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Foto: Sabine Yacoub
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neues im oktober 2001

Die Fortsetzungssatire DIE JUNGS ist beim Publikum offenbar sehr gut angekommen. Die ersten beiden Teile stehen ein bisschen für sich, Teil 3 bis 7 behandeln auf vergnügliche Weise die Fragen des Terrorismus und der Gewalt. Allen Fans der "Jungs" sei gesagt, dass die Serie fortgesetzt wird. Inzwischen sind auch alle Bambushefte inklusive der Specials miteinander verbunden, sodass man bis zu Heft Eins durchzappen kann. Das schönste Stück der letzten Zeit ist der lyrische Bambus DIESE NACHT.

Auch in diesem Monat werden ein paar neue Songs aufgeladen. Und zwar wurde ein PLATTENTELLER eingerichtet, auf dem monatlich wechselnde Stücke stehen. In diesem Monat sind es ein Volkslied (SOLDIER'S SONG) und zwei Kinderlieder (ALLE HAM SE ANGST VOR MIR und DAS ANIS-KINDERLIED). Ebenfalls auf dem Plattenteller steht der lyrische Text WOLKEN IM KOPF als Audio.

Der King-Boy-Medienpreis geht in diesem Monat an die Szene-Seite der Kieler Nachrichten für den Hinweis, dass Bob Dylan davor warnt, sich von irgendwelchen Psychopathen ins Internet locken zu lassen. Das war sehr bemerkenswert. Auch andere Artikel hätten den Preis verdient, aber es würde den Rahmen sprengen, sie an dieser Stelle alle zu erwähnen.

Der King-Boy-Literaturpreis geht an den Autor und Journalisten Ralf Sotscheck von der taz für den Artikel "No-Tech statt Low-Tech" (29.09.01, S.13), worin sich die These findet, "dass Krieg und Gewalt heutzutage den Raum einnehmen, den früher Künstler und Schriftsteller besetzt hielten - den Raum in den Köpfen der Menschen." Seit den 70-er Jahren nämlich - und das ist jetzt meine eigene Meinung - hat die zivilisierte Welt den Glauben an sich selbst und ihre Vorbilder verloren. In dieser Zeit hat sich ja auch die RAF gebildet. Siehe dazu den Spruch unten.

Ach so, meine Damen und Herren, noch etwas! In den letzten Tagen bin ich ständig von den Medien angerufen worden, die mich gefragt haben, was ich denn mit dem Satz meine: "Die Presse kann mich nicht verhindern"? Ob ich mich vielleicht über irgendetwas beschweren wolle? Nein, meine Damen und Herren. Hier liegt ein Missverständnis vor. Dieser Satz aus dem BOOK OF GAMES ist natürlich poetisch gemeint. So wie "Das Leben ist mein Medizinmann" oder auch "Die Presse ist mein Horoskop". Versuchen Sie einmal, sich in die Rolle des lyrischen Ichs zu versetzen und lassen Sie dann den Spruch in Ruhe auf sich wirken. Wie ich meiner Fanpost entnehmen konnte, hatte eine Anzahl von Leserinnen und Lesern diesen Spruch richtig als Koan aufgefasst und für ihre eigenen Bedürfnisse verwendet. Was mein Verhältnis zur Presse angeht, so ist bekannt, dass ich ihr ebenso viel Respekt entgegenbringe wie umgekehrt. Wir kommen sehr gut miteinander aus, und wer etwas anderes behauptet, ist einfach schlecht informiert.

So weit die News.

Keep on Rockin'

Euer

Kiel, den 01.10.2001

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"Es ist besser, Satiren zu sprengen als Häuser in die Luft zu schreiben."
"It is better to blow up satires than to write houses in the air."

(THE BOOK OF GAMES)


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