen Besänftigendes an. Ist es die Art, wie verschmitzt
die Mütze hochgeschoben wird? Die ruhige Innenschau eines
Zweifelnden, der sich eigene (Ab-)Wege bahnt? Anis Hamadeh
guckt der Welt dann auch das Komische ab und reimt es in Absurde,
teils dadaistische Geschichtchen. Und da schweben Metaphern
durchs gedrückte Gemüt, die nachdenklich machen.
Kiug, wenn er den Millenniumszeitgeist in
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,,Wendezeit"
auf den Punkt bringt, begeisternd, wenn er Champion Leo, den
,,Zauberer aus Montevideo" beschreibt. Jubel für Felache
Ahmed, dem ,,die Dings, die Sphinx" abhanden kommt und das
Pop(p)-Huhn Gloria zwischen Andrea Doria und Waldorf Astona.
Zur dritten Zugabe bringt er's auf den Punkt: ,,Provozieren
ist nicht: Satire gegen das Establishment, sondern Kinderlieder.
Weil dann die coolen Leute sagen: Watt macht der d'n da?".
Geht nicht, gibt's eben nicht.
Almut Behl
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Anis Hamadeh guckt der
Welt das komische ab und reimt es ins Absurde.
Foto fpr
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